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St. Aegidien

Die Aegidienkirche war das Zentrum des Handwerksviertels

Die Aegidienkirche ist die kleinste der Kirchen in Lübecks Innenstadt und dem heiligen Ägidius von St. Gilles geweiht. Sie war das Zentrum des Handwerksviertels in dem seit jeher viele Menschen lebten, die der sozialen Fürsorge bedurften. Der Aegidienhof wird heute zum Wohnen genutzt und das St. Annen Kloster als Museum. Zusammen mit den verbliebenen Gebäuden des Beginenkonventes machen sie das Aegidien-Viertel der Altstadt aus.

Urkundlich erwähnt wurde die Aegidienkirche das erste Mal im Jahre 1227. Es wird vermutet, dass aufgrund der für Norddeutschland ungewöhnlichen Namensgebung zwischen 1172 und 1182 ursprünglich eine Holzkirche an diesem Platz errichtet wurde.

Das „T“ im Wappen von St. Aegidien verweist auf den plattdeutschen Namen der Kirche, „Tilgenkark“ von „St. Tilgen“ in Anlehnung an „St. Giles“, den englischen und französischen Namen des Heiligen.
Die Aegidienkirche wird in die Regelungen des Vergleichs von 1286 über die Besetzung der Pfarrstellen zwischen dem Rat der Stadt Lübeck und dem streitbaren Bischof Burkhard von Serkem nicht einbezogen. Daher bleibt sie bis zur Reformation ausschließlich unter der Kontrolle des nahen Lübecker Domkapitels. Allerdings spielt die Aegidienkirche im Zusammenhang mit den Anfängen der Reformation eine Vorreiterrolle, denn nachdem sich zwei Pastoren dieser Kirche zur neuen Lehre bekannten, wurde hier kurz nach Ostern im Jahr 1530 das erste Abendmahl „unter beiderlei Gestalt“ gefeiert. Der Pastor Johann by der Erde war der erste Geistliche Lübecks, der im selben Jahr heiratete.

Kontaktinformationen St. Aegidien

Aegidienstr. 75
23552 Lübeck
Tel.: +49 (0) 451/70 56 22
www.aegidien-kirche-luebeck.de

Öffnungszeiten: 
Di. - Sa. 10.00 - 16.00 Uhr

Barrierefreiheit:
Der Zutritt ist mit fremder Hilfe barrierefrei möglich.

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