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Die Lindesche Villa

Ein unvergessliches Erlebnis für Ihre Hochzeit

An der Trauung dürfen aufgrund der räumlichen Gegebenheiten unseres Trausaals und der aktuell geltenden Beschränkungen Trauzeugen und eine Fotograf:in teilnehmen, wenn ein negativer Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden und schriftlich bestätigt durch eine Teststation ist (kein Selbsttest), oder ein Genesen- beziehungsweise Impfnachweis in Verbindung mit einem gültigen Ausweisdokument vorgelegt werden kann. Zugelassen sind auch zu betreuende Kinder des Brautpaares.
Weiterhin bleibt der Garten und damit das beliebte Fotomotiv auf der sogenannten „Hochzeitstreppe“ geschlossen.

Die Lindesche Villa liegt direkt am Rande der Lübecker Innenstadt und dient als Dienstgebäude des Lübecker Standesamtes.

Die hohen Räume schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Das Trauzimmer in der „Lindeschen Villa“ bietet Ihnen den würdevollen, romantischen Rahmen für Ihre Eheschließung. Die Anzahl der Sitzplätze ist zwar begrenzt, aber das Trauzimmer bietet Ihnen und ca. 30 Gästen Platz.

Die Rasenfläche des großen, parkähnlichen Gartens kann bei guter Witterung von Frühjahr bis Herbst für einen Empfang Ihrer Gäste genutzt werden. Der Aufbau eines kleinen Zeltes zum Schutz Ihrer Gäste ist nach Absprache ebenfalls möglich.

Das Standesamt Lübeck bietet hier auch noch einen ganz besonderen Service für Sie und Ihre Hochzeitsgäste

Auf Wunsch warten liebevoll dekorierte Stehtische und gekühlte Getränke.
Wir kümmern uns um den Auf- und Abbau und Sie genießen einfach den Moment.
Wir freuen uns auf Ihre Reservierung und beraten Sie gerne ausführlich über unser Angebot.

Weitere Informationen sowie alle Termine für Eheschließungen finden sie hier.

 

Geschichte der Lindeschen Villa

Dieses klassizistische Gebäude wurde 1804 von dem dänischen Architekten Joseph Christian Lillie für den Kaufmann und Senator Hermann Haartmann errichtet.

Den Namen "Lindesche Villa" hat das Sommerhaus in der Ratzeburger Allee 16 von einem langjährigen Bewohner, dem Augenheilkundler Dr. Max Linde (1862-1940), der, von Hamburg kommend, sich hier niederließ. Ihm kommt vor allem das Verdienst zu, früher als viele andere und zeitweilig auch entgegen dem allgemeinen Geschmack die Bedeutung des norwegischen Malers Edvard Munch (1863-1944) erkannt und gefördert zu haben. Munch war oft in der Villa Dr. Lindes zu Gast, wovon heute noch zahlreiche Portraits von Angehörigen der Familie Linde und grafische Ansichten des Hauses mit seinem großen Park zeugen. (Auf Anregung des Gemeinnützigen Vereins St. Jürgen wurde am 4.6.1970 ein Lindezimmer mit Bildern von Edvard Munch eingerichtet, jetziger Warteraum für die Anmeldung zur Eheschließung.)

Haus und Park an der Ratzeburger Allee beherbergten früher große Kunstsammlungen, vor allem mit Bildern der französischen Impressionisten, Skulpturen (darunter auch der "Denker" von Auguste Rodin) und den Werken von Edvard Munch. Für den Norweger war Dr. Linde lange Zeit Auftraggeber sowie Finanz- und Gesundheitsberater in einer Person.

Das kompromißlose Eintreten für Munch hat mit dazu beigetragen, daß sich Dr. Linde vom gesellschaftlichen Leben ziemlich fernhielt. Nur ausgewählte Freunde sahen die großen Kunstsammlungen, und für den Außenstehenden erschien das Sommerhaus an der Ratzeburger Allee eher wie ein geheimnisumwittertes Schloß.

Das heutige Walmdach entspricht der Form des Hauses während der ersten 100 Jahre. Das um 1905 aufgesetzte Mansardendach mußte wegen Holzbockbefalls ersetzt werden. Bei den Renovierungsarbeiten wurde auch eine in der Zwischenzeit vorgesetzte Holzveranda abgebrochen. Erhalten blieben im Inneren des Hauses die ursprünglichen ornamentalen Gliederungen in der Eingangshalle sowie in dem ovalen Spiegelsaal (jetzt Trausaal) in der Querachse des Erdgeschosses. Der jetzige Trausaal ist klimatisiert.

1922 wurde das Gebäude in die damalige Denkmalschutzliste aufgenommen, und es ist auch heute beim Amt für Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck im Denkmalbuch eingetragen.

Nach dem Tode von Dr. Linde (13.4.1940) erbten seine vier Söhne das Grundstück und boten es 1964 der Stadt zum Kauf an. Die Stadt erwarb es. Später wurde es auf die Grundstücksgesellschaft Trave umgeschrieben, die auch den Umbau zum Standesamt einleitete. Am 28. August 1968 öffnete das Lübecker Standesamt seine Tore in dem neuen Domizil in Lübeck, Ratzeburger Allee 16.

 

   

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