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Katharinenkirche

Klosterkirche im Weltkulturerbe

Die Katharinenkirche in der Königstraße, um 1300 errichtet, ist die Kirche des ehemaligen Franziskaner-Klosters und die einzige erhaltene der ehemals vier Klosterkirchen in Lübeck. Als Kirche eines Bettelordens wurde sie ohne Turm erbaut und der Heiligen Katharina von Alexandrien geweiht. Der lichte Backsteinbau war einst Zentrum der Franziskaner im gesamten Ostseeraum. Für die Nischen der reichgegliederten Fassade entwarf Ernst Barlach 1929 den Figurenzyklus »Gemeinschaft der Heiligen«, für den er selbst drei Figuren schuf. Die übrigen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von Gerhard Marcks geschaffen.

Eine architektonische Besonderheit ist der zweigeschossige Chor: Abgetrennt von einem Lettner mit einer bedeutenden Triumphkreuzgruppe (um 1450) liegt ebenerdig unter Säulenstellungen der Unterchor. Darüber erhebt sich der lichtdurchflutete Oberchor mit dem Chorgestühl der Mönche, zu dem sie einst von ihren Schlafräumen im Kloster, dem heutigen Katharineum, direkten Zugang hatten. Direkt hinter dem Eingang beeindruckt der Gipsabguss der St.Jürgen-Gruppe, deren Original von Bernt Notke (Ende 15. Jhd.) in der Stockholmer Hauptkirche steht. Rechts an der südlichen Stirnwand zur Königstraße befindet sich das Meisterwerk »Erweckung des Lazarus« des venezianischen Malers Jacopo Tintoretto (1576). Die Katharinenkirche diente viele Jahrhunderte als Grablege. Sie wurde 2011 bis 2016 umfangreich saniert und restauriert.

die LÜBECKER MUSEEN
Kulturstiftung Hansestadt Lübeck
Katharinenkirche
Königstraße, Ecke Glockengießerstraße
23552 Lübeck

Weitere Informationen:
www.museumskirche.de

 

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