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Dom zu Lübeck

Die beiden großen Türme des Domes das Stadtbild Lübecks.

Seit fast 850 Jahren prägen die beiden großen Türme des Domes das Stadtbild Lübecks. Seit ebenso vielen sammeln sich Menschen unter dem weiten Dach des Domes. In der hellen, lichtvollen Kirche ist Raum für Tränen und für Träume. Menschen feiern hier bis heute fröhliche Feste, freuen sich über Kinder bei Taufen oder über die Liebe der Brautpaare, und sie nehmen Abschied von ihren Toten. Der große Dom mit dem Altar in der Mitte ist Ort für große Konzerte und festliche Gottesdienste ebenso wie für stille Andacht und spannende Führungen durch die Kirche oder über das Gewölbe. Das Triumphkreuz von Bernt Notke ist seit gut 500 Jahren ein Kunstschatz, den es zu entdecken gilt, ebenso wie die Sonnenuhr auf dem Lettner mit den beweglichen Augen, wie der kleine versteckte Seifenblasenengel oder die wunderbare Marcussenorgel.

Heinrich der Löwe spielt in der Geschichte des Doms eine wichtige Rolle, er wurde zum großzügigen Förderer der Stadt und ihres Handels im Ostseeraum. Ein Jahr nach Neugründung der Hansestadt wurde der Bischofssitz nach Lübeck verlegt und dem Bischof im Süden der Stadt ein Gebiet für den Bau des heutigen Doms und für die Häuser der Kanoniker zugewiesen.

Nachdem im Bereich des heutigen Doms eine Holzkirche gebaut und 1163 geweiht wurde, begannen die Pläne für die große steinerne Kirche, deren Grundstein 1173 gelegt wurde. Als Ersatz für den Naturstein, der in dieser Gegend nicht zur Verfügung stand, nahm man Backstein als Baustoff.

Geweiht wurde der Dom 1247, Patrone sind Johannes der Täufer und Nikolaus. Kurz danach wurde dem Dom auf der Nordseite das Paradies, eine große Vorhalle, angefügt und 1266 begann die große Erweiterung nach Osten.

In der Nacht zum Palmsonntag 1942 brannten durch den Bombenangriff die Hansestadt und die drei großen Kirchen, St. Marien, St. Petri und der Dom. Durch den lange andauernden Wiederaufbau des Domes, besonders des Chores, wurde man an das Ausmaß der Bauzeiten des Mittelalters erinnert. Die Wiederaufbaumaßnahmen begannen 1960, 1977 wurde der gotische Chor fertig gestellt und 1982 die Paradiesvorhalle. Allerdings konnte durch die lange Zeit des Wiederaufbauens der Plan reifen den Innenraum der Kirche dem Feiern des lutherischen Gottesdienstes entsprechend einzurichten. Der Dom wurde 1970 so eingerichtet wie er heute zu sehen ist. Es ist wie ein Wunder, dass so viele Kunstwerke den Brand des Doms überstanden haben.

Kontaktinformationen Dom zu Lübeck

Mühlendamm 2 - 6 
23552 Lübeck
Tel.: +49 (0) 4 51/7 47 04 
buero@domzuluebeck.de

Weitere Informationen: www.domzuluebeck.de

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