Programm: Stadtumbau Nordwest

Konversion und Stadtentwicklung

Die Hansestadt Lübeck beteiligt sich mit der Gesamtmaßnahme „Lübeck Nordwest“ am Städtebauförderungsprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ (ehemals „Stadtumbau West“). Dieser Siedlungsbereich mit Roddenkoppel, ehemaligem Schlachthofgelände und Struckbachtal ist stark industriell geprägt und einem umfangreichen Strukturwandel unterworfen. Die untergenutzten Flächen in innenstadtnaher Lage am Wasser bergen ein hohes Potenzial für Konversion und Stadtentwicklung. Durch eine Beteiligung am Städtebauförderungsprogramm sollen daher u.a. die Siedlungsstruktur neu entwickelt, Wohn- und Arbeitsverhältnisse gestärkt, die brachliegenden Flächen neuen innovativen Nutzungen zugeführt sowie ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz geleistet werden.


Untersuchungsgebiet

In der Hansestadt Lübeck liegt, gegenüber dem UNESCO-Welterbe Lübecker Altstadt, ein Teil des Lübecker Hafens. Dieses Gebiet liegt an der Trave und dem Stadtgraben und ist durch Bahntrassen und Wasserläufe stadträumlich von den umliegenden Quartieren abgetrennt. In den vergangenen Jahren wurde dieses südliche Hafenareal verstärkt durch Brachflächen und Leerstände geprägt, was durch die Nordwanderung des Hafens sowie veränderte Logistikströme ausgelöst wurde. Gleichzeitig siedeln sich erste kulturelle Nutzungen im Gebiet an, die dem vorher in der Stadtöffentlichkeit kaum beachteten Quartier eine andere Wahrnehmung und Bedeutung zukommen lassen. Auch im unmittelbaren Umfeld auf der Nördlichen Wallhalbinsel haben sich vermehrt Unternehmen aus der Kultur- und Medienbranche niedergelassen. Zahlreiche als Baudenkmal anerkannte Industriehallen, ehemalige Schlachthofanlagen sowie ergänzende Bauwerke geben dem untergenutzten Quartier heute einen ganz eigenen Charme.


Vorbereitende Untersuchungen Lübeck Nordwest

Die Hansestadt Lübeck hat für das Gebiet „Nordwest“ im Stadtteil St. Lorenz Nord vorbereitende Untersuchungen nach § 141 BauGB eingeleitet. Dies umfasst v.a. die Bereiche Roddenkoppel, das ehemalige Schlachthofgelände beidseitig der Bahntrasse sowie das Struckbachtal. Mit diesem Verfahren werden die Beschaffenheit des Gebiets ermittelt, Erkenntnisse über die Eigentümerstruktur und die fachplanerischen Rahmenbedingungen gewonnen sowie städtebauliche Missstände nach BauGB geprüft. Dadurch soll festgestellt werden, ob zur Transformation dieses Gebiets ein Sanierungsgebiet nach BauGB festgelegt werden kann. Zusätzlich wird ein Integriertes Entwicklungskonzept erarbeitet, um mögliche Zielsetzungen für die Entwicklung zu ermitteln.  Den Geltungsbereich des Untersuchungsgebiets finden Sie hier.

 

Beteiligung der Betroffenen sowie der Öffentlichkeit

Ein Impuls für den Prozess wurde im Jahr 2018 durch die Standortkonferenz der IHK zu Lübeck in Kooperation mit dem ArchitekturForum, der Fachhochschule Lübeck und der Hansestadt Lübeck gegeben. Mit rund 100 Teilnehmer:innen wurde über mögliche Zukunftsperspektiven des Raumes diskutiert und erste Handlungsansätze erarbeitet. Im Jahr 2019 hat der Bürgerdialog “LÜBECK überMORGEN” zahlreiche Ideen und Anregungen für die künftige Entwicklung der Stadt gesammelt. Die Workshops wurden in allen Stadtteilen Lübecks durchgeführt. Auch für den Stadtteil St. Lorenz Nord wurden zahlreiche Anregungen von den Bürger:innen erarbeitet und eingebacht. Diese Informationen und Wünsche sind eine Basis für die anstehenden Planungen. Im Rahmen des Verfahrens wird eine umfassende Bürgerbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt, die über die nach BauGB vorgesehene Beteiligung hinausgeht. Daher werden im weiteren Prozess unterschiedliche Akteure der Stadt, wie die Eigentümer:innen, die Bewohner:innen sowie die interessierte Öffentlichkeit zu Informationsveranstaltungen und Workshops eingeladen.

 

11.05.2022 | Öffentliche Auftaktveranstaltung

Die öffentliche Auftaktveranstaltung findet am 11. Mai 2022 um 18:30 Uhr statt.
Ort: Schuppen 6, An der Untertrave 47a, 23552 Lübeck

Kommen Sie vorbei und informieren Sie sich! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In der zweiten Jahreshälfte 2022 sowie im Jahr 2023 werden weitere öffentliche Veranstaltungen folgen, um den Prozess zur Erarbeitung eines integrierten Entwicklungskonzepts durch eine intensive öffentliche Beteiligung zu begleiten.

 

Pressemitteilung vom 2.5.2022

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