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Bäume auf dem Jerusalemsberg

Ein Teil der Lübecker Geschichte

Die alten Bäume auf dem Jerusalemsberg wachsen auf einem aus religiösen Gründen schon vor über 500 Jahren aufgeschütteten Hügel. Sie stehen wegen ihrer kulturhistorischen Bedeutung schon seit 1925 unter Schutz.

 

Standort

Lübeck-St. Gertrud
Jerusalemsberg
Geo-Koordinaten:
53.880876, 10.696035

 

 

Vorkommen

Die Stieleiche (botanisch: Quercus robur) ist in Europa und im Kaukasus verbreitet, in Mitteleuropa vom Norddeutschen Tiefland bis in die Alpen. Die Baumart verträgt auch feuchtere Standorte, gilt damit als 'Eiche der Tallagen'.

Erläuterungen zur Winterlinde siehe Lindenallee zum Gut Strecknitz

 

 

Merkmale

Eine Stieleiche kann bis zu 45m hoch werden und ein Alter bis zu 1000 Jahre erreichen. Bei freiem Wuchs kann sie eine breite Krone mit kräftigen Ästen entwickeln. Typisch ist ihre tief gefurchte Borke.

 

 

Wissenswertes

Einige der Eichen wachsen hier seit 300 Jahren, sind aber teilweise nur noch als Torso, also ohne Baumkrone, erhalten. Auch zwei etwa 200 Jahre alte Winterlinden gehören zur geschützten Baumgruppe. Aufgrund ihrer kulturhistorischen Bedeutung wurden die hohlen Eichen in frühen Zeiten ausgemauert oder mit Beton gefüllt, um sie länger zu erhalten. Diese Methode wird heutzutage nicht mehr angewendet. Alle Bäume werden aber regelmäßig auf ihre Standfestigkeit untersucht und ggf. behutsam beschnitten.

 

 

Historie

Der im Jahr 1493 aufgeschüttete Jerusalemsberg bildet mit seinem alten Baumbestand und dem nischenartigen Denkmal die Endstation eines Prozessionsweges, gestiftet vom Lübecker Ratsherrn Constin nach einer Wallfahrt. Die ursprüngliche Form des Hügels wurde 1813 von den Franzosen zu Verteidigungszwecken etwas verändert. Am Ausgangspunkt des Kreuzweges in der Altstadt ist die Relieftafel an der Nordfassade der Jakobikirche erhalten.

Foto: ©Fotoarchiv der Hansestadt Lübeck

 

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