Feste Fehmarnbeltquerung
Eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands und Nordeuropas
Der Bau der Festen Fehmarnbeltquerung (FFBQ) ist derzeit eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands und Nordeuropas. Der Großraum Kopenhagen/Malmö und die Metropolregion Hamburg werden nicht nur näher aneinanderrücken, sondern haben mittelfristig das Potential, zu einem bedeutenden europäischen Wirtschaftsraum zusammenzuwachsen. Eingebettet in die Transeuropäischen Netze der Europäischen Union (TEN) ist die FFBQ im Rahmen der Skandinavisch-Mediterranen Achse (ScanMed-Korridor) von Skandinavien bis Sizilien ein weiterer Baustein zur Weiterentwicklung und Vertiefung des europäischen Integrationsprozesses, der nicht nur auf die Entwicklung des europäischen Binnenmarktes abzielt, sondern ebenso zur Verbesserung des sozialen Zusammenhaltes innerhalb der EU beitragen soll.
Die Hansestadt Lübeck liegt exakt auf dieser Achse und hat die einmalige Chance, von dieser Entwicklung zu profitieren und sich als größtes Oberzentrum der Region neben den beiden Metropolen zu etablieren.
Das Vorhaben
Weitere Informationen sind zu finden bei
Femern A/S
Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus
Deutsche Bahn
DEGES
Die Hansestadt Lübeck hat unter anderem in folgenden Berichten die FFBQ zum Gegenstand:
Gutachten Bahnknoten LübeckStellungnahme Planfeststellungsverfahren (VO/2024/13553)
Bericht Teilkonzept 1 – Gewerbeflächenentwicklungskonzept (VO/2013/00524)
Die FFBQ verbindet als Tunnelbauwerk auf einer Länge von 18,5 km die Inseln Fehmarn auf deutscher Seite mit Lolland auf dänischer Seite. Geplant ist die FFBQ für die Nutzung als vierspurige Autobahn und als zweigleisige elektrifizierte Eisenbahnverbindung. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2029 vorgesehen.
Im Rahmen eines Staatsvertrages zwischen Deutschland und Dänemark ist die deutsche Seite die Verpflichtung eingegangen, die Hinterlandanbindung zu ertüchtigen bzw. auszubauen. Geplant ist der zweigleisige elektrifizierte Ausbau zwischen Lübeck und Puttgarden auf einer Länge von 88 km und der vierspurige Ausbau der B 207 (E47) zwischen Heiligenhafen und Puttgarden. Der Schienenverkehr auf Lübecker Stadtgebiet soll weitestgehend auf bestehenden Gleisen abgewickelt werden.
Übergesetzlicher Lärmschutz
Mit Bundestagsbeschluss vom 02.07.2020 wurden 230 Millionen Euro für einen deutlich höheren Lärmschutz entlang der Schienenstrecke Fehmarn bis Lübeck-Moisling beschlossen, der ansonsten gesetzlich vorgeschrieben ist. Davon entfallen 50 Millionen Euro für Lärmschutzmaßnahmen auf dem Lübecker Stadtgebiet. Die Ergebnisse der öffentlichen Bürger:innen-Beteiligung zur Gestaltung der Lärmschutzwände in Lübeck finden Sie auf der Projektseite der Deutschen Bahn
Titelbild Quelle: Femern A/S
Gutachten Bahnknoten Lübeck
Gutachten der TU Braunschweig zum „Bahnknoten Lübeck – Herausforderungen und Potenziale" vor dem Hintergrund der Festen Fehmarnbeltquerung (FFBQ)