Glossar zur Digitalisierung

Begriffe und Erklärungen von A – Z

 

Accelerator

Der Begriff „Accelerator“ stammt aus dem englischen Wortschatz und findet vorrangig in der Startup-Welt Verwendung.
Im deutschen Sprachraum gibt es jedoch keine direkte Übersetzung – am ehesten scheint die Bezeichnung „Beschleuniger“ die Bedeutung zu treffen, denn Accelerators sind meistens Institutionen, die Startups innerhalb eines festgelegten Zeitraums durch intensives Coaching unterstützen und so den Entwicklungsprozess stark beschleunigen und vorantreiben können.

Quelle

 

 

Antrags- und Fallmanagement (AFM)

Antrags- und Fallmanagement  („IntelliForm“-Technologie)

 

 

aufsuchende Angebote

damit sind Beteiligungsangebote gemeint, die nicht an einem Veranstaltungsort (Schule, Sporthalle, usw.) stattfinden, sondern an den Orten an denen sich die Zielgruppe üblicherweise aufhält. Ein aufsuchendes Beteiligungsangebot für die Zielgruppe Grundschulkinder würde beispielsweise im eigenen Klassenzimmer stattfinden. Wesentlich ist, dass das Angebot zu den Menschen kommt und nicht wie bei einem klassischen Beteiligungsangebot die Menschen zum Veranstaltungsort kommen müssen. So können auch Zielgruppen ihre Ideen einbringen, die keine Zeit finden zum Veranstaltungsort zu kommen.

 

 

Block-Chain

Technisch stellt die Blockchain ("Blockkette") eine dezentrale Datenbank dar, die im Netzwerk auf einer Vielzahl von Rechnern gespiegelt vorliegt. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Einträge in Blöcken zusammengefasst und gespeichert werden. Durch einen von allen Rechnern verwendeten Konsensmechanismus wird die Authentizität der Datenbankeinträge sichergestellt. Eine Blockchain-Datenbank kann als dezentrales Buchungssystem dienen, um jegliche Arten von Eigentumsrechten digital zu organisieren, z.B. Grundbücher oder Unternehmensanteile (Aktie). Da die Dezentralität Intermediäre potenziell verzichtbar macht, könnte die Blockchain zukünftig in vielen Bereichen zum Einsatz kommen und als disruptive Technologie bisher etablierte Verfahren und Technologien verdrängen. Wesentliche Treiber der Entwicklung sind Effizienzgewinne bei etablierten Prozessabläufen (z. B. im Nachhandel von Wertpapieren) und damit auch erhebliche prognostizierte Kosteneinsparungen.

Quelle

 

 

Communitynetz

Mit einem Communitynetz ist ein Netzwerk gemeint, dass jedem auf einfache Weise ohne Zugangsbeschränkung zugänglich ist. Im Gegensatz dazu ist das Produktivnetz ein Netzwerk bei dem der Zugang beschränkt ist. In einem Produktivnetz gibt es wesentlich höhere Anforderungen an Verfügbarkeit und Sicherheit als in einem Communitynetz. Somit eignet sich ein Produktivnetz für sicherheitsrelevante Informationen oder solche, die für den Geschäftsbetrieb von Unternehmen essenziell sind. Die Anforderung gilt jedoch nicht für den privaten Feuchtigkeitssensor der Zimmerpflanze. Aus diesem Grund würde ein privater Sensor in ein Communitynetz eingebunden.

 

 

Dashboard

(auch Management-Cockpits oder Kennzahlen-Cockpits)

Ziel eines Dashboards ist die übersichtliche, aufbereitete Darstellung komplexer Unternehmensdaten, insb. von (Finanz-) Kennzahlen. Die Ansicht entspricht i.d.R. genau einer Seite bzw. Bildschirmansicht und verdichtet relevante Zahlen/Fakten auf eine dem Adressaten gerechte Ebene, die dessen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollaufgabe im Unternehmen unterstützt. Dashboards können daher sowohl strategische als auch taktische oder operative Daten beinhalten. Die Darstellung wird grafisch unterstützt und weist in Größe, Art und Anordnung der Einzelbilder eine Ähnlichkeit mit den Anzeigen und Steuerungselementen eines Flugzeug-Cockpits auf. So werden häufig Tachometer-Abbildungen mit farblicher Kennzeichnung der (un-)kritischen Bereiche einer Kennzahl verwendet. Ebenso finden sich Darstellungen wie Balken-, Säulen- oder Kuchendiagramme, die im Standard-Reporting gebräuchlich sind.

Quelle

 

 

digitale Ökosysteme

(auch Internet of Things oder Internet der Dinge)

Es ist ein komplexes Wirkungsgefüge das aus nicht organischen Entitäten (z.B. Maschinen, Sensoren, Applikationen etc.) besteht.

Quelle 1 Quelle 2

 

 

eAkte

ist eine logische Zusammenfassung sachlich zusammengehöriger oder verfahrensgleicher Vorgänge und/oder Dokumente, die alle aktenrelevanten E-Mails, sonstigen elektronisch erstellten Unterlagen sowie gescannten Papierdokumente, die sogenannten Schriftstücke (Dateien) umfasst und so eine vollständige Information über die Geschäftsvorfälle eines Sachverhalts ermöglicht. Beispielsweise ist die ePersonalakte eine fachspezifische eAkte für den Bereich Personal- und Organisationsservice, gleiches gilt für die elektronische Bauakte für den Fachbereich 5.

Quelle

 

 

Einer für Alle (EfA)

"Einer für Alle" (EfA) bedeutet, dass ein Land oder eine Allianz aus mehreren Ländern eine Leistung zentral entwickelt und betreibt – und diese anschließend anderen Ländern und Kommunen zur Verfügung stellt, die den sogenannten EfA-Dienst dann mitnutzen können. Hierfür müssen sie sich nur mittels standardisierter Schnittstellen anbinden. Die Kosten für Betrieb und Weiterentwicklung des EfA-Dienstes teilen sich die angeschlossenen Länder und Kommunen.

Weitere Infos hier

 

 

Geoinformationssystem

computergestütztes Informationssystem, das aus Software, Hardware, Daten und deren Anwendung besteht. Aufgabe von geografischen Informationssystemen ist die digitale Erfassung räumlicher Daten, deren Redigierung, Speicherung, Reorganisierung, Modellierung, Analyse sowie ihre grafische und alphanumerische Präsentation. Zielsetzung eines geografischen Informationssystems ist es, verschiedenste räumliche Bezugsflächen (von topografischen Elementen über administrative Bezirke bis hin zu speziell definierten Gebietseinheiten der Marktforschung, der postalischen Zustellbereiche, des Arbeitsmarktes etc.) mit räumlich verorteten Daten der unterschiedlichsten Bereiche zu verknüpfen. Dadurch sollen räumliche Struktur- und Verflechtungsanalysen sowie Modellberechnungen durchgeführt und in Form von Listen, Tabellen, Diagrammen und v.a. Karten ausgegeben werden.

Quelle

 

 

Intermediär

Begriff, der mit der Verbreitung des Electronic Business entstanden ist, steht für die Einschaltung von Absatzmittlern und Absatzhelfern in die Wertkette. Für die Abwicklung von Realgüter-, Nominalgüter- und Informationsströmen (Handelsfunktionen) werden mit elektronischer Technik arbeitende Dienstleister eingeschaltet.

Quelle

 

 

Internet der Dinge

bezeichnet die Vernetzung von Gegenständen mit dem Internet, damit diese Gegenstände selbstständig über das Internet kommunizieren und so verschiedene Aufgaben für den Besitzer erledigen können. Der Anwendungsbereich erstreckt sich dabei von einer allg. Informationsversorgung über automatische Bestellungen bis hin zu Warn- und Notfallfunktionen.

Quelle

 

 

Interoperabilität

Als Interoperabilität bezeichnet man die Fähigkeit zur Zusammenarbeit von verschiedenen Systemen, Techniken oder Organisationen. Dazu ist in der Regel die Einhaltung gemeinsamer Standards notwendig. Wenn zwei Systeme miteinander vereinbar sind, nennt man sie auch kompatibel.

 

 

Key Performance Indicators (KPIs)

Mit dem engl. Begriff „key performance indicators“ werden in der Betriebswirtschaftslehre allg. Kennzahlen bezeichnet, die sich auf den Erfolg, die Leistung oder Auslastung des Betriebs, seiner einzelnen organisatorischen Einheiten oder einer Maschine beziehen. 

Quelle

 

 

Konzern Hansestadt Lübeck

Mit diesem Begriff ist die Kernverwaltung der Hansestadt Lübeck inklusive der Tochtergesellschaften und der Eigenbetriebe gemeint. Dieser Begriff ist nicht mit der privatwirtschaftlichen Legaldefinition § 18 AktG gleichzusetzen. 

 

 

Kommunalen OSI-Plugin (KOP)

Mit dem - mit einer Open-Source Lizenz entwickelten - „Kommunalen OSI-Plugin“ (KOP) sollen zunächst die Kommunen in Schleswig-Holstein ein zentrales Werkzeug an die Hand bekommen, mit denen sie Anträge aus Online-Diensten, die mit IntelliForm (AFM) oder Formsolutions gebaut werden, bearbeiten können. Die Architektur des KOP ist so ausgelegt, dass durch die Entwicklung eines entsprechenden Adapters auch Formulardaten aus anderen Quellen übernommen werden können (z.B. FitConnect). Das KOP leitet über eine entsprechende Zuständigkeitsfindung (ZufiSH, Active Directory d. Kommunen) die eingehenden Anträge in die zuständige Kommune zum bearbeitenden Mitarbeiter:innen.

 

 

Long Range Wide Area Network (LoRaWAN)

LoRa ist ein offener Funkstandard für ein Low Power Wide Area Network (LPWAN) für nur kleine Datenmengen und dafür eine hohe Reichweite. LoRaWAN ist die Bezeichnung für ein Funknetzwerk auf Basis von LoRa. LoRa und nutzt Frequenzbänder aus den lizenzfreien ISM-Bändern. Damit kann ein LoRaWAN eine Alternative oder Ergänzung zum klassischen Mobilfunknetz mit zentralem Netzbetreiber sein. Als Abgrenzung zum klassischen Mobilfunk wird ein LoRaWAN auch als 0G-Netz bezeichnet. 

Quelle

 

 

Machine-to-Machine

steht für den automatisierten Informationsaustausch zwischen Endgeräten wie Maschinen, Automaten, Fahrzeugen oder Containern untereinander oder mit einer zentralen Leitstelle, zunehmend unter Nutzung des Internets und den verschiedenen Zugangsnetzen, wie dem Mobilfunknetz. Eine Anwendung ist die Fernüberwachung, -kontrolle und -wartung von Maschinen, Anlagen und Systemen, die traditionell als Telemetrie bezeichnet wird. Die M2M-Technologie verknüpft dabei Informations- und Kommunikationstechnik.

Quelle

 

 

medienbruchfrei

Erfolgt bei der Übertragung von Informationen innerhalb der Übertragungskette ein Wechsel des Mediums, so wird von einem Medienbruch gesprochen. Medienbrüche bergen die Gefahr der Informationsverfälschung und ziehen eine Verlangsamung der Informationsbearbeitung nach sich. 

Quelle

 

 

Middleware

Softwareschicht, die Kommunikationsdienste für verteilte Anwendungen über Standardschnittstellen bereitstellt und damit eine Integration der Anwendungen und ihrer Daten ermöglicht. Klassischerweise gibt es eine Datenschicht (Southbridge) die ihre Daten an die Middelware liefert. Innerhalb der Middelware werden diese bisher unterschiedlichen Daten vereinheitlicht (standardisiert), sodass sie in der übergeordneten Visualisierungs/Benutzerschicht beliebig verknüpft werden können. 

Quelle

 

 

Near Field Communication (NFC)

Abk. für Near Field Communication; internationaler Standard zum kontaktlosen Austausch von Daten über kurze Strecken (bis 4 cm). NFC-Technologie wird seit 2012 auf SparkassenCards zur Zahlung von Kleinbeträgen (bis zu 20 Euro) eingesetzt. Zunehmend werden auch Smartphones mit NFCTechnologie ausgestattet. 

Quelle

 

 

On-demand

ist ein Konzept, bei dem der Kunde den Wunsch einer bestimmten Leistung äußert, der Anbieter stellt diese Leistung daraufhin zu definierten Kondizionen zur Verfügung. Dieses Konzept lässte sich beliebig auf unterschiedliche (Dienst- ) Leistungen übertragen z.B. Audio-on-Demand, Video-onDemand oder Mobility-on-Demand. 

 

 

Online Ticketing

ist die Möglichkeit Ticktes nicht nur physisch am Schalter kaufen zu können, sondern auch digital im Internet.

 

 

open by default / open by design

Standardmäßig offene Daten – Förderung der Erwartung, dass Verwaltungsdaten unter Beibehaltung des Schutzes der Privatsphäre öffentlich gemacht werden; 

 

 

Online-Service-Infrastruktur (OSI)

Die Online-Service-Infrastruktur (OSI) von der Dataport AöR entwickelte und betriebene Plattform zum Anbieten kommunaler Dienste, z.B. dem Service-Konto.

Weitere Infos: https://www.dataport.de/was-wir-bewegen/portfolio/osi/

 

 

Produktivnetz

Mit einem Produktivnetz ist ein geschlossenes Netzwerk gemeint, mit Zugangsbeschränkung gemeint. In einem Produktivnetz gibt es wesentlich höhere Anforderungen an Verfügbarkeit und Sicherheit als in einem Communitynetz. Somit eignet sich ein Produktivnetz für sicherheitsrelevante Informationen oder solche, die für den Geschäftsbetrieb von Unternehmen essenziell sind. Im Gegensatz existiert ein Communitynetz (siehe Glossar). Die beschriebenen Anforderungen gelten jedoch nicht für den privaten Feuchtigkeitssensor der Zimmerpflanze. Aus diesem Grund würde ein privater Sensor in ein Communitynetz eingebunden.

 

 

"quick response"-Code (QR-Code)

QR-Codes sind 2D-Codes, die von Handys, Smartphones und Tablets eingescannt und ausgelesen und in denen Webadressen, Telefonnummern, SMS und freier Text untergebracht werden können. Sie verbinden physische und virtuelle Welt und spielen u.a. im Publikationswesen und im Marketing eine Rolle.

Quelle

 

 

revers Mentoring

Beim sogenannten Reverse Mentoring werden die Rollen des klassischen Mentorings getauscht: Jetzt coacht der Junior:in die oder den Senior:in – alt lernt von jung. Die Lernpyramide wird so auf den Kopf gestellt, gleichzeitig steigt durch den Perspektivwechsel der Wissenstransfer und Vorurteile werden abgebaut. Revers Mentoring dient also dazu einen Dialog zwischen den Generationen herzustellen und die ältere mit der Lebenswelt der nachwachsenden Generation vertraut zu machen. Im Gegenzug profitieren junge von den wertvollen Erfahrungen der ältern. So gelingt es Bürger:innen (egal welchen Alters) für langfristig auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. 

Quelle

 

 

Sharing

Sharing (dt.: gemeinsame Benutzung, Mitbenutzung, teilen) ist die geteilte Nutzung von ungenutzten Ressourcen, z.B. Wohnraum oder einem freien Sitzplatz im PKW.

 

 

Smart Grid

bezeichnet die Vernetzung der Stromverbraucher und der Stromerzeuger untereinander, um über eine dezentrale Steuerung die Elektrizitätsversorgung und den -verbrauch zeitlich zu optimieren. 

Quelle

 

 

Urban Data Portal

Ein Urban Data Portal ist eine Middelware, die es ermöglicht unterschiedliche Daten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Sensornetzwerken beliebig mit einander zu verknüpfen. Üblicherweise ist mit dieser Middelware eine Geo-Datenportal zur Visualisierung verbunden. So wird es beispielsweise möglich Unfallstatistiken direkt in eine Karte zu übertragen und Bürger:innen, Wirtschaft und anderen Verwaltungsorgangen transparent zur Verfügung zu stellen.

 

 

Virtual Reality (VR)

Virtuelle Realität (Virtual Reality, VR) ist eine computergenerierte Wirklichkeit mit Bild (3D) und in vielen Fällen auch Ton. Sie wird über Großbildleinwände, in speziellen Räumen (Cave Automatic Virtual Environment, kurz CAVE) oder über ein Head-Mounted-Display (Video- bzw. VR-Brille) übertragen. Bei Mixed Reality wird entweder Realität erweitert (Augmented Reality), wobei für die Darstellung und Wahrnehmung eine AR-Brille (oft Datenbrille genannt) benötigt wird, oder aber Virtualität, im Sinne der Kopplung mit der Realität. 

Quelle

  

 

Zuständigkeitsfinder Schleswig-Holstein (ZuFiSH)

ZuFiSH ist ein gemeinsames Portal des Landes Schleswig-Holstein, der Kommunen und der Wirtschaftskammern des Landes, in dem diese mit ihren Organisationsstrukturen und Zuständigkeiten abgebildet sind. Die Informationen umfassen Beschreibungen und Leistungen der zuständigen Stellen bis hin zu Ansprechpersonen, Telefonnummern und Öffnungszeiten. Zurzeit sind etwa 1.000 Verwaltungsleistungen mit etwa 4.000 zuständigen Stellen in den Verwaltungsgebieten Schleswig-Holsteins verknüpft.

Weitere Infos: https://zufish.schleswig-holstein.de/

  

Das könnte Sie auch interessieren