Buddenbrookhaus

Das NEUE Buddenbrookhaus

Ein neues Zuhause für Buddenbrooks

Bauen im Welterbe

Die Hansestadt Lübeck ist die Bauherrin des Projekts „Das NEUE Buddenbrookhaus", die Kulturstiftung Hansestadt Lübeck vertritt die Interessen der Nutzerin. In einem offenen, europaweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb hat sich der Entwurf von TMH S Architekten als Sieger durchgesetzt. Die zusammenzulegenden Gebäude in der Mengstraße 4 und 6 liegen in der Pufferzone des UNESCO-Welterbes Lübecker Altstadt, unmittelbar gegenüber von St. Marien, der Mutter europäischer Backsteingotik. Auch stehen Teile der Bestandsgebäude unter Denkmalschutz. Zukünftig wird ein Neubau die denkmalgeschützten Gebäudeteile so integrieren, dass ein geeinter, moderner Museumsbau entsteht, der die Historie respektiert und in seiner Fassadengestaltung die Parzellierung der Häuser weiterhin abbildet. Eine Blende mit dem Schriftzug „Was – ist – das?" zitiert den ersten Satz des namensgebenden Romans „Buddenbrooks".

Grundrisse & Studie

Grundrisse zum Wettbewerb 2018
Plan 1*
Plan 2
Plan 3
Plan 4
Baugenehmigung

*Hinweis: Planzeichnung 1 des Kellers im Wettbewerbsergebnis entspricht nicht mehr dem aktuellen Planungs-/Bauantragstand. Die Eingriffe in die Kellergewölbe wurden reduziert, die Haustechnik aus dem historischen Keller außerhalb des Gebäudes verlegt. Aktueller Planungsstand siehe Skizze.

Weltliteratur und Kulturtourismus

Als weltweit einzige Gedenkstätte für die Schriftstellerfamilie Mann zählt das Buddenbrookhaus zu den bedeutendsten und am meist frequentierten Kulturdestinationen in Norddeutschland. Die Ausstrahlung des Hauses reicht weit über die Region hinaus: Entsprechend der Weltgeltung des Romans „Buddenbrooks", der in 40 Sprachen übersetzt wurde, stammen mehr als 90% der Museumsbesucher:innen nicht aus Lübeck. Dieser kulturtouristischen Bedeutung des Hauses folgt das Land Schleswig-Holstein, das die Erneuerung des Buddenbrookhauses mit etwa 70% der Baukosten fördert.

Weitere Mittel zur Realisierung des Projekts „Das NEUE Buddenbrookhaus" stellen der Bund, die Hansestadt Lübeck, zahlreiche Stiftungen und private Spender:innen bereit. Die weit überregionale Ausstrahlung des „NEUEN Buddenbrookhauses" inklusive seiner regionalwirtschaftlichen Effekte wurde durch eine unabhängige Machbarkeitsstudie bestätigt: Machbarkeitsstudie NIT vota 2016

Einblicke in den Gewölbekeller

Langwährende Diskussionen um die Erschließung des historischen Untergeschosses konnten in einem Begleitarbeitskreis der Lübecker Bürgerschaft beigelegt werden: Zukünftig werden nicht nur alle Gewölbedecken des Kellers erhalten und saniert werden können, sondern auch für die Öffentlichkeit zu besichtigen sein. War der eindrucksvolle Keller der Mengstraße 6 bisher öffentlich nicht zugänglich, wird er durch den Museumsbau fortan für alle Interessierten einsehbar und als museumspädagogischer Seminarraum erlebbar sein.

Bilder der Baustelle geben einen ersten Eindruck von der besonderen Atmosphäre des Ortes:

Derselbe Kellerraum mit Blickrichtung zur Mengstraße hin. Gut zu erkennen sind die historischen Bodenplatten aus Öland, die nummeriert und kartiert wurden, um sie nach der Erneuerung des Museums an Ort und Stelle wieder zu verlegen.
Der Durchgang zwischen den Kellern aus Perspektive der Mengstraße 6. Gut zu erkennen ist rechts von der gemauerten Öffnung eine erhaltene Lichtnische.

Geplante Baumaßnahmen

Die Baumaßnahmen beginnen im Januar 2026 mit vorbereitenden Maßnahme für die Translozierung. Dies sind u.a. der Teilabbruch im Inneren der Häuser, der Ausbau der Fenster und deren Einlagerung und der Bau einer Behelfsabdichtung zum Schutz der denkmalgeschützten Kellersubstanz. Darauf folgt die Translozierung der Fassade Mengstraße 6. Geplant ist es, die Fassade in 4 Teilabschnitte zu unterteilen und auf dem Marienkirchhof bis zu ihrem Wiedereinbau zu lagern.

Als zweiter Abschnitt wird die Fassade der Mengstraße 4 durch ein Stahlgerüst gegen Kippen gesichert, damit der dahinterliegende Bau abgerissen werden kann.

Der Abbruch der beiden Gebäude Mengstraße 4+6 wird dann im Anschluss Anfang 2027 stattfinden. Zur Sicherung der Rettungswege werden im Januar 2026 an ausgesuchten Gebäude interime Fluchttreppen errichtet.