Soziales Lernen in Schule
Individuelle und soziale Kompetenzen
Das Lübecker Projekt „Soziales Lernen in Schule" will Bildungsbenachteiligungen in Schule mit sozialem Lernen in Form von Gesundheitsförderung und Präventionsmaßnahmen zur Entwicklung individueller und sozialer Kompetenzen begegnen. Unter dem Motto „Ohne Bindung keine Bildung" ist das Kernziel die Verbesserung des Klassen- und Schulklimas für alle in Schule Beteiligten.
Ziel ist die Einführung eines Sozialcurriculums an jeder Schule, in dem individuell für die jeweilige Schule alle Maßnahmen zur Förderung der Gesundheits- und Sozialkompetenz in einem Konzept zusammengefasst werden.
Historie und Fachinformationen
Im Juni 2018 wurde das Konzept „Soziales Lernen in Lübecker Schulen" durch die Steuer- und Arbeitsgruppe verabschiedet und im Herbst 2018 Lübecker Stiftungen und Krankenkassen vorgestellt. Am 6.11.18 fand der Fachtag „Klimawandel in der Schule. Soziales Lernen als Konzept" mit Prof. Burow (Wertschätzende Schulleitung) und Soziologin Fr. Bartsch (Sozialcurriculum) für die Schulen statt.
Am 21. Oktober 2019 fand ein Fachtag zum Programm „Lubo aus dem All!" zur Förderung sozial-emotionaler Basiskompetenzen statt. Interessierte Grundschulen können das Programm an ihrer Schule einführen (Ausschreibung Grundschulen) und von der Schulpsychologin Frau Valeria Schulz begleitet werden.
Präventions- und Interventionskonzept
Ziel ist die Einführung eines Sozialcurriculums an jeder Schule, in dem individuell für die jeweilige Schule alle Maßnahmen zur Förderung der Gesundheits- und Sozialkompetenz in einem Konzept zusammengefasst werden. Als Basis für die Entwicklung des Präventions- und Interventionskonzepts dient der Leitfaden des IQSH.
Unterstützung können Schulen beim Institut für Qualitätsentwicklung Schleswig-Holstein (IQSH) erhalten, z.B. zur Durchführung von Fortbildungen, Schulentwicklungstagen oder als individuelle schulische Beratung.
In Lübeck wurde bereits an vielen Schulen ein Sozialcurriculum eingeführt. In das Sozialcurriculum fließen interne schulische Angebote wie Klassenrat, Konfliktlots:innen/Streitschlichtung, Sozialkompetenztrainings etc. ein, die durch externe Angebote von freien Trägern der Jugendhilfe, Präventionsfachstellen oder Krankenkassen ergänzt werden. Die Programmangebote wurden durch die Bereiche Jugendarbeit/Kinder- und Jugendschutz und den Bereich Schule und Sport/Bildungsmanagement einer Qualitätsprüfung unterzogen. Finanziert werden die Programme durch Krankenkassen, Stiftungen und Projektmittel Schulsozialarbeit.
Klassenklima
Zur Beurteilung des Klassenklimas kann eine Leonie-Befragung für die Jg. 3 bis 8 durchgeführt werden, die auf Basis einer Befragung der Bundeszentrale für politische Bildung für die Leonie-Plattform in einfacher Sprache durch die Schulsozialarbeit angepasst wurde. Der Zeitrahmen beträgt etwa eine Stunde für die Befragung, die Auswertung erfolgt durch Leonie.
Die Projektsteuergruppe besteht aus dem Schulamt, Bereich Jugendarbeit/Kinder- und Jugendschutz und Bereich Schule und Sport/Bildungsmanagement und wird unterstützt durch eine Arbeitsgruppe aus Fachleuten der Jugendhilfeplanung, Kooperativen Erziehungshilfe, Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holsten (IQSH), Gesundheitsförderung und Suchthilfekoordination des Gesundheitsamtes, Schulpsychologische Beratungsstelle und der Serviceagentur „Ganztägig lernen".
Kontakt
Lubo aus dem All!:
Schulpsychologische Beratungsstelle: Valeria Schulz, valeria.schulz@luebeck.de, Tel.: 0451/122-4062
Programme Soziales Lernen:
Bereich 4.401 Schule und Sport, Nicole Maas, Tel: 0451/122-4071, nicole.maas@luebeck.de
Bereich 4.513 Jugendarbeit, kinder-jugendschutz@luebeck.de
Constanze Otte, Tel: 0451/122-5127
Leonie-Befragung Klassenklima:
Bereich 4.401 Schule und Sport, Bildungsmanagement-Schulsozialarbeit
Dierk Pagenkopf, Tel.: 0151/16154357, dierk.pagenkopf@luebeck.de