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Geflüchtete

Unterbringung und Leistungen

Die Flüchtlingsunterbringung ist für die Aufnahme von zugewiesenen Geflüchteten aus der Erstaufnahmeeinrichtung/den Landesunterkünften des Landes Schleswig-Holstein zuständig. Hierbei handelt es sich um volljährige Einzelpersonen, Familien oder Familienzusammenschlüsse und auch um Familiennachzüge. Außerdem werden auch Spätaussiedler:innen, die durch das Bundesverwaltungsamt zugewiesen werden, aufgenommen.

Die Unterbringung erfolgt in sozialpädagogisch betreuten Gemeinschaftsunterkünften im gesamten Stadtgebiet.

 

Betreuung

Die Betreuung der Geflüchteten erfolgt in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit der Flüchtlingsunterbringung in den städtischen Unterkünften durch das Personal der Betreuungspartner. Das sozialpädagogisch ausgebildete Betreuungspersonal bietet den Geflüchteten Begleitung und Hilfestellungen in allen Lebensbereichen (z.B. Haushaltsführung, Bürokratie, gesundheitliche Belange u. ä.) an.

Betreuungspartner in Lübeck:

Gemeinschaftsunterkunft - DRK Kreisverband Lübeck e.V.

Obdach und Asyl - Gemeindediakonie Lübeck

 

 

Leistungen für Geflüchtete im Anerkennungsverfahren

Die finanziellen Leistungen für Geflüchtete werden vom Bereich Soziale Sicherungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bewilligt, solange das Anerkennungsverfahren läuft.

Vorgesehen sind sowohl Sach- als auch Geldleistungen, die auf Antrag gewährt werden. Umfasst sind dabei Leistungen für Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Gesundheits- und Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgüter des Haushalts.

 

 

Leistungen für anerkannte Geflüchtete

Geflüchtete, deren Asylverfahren bereits abgeschlossen ist, erhalten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II) beim Jobcenter Lübeck.

 

 

Minderjährige unbegleitete Geflüchtete

Nachweislich minderjährige Geflüchtete, die ohne Begleitung eines verantwortlichen Erwachsenen der Hansestadt Lübeck zugewiesen werden, werden durch den Bereich Jugendamt/Familienhilfen betreut und untergebracht.

 

 

Spätaussiedler:innen

Die Hansestadt Lübeck unterhält zur Aufnahme von Spätaussiedlern, die durch das Bundesverwaltungsamt zugewiesen werden, ein Übergangswohnheim. Die Unterbringung von zugewiesenen Spätaussiedlern erfolgt durch die Flüchtlingsunterbringung. Auch dieser Personenkreis wird durch die Betreuungspartner vor Ort beraten und unterstützt.

Daneben werden sonstige Belange von Spätaussiedlern bearbeitet, u. a. Bescheinigungen nach § 100 BVFG (Bundesvertriebenengesetz) ausgestellt.

Kontaktaufnahme fluechtlingsunterbringung@luebeck.de

 

 

Probewohnen

Als sehr gutes Instrument zur Verselbständigung von Menschen im Asylverfahren und Versorgung mit eigenem Wohnraum hat sich in Lübeck das „Konzept Probewohnen“ bewährt, das 2014 ins Leben gerufen wurde.

Die Probewohnungen werden in einem Wohnungsmix von 1-Personen-Wohnungen bis 5-Personen-Wohnungen oder auch größer in verschiedenen Stadtteilen von Wohnungsunternehmen bzw. Privatpersonen angeboten. Die Wohnungen entsprechen dabei in Qualität und Ausstattung meistens dem allgemeinen einfachen Wohnungsmarkt. Die Miete liegt – soweit es sich um frei finanzierte Wohnungen handelt - innerhalb der für die Hansestadt Lübeck geltenden Mietobergrenzen.

Link zu Soziale Sicherung / Sonstige materielle Hilfen

Liegt der Hansestadt Lübeck ein entsprechendes Probewohn-Wohnungsangebot vor, so wird in Abstimmung mit den Betreuungspartnern geprüft, welche Geflüchteten als Bewohner:innen für die angebotene Wohnung geeignet sind. Die Anmietung der Wohnung erfolgt dann für ein Jahr durch den für die/den Geflüchtete/n zuständigen Betreuungspartner. Verläuft das „Probewohnjahr“ erfolgreich, geht der Mietvertrag auf den/die in der Probewohnung lebende/n Geflüchtete/n über.

Kontaktaufnahme fluechtlingsunterbringung@luebeck.de

 

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