Gebäude und Grundstücke

Wie kann ich zur Vorsorge von Überflutungen helfen?

Man kann auch selbst was machen, um Überschwemmungen zu verhindern. Das Ziel ist es, Schäden zu verhindern oder wenigstens zu verringern. Bei sehr starkem Regen kann die Kanalisation das viele Wasser nicht mehr aufnehmen. 
Gewässer können dann überfluten. 
Zum Beispiel: Flüsse und Seen. 
Das Wasser fließt an noch tiefere Stellen. 
Zum Beispiel:

  • Erd-Mulden
  • Keller
  • Straßen-Unterführungen
  • Straßentunnel 

Auch dort sammelt sich das Wasser und es kann zu Überflutungen kommen. 
In Zukunft müssen wir neue Wege finden, um das Wasser abzuleiten und aufzuhalten. 
Wir müssen auch mehr darauf achten, wie Gebäude und private Häuser vor Wasser geschützt werden können.

Checklisten
Mit diesen Listen prüfen Sie die Gefahr für Ihr Haus.

Oberflächenwasser

Das Das Oberflächen-Wasser kommt durch alle Öffnungen ins Haus.
Zum Beispiel durch:

  • Fenster und Türen
  • Kellerfenster
  • Lichtschächte
  • Kellereingänge
  • Wandöffnungen
  • Schäden am Dach

CHECKLISTE

Rückstau aus dem Kanal

Wenn es in der Kanalisation zu Rückstau kommt, dann läuft das Wasser zurück ins Haus.

CHECKLISTE

Sickerwasser

Das Sickerwasser kann durch undichte Stellen in den Kellerwänden oder Kellerböden ins Haus kommen.
Auch durch fehlende oder kaputte Sickerrohre, kann das Wasser ins Haus kommen.

CHECKLISTE

 

Schutz vor Starkregen: Die Broschüre Regen/Sicher/Lübeck gibt Tipps für Hauseigentümer:innen und Bauwillige. Grafik: ecolo im Auftrag des Umweltbundesamts (FKZ 3716481030)

Eigene Vorsorge ist wichtig
Schäden durch Starkregen, Hochwasser oder Sturmfluten

Im Wasserhaushalts-Gesetz Paragraf 5 Allgemeine Sorgfaltspflichten steht: 
Wenn Sie von Hochwasser betroffen sein können, dann müssen Sie selbst Vorsorge-Maßnahmen treffen.
Das bedeutet:
Bei einem Schaden zahlen Eigentümer:innen die Kosten selbst.
Der Staat, die Länder, Gemeinden oder Städte zahlen nicht für Schäden.
Das gilt für Gebäude und Grundstücke.
Darum ist Vorsorge wichtig.

Schützen Sie Haus und Grundstück durch:

  • bauliche Maßnahmen
  • Verbesserung der vorhanden Schutz-Maßnahmen
  • angepasstes Verhalten
  • den Abschluss passender Versicherungen

Das Bundesamt für Bevölkerungs-Schutz und Katastrophen-Schutz bietet Infomaterial an.
Damit Sie sich über Maßnahmen zur Vorsorge bei Starkregen und Sturzfluten informieren können.

Der Verein Hochwasser-Kompetenz-Centrum hat auch Infomaterial.
Mit dem Hochwasser-Pass können prüfen, ob es an Ihrem Standort Überschwemmung gibt.
Er enthält:

  • eine Analyse vom Standort
    Wie gefährdet sind Haus und Grundstück.
  • eine Bewertung vom Standort
    Ist der Standort vom Haus und Grundstück an einem Ort, wo es Überschwemmungen gibt.
  • eine Empfehlung zu Maßnahmen
    Wie kann man Haus und Grundstück besser vor Überschwemmungen schützen.

Versicherung gegen Elementar-Schäden

Was Elementar-Schäden sind:
Das sind Schäden, die nicht durch eine Person verursacht wurden. Sondern durch die Natur. Dazu gehören auch Hochwasser und Überschwemmung.

Viele Hausbesitzer:innen sind sich über das Risiko durch die Natur nicht bewusst. Und sie glauben, dass das Risiko klein ist.Nur knapp 54 Prozent der Häuser in Deutschland sind gegen Elementar-Schäden versichert.In Schleswig-Holstein sind es sogar nur 41 Prozent.

Wohngebäude-Versicherung und Hausrats-Versicherung 

Diese Versicherungen versichern Schäden durch:

  • Feuer und Leitungswasser
  • den Naturgefahren Sturm und Hagel

Eine zusätzliche Elementarschaden-Versicherung schützt auch vor Schäden durch:

  • Überschwemmung
  • Rückstau aus der Kanalisation.
    Aber nur, wenn die Rückstau-Sicherung nicht kaputt ist.
  • Starkregen
  • Erdsenkung und Erdrutsch
  • Erdbeben
  • Schneedruck

Mehr Infos zu der Elementarschaden-Versicherung bietet der Bund der Versicherten an.
Auch die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein bietet eine Beratung an.
Und gibt Tipps, welche Versicherung Sie haben sollten. 
Außerdem informiert das Land Schleswig-Holstein über: Elementarschäden durch Naturgefahren

Anforderungen an die Heizöl-Lagerung

Wenn Ihr Haus in einem Gebiet für Überschwemmungen liegt. 
Dann gibt es ein hohes Risiko für die Umwelt, durch die Lagerung von Heizöl.
Sie müssen besondere Sicherheits-Anforderungen beachten.
Hier finden Sie mehr Infos zur: 
Lagerung von Heizöl in Gebieten für Überschwemmungen

Förderung von Gründächern

Die Stadt Lübeck möchte eine Schwammstadt werden. Eine Schwammstadt hat viele Gründächer. Das sind Dächer mit Pflanzen darauf. Lübeck unterstützt Menschen dabei, solche Dächer zu bauen.

Warum Gründächer gut sind

Gründächer helfen der Umwelt und der Stadt. Sie kühlen die Luft und halten Regenwasser zurück. Das ist gut für Tiere und Pflanzen. Gründächer schützen auch das Dach und sparen Energie. Wenn es stark regnet, nehmen Gründächer viel Wasser auf. Das entlastet die Kanalisation und hilft, Überschwemmungen zu vermeiden.
Das hat viele Vorteile für die Umwelt und das Haus:

  • Es gibt mehr Platz für Tiere.
    Zum Beispiel für Vögel und Insekten.
    Und es gibt mehr Platz für Pflanzen.
  • Im Sommer wird das Haus nicht so heiß.
    Die Pflanzen kühlen das Dach.
  • Die Pflanzen speichern Regenwasser.
    Das Wasser fließt nicht sofort in die Kanalisation.
  • Die Pflanzen machen die Luft sauberer. Und sie geben Sauerstoff ab.

Das könnte Sie auch interessieren