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Digitalisierung und Gleichstellung

Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten

Die Digitalisierung verändert unsere Lebens- und Arbeitswelt. Dies kann Vorteile (z.B. Vereinbarkeit/Homeoffice) bringen, birgt aber auch Risiken (z.B. zeitlich größere Verfügbarkeit am heimischen Arbeitplatz oder auch digitale Gewalt).

Um Digitalisierung geschlechtergerecht zu gestalten, muss die vielfältige Perspektive von Frauen in die Entwicklungen und Planungen – auch in Lübeck - eingebracht werden.

Der dritte Gleichstellungsbericht der Bundesregierung hat sich intensiv damit beschäftigt und eine von Handlungsempfehlungen für mehr Gleichstellung in der Digitalisierung abgegeben.

Sie haben Ideen, Anregungen oder Fragen dazu ? Dann melden Sie sich gerne bei uns: E-Mail: frauenbuero@luebeck.de oder Tel: 0451-122-1615.

 

Digitalisierungskonzept für Lübeck – Gleichstellungsaspekte

Seit dem 30.01.2020 hat die Hansestadt Lübeck ein Rahmenkonzept für eine dynamische Digitale Strategie (VO/2020/08509), die Verwaltungsmodernisierung und Standortentwicklung verbindet.

Aus Gleichstellungssicht wurde im „Rahmenkonzept Digitale Strategie der Hansestadt Lübeck“ folgende Punkte verankert:

  • grundsätzliche strategische Ziele:
    „Die Hansestadt Lübeck nutzt die digitale Transformation, um Nachhaltigkeit, Transparenz, Beteiligung, Inklusion, Bildung, Innovation, Gendergerechtigkeit, Sicherheit, Bürger:innenorientierung, sowie die Stärkung des Wirtschaftsstandortes und die Lebensqualität in der Stadt zu erhöhen.“ (S.5)
  • strategische Ziele:
    „Die Hansestadt Lübeck strebt an, Frauen und Männer gemäß ihres Anteils an der Bevölkerung bei der Bürger:innenbeteiligung anzusprechen und zu erreichen.“ (S. 31)

    „Gründung eines Beirates „Lübeck digital“ in geschlechterparitätischer Zusammensetzung.“ (S. 31)

    „Die Hansestadt Lübeck beabsichtigt dem IT-Fachkräftemangel durch vermehrte Aus- und Weiterbildungsangebote im Bereich der IT-Qualifikationen, insbesondere der Softwareentwicklung, entgegenzuwirken. Ziel ist hierbei, Frauen und Männer gleichermaßen anzusprechen.“ (S. 33)

    „Die Hansestadt Lübeck beabsichtigt ebenso, dem IT-Fachkräftemangel durch die Entwicklung regionaler Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Kinderbetreuung/Pflege) für die potenziellen Arbeitskräfte zu begegnen.“ (S. 33)

Quelle: Hansestadt Lübeck, Digitale Strategie – Rahmenkonzept der Hansestadt Lübeck, Lübeck 2020

Die Weiterentwicklung der „Digitalen Strategie“ sowie die geplante Bürger:innenbeteiligung wird das Frauenbüro weiter konstruktiv begleiten.

Über Ihre Anregungen und Ideen freuen wir uns unter Tel. 0451 122-1615 oder frauenbuero@luebeck.de.

 

 

Beirat „Lübeck digital“ – mit 50% Frauen und Männern

Die aktive Beteiligung aller Akteur:innen ist Grundlage des Lübecker Rahmenkonzeptes zur Digitalen Strategie. Die Menschen, die in der intelligent vernetzten Stadt leben, sollen alle Planungen und Entscheidungen auf dem Weg zu einer Smart City nachvollziehen und beeinflussen können. Die Gründung des Beirates Lübeck Digital, den die Hansestadt Lübeck nach Beschluss der Bürgerschaft vom 25.11.2021 einrichtet, ist hierbei ein wichtiger Schritt. In diesem Beirat wird ein Querschnitt der gesellschaftlichen Gruppen vertreten sein, die von der Entwicklung der Hansestadt Lübeck zu einer Smart City betroffen sind und diese begleiten möchten. Der Beirat wird geschlechterparitätisch zusammengesetzt sein.

Weitere Informationen zum Beirat (Zusammensetzung, Bewerbung) gibt es hier

Weitere Beteiligungsformate sind geplant und werden unter www.luebeck.de/digital bzw. https://uebermorgen.luebeck.de/ zu finden sein.

 

 

Online-Konferenz „Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten“ (2021)

Am 28. Oktober 2021 fand die erste interaktive Lübecker Online-Konferenz „Digitalisierung geschlechtergerecht gestalten“ statt, eine gemeinsame Veranstaltung des Lübecker Frauenbüros und dem DGB Schleswig-Holstein, Region Südost; in Kooperation mit der LAG der hauptamtlichen kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Schleswig-Holsteins. Hauptreferentin war Frau Prof. Dr. Miriam Beblo, die als Sachverständige am 3. Gleichstellungsbericht der Bundesregierung mitwirkte.

Der Fokus des Vortrags lag auf der „Digitalisierung der Arbeitswelt“. Dabei ging es thematisch um die Digitalbranche und wie diese mehr Frauen gewinnen kann, aber auch um Chancen und Risiken der sog. „Plattformökonomie“. Auch die Substituierbarkeit (Ersetzbarkeit) von Arbeitsplätzen durch Digitalisierung, die Nutzung von Algorithmen bei der Personalauswahl und mobiles Arbeiten wurden thematisiert.

Den Vortrag können Sie hier nachlesen (PDF).

Die Dokumentation der Veranstaltung finden Sie hier (PDF).

 

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