Wakenitz
Copyright Rolf Albert, MNU
Zum Start des Frühlings und der damit verbundenen ersten Aktivitäten im Freien macht die Hansestadt Lübeck auf die negativen Folgen der Fütterung von Wasservögeln und Fischen aufmerksam. Unter dem Motto „Natur machen lassen!“ appelliert die Stadt an Bürger:innen und Gäste, auf das Füttern von Enten, Schwänen und anderen Tieren an und in Gewässern zu verzichten.
„Das Füttern wirkt auf den ersten Blick harmlos und tierfreundlich, ist jedoch schädlich für Tiere und Gewässer“, erklärt der Bereich Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz der Hansestadt Lübeck.
Sechs gute Gründe gegen das Füttern
Es gibt mehrere zentrale Gründe, warum auf das Füttern verzichtet werden sollte:
· Ungeeignetes Futter: Brot und andere Essensreste sind für Wasservögel nicht artgerecht. Sie führen zu Mangelerscheinungen, Krankheiten und einer erhöhten Anfälligkeit für Parasiten.
· Überpopulation: Fütterung lockt unnatürlich viele Tiere an, was zu Stress, Aggressionen und gestörtem natürlichen Verhalten führt.
· Gewässerverschmutzung: Nicht gefressenes Futter sinkt auf den Gewässergrund und trägt zur Bildung von Faulschlamm bei.
· Fischsterben: Durch Überdüngung wachsen Algen schneller, und der Sauerstoffgehalt im Wasser sinkt – eine Gefahr für Fische und andere Wasserlebewesen.
· Gesundheitsrisiken: Verunreinigtes Wasser kann beim Menschen Infektionskrankheiten begünstigen, darunter Magen-Darm-Erkrankungen oder Hautreaktionen wie Juckreiz.
· Störung des Ökosystems: Die natürliche Balance der Lebensräume wird nachhaltig beeinträchtigt.
Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld
Die Hansestadt Lübeck weist darauf hin, dass das Füttern von Wildtieren in diesem Zusammenhang eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann.
Natur bewusst erleben
Statt einzugreifen, empfiehlt die Stadt, die Natur zu beobachten und zu genießen: Die Gewässer bieten ausreichend natürliche Nahrungsquellen. Wer Tiere respektiert, lässt sie in ihrem natürlichen Lebensraum in Ruhe.
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