Veröffentlicht am 22.01.2026

Statistisches Jahrbuch 2023 bis 2025 veröffentlicht

Lübeck wächst moderat, bleibt wirtschaftlich stabil und spürt Wetterveränderungen durch den Klimawandel

Der Lübecker Markt mit Rathaus und St. Marien

Seit 1909 bieten die Statistischen Jahrbücher der Hansestadt Lübeck regelmäßig einen umfassenden Einblick in die wichtigsten Entwicklungen demografischer, ökonomischer, ökologischer und sozialer Kennzahlen. Nun hat der Bereich Zentrale Verwaltungsdienste, Statistik und Wahlen der Hansestadt Lübeck das Statistische Jahrbuch für die Jahre 2023 bis 2025 vorgelegt. In 300 Diagrammen, 239 Tabellen sowie 18 Karten auf über 340 Seiten werden nicht nur die Strukturen und Trends der Stadt genau betrachtet, sondern auch spannende Fragen beantwortet wie: Wie ändert sich das Klima seit 1986? Welche Heizungsarten und Energieträger dominieren im Lübecker Wohnungsbestand? Gab es im Jahr 2024 mehr oder weniger Geburten als in der Vergangenheit? Das aktuelle Jahrbuch sowie weitere Informationen sind unter www.luebeck.de/jahrbuch kostenlos zugänglich.

„Statistiken sind ein unverzichtbares Fundament für eine moderne Stadtpolitik. Sie ermöglichen es uns, fundierte Entscheidungen zu treffen, Ressourcen gezielt einzusetzen und die Weichen für die Zukunft Lübecks verantwortungsvoll zu stellen. Gleichzeitig leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Transparenz und gegen Fake News und damit zur gelebten Demokratie“, erklärt Bürgermeister Jan Lindenau. „Diese Publikation ist weit mehr als eine Zusammenstellung von Zahlen, Grafiken und Karten: Sie ist ein Spiegelbild unserer Stadt, aller Lübecker:innen, den Entwicklungen und Herausforderungen.“

Verständlich aufbereitete Daten, aktuelle Informationen und mehrere Rekorde

Ob Fachpublikum oder gesellschaftlich Engagierte, die sich über Trends und Entwicklungen in Lübeck informieren möchten: Dieses Jahrbuch bietet fundierte und verständlich aufbereitete Daten, mit denen jede:r mitreden kann, wenn es um Lübeck geht. Aktuelle Entwicklungen sind anhand der vielen enthaltenen Vorjahresvergleiche und fortgeführten Zeitreihen aus nahezu allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen nachvollziehbar. Zudem werden viele weitere Ergebnisse aus allen Arbeitsbereichen der Kommunalen Statistikstelle aufgeführt. Neben Strukturtabellen und Zeitreihen beinhalten sie auch kleinräumige Ergebnisse auf Stadtteilebene.

Das Jahrbuch verzeichnet auch mehrere Rekorde: So hatte Lübeck zum Beispiel mit 223.156 Personen am 31. Dezember 2024 die höchste Einwohnerzahl seit 1978. Zudem wuchs die wirtschaftliche Leistung Lübecks weiter: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erreichte 2022 rund 12,4 Mrd. Euro – ein Zuwachs von über 34 Prozent seit 2015. Auch der Fahrzeugbestand in der Hansestadt Lübeck erreichte mit insgesamt 122.646 Kraftfahrzeugen, darunter 102.826 Pkw, zum 1. Januar 2025 einen neuen Höchststand.

Mit Blick auf die Entwicklung des Klimas liegen die Jahresmitteltemperaturen von 10,4 bis 10,9 Grad Celsius inzwischen etwa +1,4 Grad Celsius über dem Durchschnitt der Periode 1986 bis 2000 beziehungsweise +0,8 Grad Celsius über dem Mittel der Periode 2001 bis 2015.

Über 2,27 Millionen Übernachtungen im Jahr 2024 in Beherbergungsstätten mit 10 oder mehr Betten (ohne Camping) waren ein Rekordwert. Dieser Höchststand wird im Jahr 2025 aber voraussichtlich nochmals übertroffen werden: Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Jahrbuchs im September 2025 wurden rund 100 000 mehr Übernachtungen registriert als bis September 2024.

Darüber hinaus erreichte der Wohnungsbestand in Lübeck 2024 seinen bisherigen Höchstwert. Er stieg von Jahr zu Jahr kontinuierlich an. Im Zeitraum von 2014 bis 2024 betrug das Wachstum +5,6 Prozent. Im Jahr 2023 wurden etwa 121.740 Wohnungen gezählt, im Jahr 2024 waren es rund 122.356 Einheiten.

Im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe zeigt sich ein langfristiger Anstieg: Die Zahl der Plätze in Kindertagesstätten hat deutlich zugenommen und lag 2024 bei 5.658 Plätzen im Elementarbereich und 1.553 Plätzen in der Krippe. Die Versorgungsquote im Elementarbereich ist kontinuierlich gestiegen und betrug 88,4 Prozent, eine Steigerung um 2,7 Prozentpunkte in den letzten zehn Jahren.

Des Weiteren sind Lübecker Museen beliebter denn je. Mit 359.302 Besuchen wurde ein Höchstwert erreicht. Die meisten Besuche verzeichnete das Europäische Hansemuseum, gefolgt vom Holstentor und dem Willy-Brandt-Haus, sowie dem Museumsquartier (Kunsthalle/St. Annen) und dem Museum für Natur und Umwelt.

Hintergrundinformationen zu diesen und weiteren Rekordzahlen finden sich im neuen Statistischen Jahrbuch. +++