Veröffentlicht am 08.03.2024

Lübeck lebt Feminismus – feministische Bündnisse sind aktuell besonders wichtig

Neues lübeckweites Netzwerk mit aktuell 31 Beteiligten will gemeinsam sichtbar sein

Ein großes und vielfältiges Netzwerk von Frauen*organisationen -  das ist Lübeck.Vernetzt.Feministisch.Bewegt.

Der Zusammenschluss erfolgte im Januar 2024 bei einem Koordinierungstreffen zur Vorbereitung des diesjährigen Frauentages, der vom Frauenbüro initiierten Frauen.Plan.Werkstatt.

„Es gab den großen Wunsch der Kooperationspartnerinnen und Akteur:innen sich für eine effektivere Zusammenarbeit zu vernetzen und Veranstaltungen zu koordinieren – und insbesondere auch als breites, feministisches Bündnis in der Hansestadt Lübeck sichtbar zu sein“, erläutert Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Lübeck die Initiative.

Mit dabei sind sowohl professionelle Beratungsstellen und Schutzangebote für Frauen* als auch ehrenamtlich engagierte Frauen* in der Stadt.

„Die Zusammenarbeit im Netzwerk Lübeck.Vernetzt.Feministisch.Bewegt. soll Wege verkürzen, einen Durchblick ermöglichen im Dschungel ungelöster Fragen und die Vielfalt der Angebote und die frauen*politisch übergreifende Veranstaltungen lübeckweit koordinieren“, so definieren die Macherinnen selbst die Idee des Bündnisses.

Aktuell besteht das Frauen*Netzwerk Lübeck.Vernetzt.Feministisch.Bewegt. aus 31 Beteiligten, mit dabei sind neben Frauenfachberatungsstellen, dem Evangelischen Frauenwerk, der Technischen Hochschule und anderen auch ehrenamtlich Engagierte, wie der Zonta-Club, die Hanseunternehmerinnen, der Deutsche Frauenring, der Verband Frau und Kultur und viele weitere. Die Angebote der Netzwerkpartner:innen sind so vielfältig und bunt wie Lübeck. Gemeinsam ist allen ihr Engagement für Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt – mit feministischer Perspektive.

„Feministische Bündnisse sind aktuell wichtiger denn je“, ist Gleichstellungsbeauftragte Elke Sasse überzeugt. Denn Rechtsextremismus und Demokratiefeindlichkeit wende sich auch gegen Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsarbeit.

Ein Rechtsruck in Deutschland bedeute, die Rechte von Frauen und Mädchen, Trans- und Interpersonen mit oder ohne Einwanderungserfahrung zu gefährden. Denn rechtsextreme Parteien stünden für konservative Geschlechterrollen und patriarchal geprägte Strukturen.

„Eigentlich knüpfen wir mit dem Netzwerk an die Aktion „Lübeck lebt Feminismus“ vor drei Jahren“ an, so Silke Meyer vom Evangelischen Frauenwerk Lübeck-Lauenburg. In der Corona-Zeit ging es darum, zum Thema Feminismus und Gleichstellung sichtbar zu bleiben und deutlich zu machen: erreichte Rechte und Ziele sind vielfach in den letzten Jahrzehnten von Feministinnen (und auch Feministen) erkämpft worden.

Mit dem Netzwerk Lübeck.Vernetzt.Feministisch.Bewegt. wollen die aktuell 31 Beteiligten jetzt und dauerhaft gemeinsam sichtbar werden. Unter www.luebeck.de/geschlechtergerecht sind alle Beteiligten alphabetisch aufgelistet zu finden. Der QR-Code auf den Postkarten etc. soll alle Interessierten schnell auf die Homepage und die Facheinrichtungen und Vereine führen.

Zitate von Netzwerkpartnerinnen:

·         Netzwerkpartnerin Silke Meyer, Evangelisches Frauenwerk Lübeck-Lauenburg: „Lübeck lebt Feminismus …um Frauen zu ermutigen, in ihrem weiblichen Gegenüber eine Verbündete zu sehen!"

·         Netzwerkpartnerin Karen Ingber, Frau und Beruf: „Meine Zukunft bin ICH, wir schätzen das Netzwerk sehr, weil wir damit multiprofessionell und übergreifend den Frauen Unterstützung anbieten können.“

·         Netzwerkpartner Deutscher Frauenring, Ortsgruppe Lübeck zitiert Theanolte Bähnisch, Gründerin des Deutschen Frauenring e.V. 1949:  “Ohne Frauen ist kein Staat zu machen.”

·         Netzwerkpartnerin Sarah Teut, Frauennetzwerk zur Arbeitssituation e.V. in Lübeck: Das Netzwerk „Lübeck.Vernetzt.Feministisch.Bewegt.“ ist ein weiterer Schritt in Richtung Gleichberechtigung. Denn wenn wir uns weiter vernetzen und für Frauenrechte, für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen, können wir gemeinsam einen Wandel, ein längst überfälliges Umdenken bewirken. Wir freuen uns, Teil dieses Netzwerks zu sein.

·         Netzwerkpartnerin Anja Thom, Frauen helfen Frauen Lübeck e.V.: „Gelingendes Netzwerk damit Neues entsteht!“

·         Netzwerkpartnerin Elke Sasse, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Lübeck: „In der Arbeit der Bündnispartnerinnen geht es um viel: es geht um eine Veränderung von Geschlechterrollen und -zuschreibungen, für eine vielfältige Verwaltung, für Mädchen in MINT- und Jungen in Sorgeberufen, für Frauen in Führung, gegen Gewalt an Frauen und marginalisierten Gruppen, für eine eigenständige Existenzsicherung für Elternteile, für Sicherheit im öffentlichen Raum, für Lohngerechtigkeit und auch um eine gerechte Verteilung von Macht und Einfluss in der Kommune. Dafür steht auch dieses neue feministische Lübecker Bündnis.“ +++

Quelle: Frauenbüro