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Veröffentlicht am 19.01.2023

Gemeinsame Erklärung von UKSH, Erzbistum Hamburg, Gesundheitsministerium und Bürgermeister der Hansestadt Lübeck zur Zukunft des Marien-Krankenhauses

Weiteres Vorgehen wurde im Rahmen einer Sitzung im Lübecker Rathaus vereinbart

Auf Einladung des Bürgermeisters Jan Lindenau besprachen Gesundheitsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei, der Verwaltungsdirektor des Erzbistums Hamburg, Alexander Becker, der CEO des UKSH, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Jens Scholz, zusammen mit der Senatorin für Soziales und Wirtschaft, Pia Steinrücke, sowie dem Vorsitzenden des Sozialausschusses, Dr. Marek Lengen, im Lübecker Rathaus am Abend des 19.Januar 2023 weitere Lösungsperspektiven der kritischen Versorgungslage am Lübecker Marien-Krankenhaus.

Da bisher keine Nachfolger für einen Teil der Frauenärzte für die Geburtshilfe an der Parade gefunden werden konnten, ist für den Träger die Versorgung von 1.400 Geburten in Lübeck gefährdet. Gleichzeitig ist aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung ein Betrieb auf Dauer nicht zu gewährleisten.

Ergebnis der Gesprächsrunde ist, dass das UKSH seine Bereitschaft erklärt hat, mit Mitarbeitenden, Belegärzten und Geburtshilfe zügig in Arbeitsgruppen einzutreten, um eine Akzeptanzlösung im Interesse der Versorgungssicherheit zu finden. Hier werden alle Beteiligten denkbare Optionen im Hinblick auf Betrieb, Fachrichtungen und Zukunftskonzepte ausloten, um zeitnah zu einer Lösung zu kommen. Denkbar ist auch, dass zum Beispiel Belegärzte auch in Zukunft am Standort Parade tätig werden.

„Wir wollen Teil einer Lösung sein und stehen mit einem echten Angebot bereit. Dazu ist es wichtig, dass wir uns nun alle konstruktiv auf den Weg machen, um die Versorgung für die Lübeckerinnen sicherzustellen“, sagt Prof. Scholz.

Das Erzbistum Hamburg räumte für diese belegärztlichen Disziplinen mehr zeitlichen Spielraum ein, wenn die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt und am Ende des Prozesses der Betrieb definitiv in andere Trägerschaft übergeht.

„Unser Auftrag ist, das Bestmögliche für die Zukunft des Lübecker Marien-Krankenhauses mit all seinen Mitarbeitenden und Patientinnen und Patienten zu erreichen. Deshalb arbeiten wir an guten und richtigen Lösungen selbstverständlich gerne mit“, sagt Alexander Becker.

Damit ist für die angekündigte Arbeit in den Arbeitsgruppen mehr Zeit gewonnen. Bürgermeister Jan Lindenau sicherte eine konstruktive Begleitung des Prozesses durch die Hansestadt Lübeck zu. In der Sitzung des Sozialausschusses der Lübecker Bürgerschaft am 31. Januar 2023 werden das Erzbistum und das UKSH über den Fortgang der Beratungen berichten und den Kommunalpolitikern weitere Details erläutern.

„Wir stehen am Anfang eines anstrengenden, möglichst kurzfristigen Prozesses, der in den nächsten Wochen allen Beteiligten viel abverlangen wird. Ich bedanke mich beim UKSH für die Offenheit der direkten Beteiligung aller Betroffenen und beim Erzbistum für die Unterstützung zur Erreichung einer gemeinsamen Lösung. Der Erfolg kann nur gemeinsam mit allen Beteiligten erreicht werden“, so Lindenau.

Staatsekretär Dr. Oliver Grundei betonte: „Aus Landesicht steht die Sicherstellung der Versorgung insbesondere in der Geburtshilfe im Vordergrund. Das Land unterstützt die Beteiligten vor Ort, um eine gemeinsame Lösung im Interesse der Patientinnen und Patienten und der Versorgungssicherheit in der Region zu gewährleisten.“

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