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Veröffentlicht am 23.06.2022

Glückliche Gewinner beim Malwettbewerb „Corona und ich“ der Bürgerakademie

Über 450 Einsendungen zeigen was Lübecker:innen im Lock-Down bewegt hat

Belen Amodia (Bürgerakademie Lübeck), Senatorin Monika Frank, Irena Weber (Jury), die zweitplazierte Barbara Richter mit ihrem Bild „Sehnsucht“, die drittplazierte Hannah Kiel mit ihrem Bild „Changing (through) times“, Prof. Dr. Jan Rupp (Jury), Christiane Wiebe (Leiterin der VHS und der Bürgerakademie) vor dem Gewinnerbild „Soon“

„Ich kann es noch gar nicht glauben!“. Christiane Wiebe, Leiterin der Volkshochschule und der Bürgerakademie, und Belén Amodia, Koordinatorin der Bürgerakademie, blicken in das strahlende Gesicht von Barbara Richter, die ihr Bild „Sehnsucht“ in der Hand hält. Kurz zuvor überreichte ihr Bildungssenatorin Monika Frank feierlich die Urkunde des Malwettbewerbs „Corona und ich“, die mit einem Preisgeld von 250 Euro verbunden ist.

„Mit meinem Bild im Bild wollte ich die Sehnsucht nach einem unbeschwerten Zusammenkommen und nach Kultur ausdrücken, die mich während der Lockdown-Zeit bewegt hat.“ Das war ihr so gut gelungen, dass die Jury des Malwettbewerbs der Bürgerakademie Lübeck sie mit dem zweiten Platz belohnte.

„Es war wirklich schwer, eine Entscheidung zu treffen und sehr interessant für mich als Virologe, einmal so viele verschiedene und ganz andere Perspektiven und Blickwinkel auf das Thema Corona gezeigt zu bekommen“ erklärt Prof. Dr. Jan Rupp, Direktor der Klinik für Infektiologie und Mikrobiologie im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Lübeck, der der Jury angehörte. Gemeinsam mit dem Inhaber des Kunsthauses Lübeck, Frank-Thomas Gaulin, und Irena Weber von der Bürgerakademie Lübeck, hatte er die Qual der Wahl zwischen fast 90 Bildern der über 15-Jährigen.

Den ersten Platz erhielt letztendlich das zunächst unscheinbar wirkende Bild „Soon“ von Ingrid Backhaus-Ruther. Das darin versteckte leise Versprechen gepaart mit den eingebrachten Ausschnitten von Dokumenten, die Kultur und Begegnung verheißen, packte die Jury laut Rupp ganz besonders.

Die Gewinnerin des ersten Preises, Ingrid Backhaus-Ruther, konnte sich an dem Abend leider nicht zu den zahlreichen interessierten Besucher:innen der Prämierung gesellen, da sie im Urlaub war. Die Nachricht, dass Sie den Malwettbewerb gewonnen hat, erreichte sie deshalb am Telefon. Hörbar erstaunt nahm sie die Nachricht entgegen und wollte es zunächst gar nicht glauben. „Was für eine schöne Urlaubsüberraschung“ freut sie sich und verspricht gleich nach dem Urlaub in der Bürgerakademie vorbeizukommen, um ihre Urkunde und das Preisgeld von 500 Euro entgegenzunehmen.

Auch die 18jährige Schülerin Hannah Kiel, die mit Ihrem Bild „Changing (through) times“ den dritten Platz belegte und 100 Euro bekommt, freut sich. „Corona hat alles verändert und Corona hat uns verändert. Laufen hat mir in dieser Zeit wirklich geholfen“, berichtet sie.

Insgesamt über 450 Einsendungen haben die Bürgerakademie Lübeck für ihren Malwettbewerb zum Thema „Corona und ich“ erreicht. „Die Resonanz war überwältigend. Wir hatten so viele Einsendungen, dass wir die Preisverleihungen für die Erwachsenen und die Kinder trennen mussten. Das Konzept, Menschen einmal ganz anders, nämlich ohne Worte anzusprechen und sprechen zu lassen, ist voll aufgegangen“, berichtet Belén Amodia begeistert, die den Malwettbewerb ins Leben gerufen und koordiniert hat. Am 21. Juni wurden in der Alterskategorie der über 15-Jährigen die Preise verliehen. Ende Juni freut sich das Team der Bürgerakademie auf die Preisverleihung in der Alterskategorie sechs bis 14 Jahre. Dort sind die vielfältigen Blickwinkel der jungen Generation ganz anders und ebenfalls sehr kreativ sichtbar.

Einzelne Personen, aber auch ganze Schulklassen sowie Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen zwischen 6 und 86 Jahren aus Lübeck und Umgebung haben am Wettbewerb teilgenommen. Ihre Werke sind wie ein buntes Kaleidoskop auf die Zeiten mit Corona mit dem speziellen Blick der Lübecker:innen.

Wünschenswert ist eine große Ausstellung mit allen Bildern, dafür müssen allerdings noch Ort und Zeit gefunden werden. Einen ersten Eindruck können Interessierte im großen Saal der Volkshochschule, Hüxstraße 118-120, zu den VHS-Öffnungszeiten (und wenn gerade keine Veranstaltung im Saal stattfindet) erhalten. +++