Veröffentlicht am 12.04.2022

Türen auf! Buddenbrooks heißen ihre Gäste nun im Drägerhaus willkommen

Wiederöffnung der Interimsausstellung „Buddenbrooks im Behnhaus“ mit Aktionstag am 14. April 2022

In komprimierter und an die neuen Gegebenheiten angepasster Form öffnet die Ausstellung "Buddenbrocks im Behnhaus" im Drägerhauses wieder ihre Pforten. (12. April 2022)

Aufgrund der zweijährigen Sanierung des Museums Behnhaus Drägerhaus war die dort untergebrachte Interimsausstellung des Buddenbrookhauses „Buddenbrooks im Behnhaus“ seit Beginn dieses Jahres nicht zu sehen. Das ändert sich ab Donnerstag, 14. April 2022: In komprimierter und an die neuen Gegebenheiten angepasster Form öffnet die Ausstellung dann auf der für beide Häuser aktuell nutzbaren Fläche des Drägerhauses wieder ihre Pforten. Selbstverständlich wurde dabei dem gesellschaftlichen Stand der Buddenbrooks entsprochen und die stilvolle Festraumfolge zur Präsentation ausgewählt. Die Wiederöffnung wird am Gründonnerstag mit einem Aktionstag unter dem Titel „Türen auf! Eintritt frei“ gefeiert, bei dem man die Ausstellungen beider Häuser zwischen 10 und 17 Uhr nicht nur kostenfrei besuchen, sondern zu jeder vollen Stunde auch an einer Führung oder an einer Lesung aus den „Buddenbrooks“ teilnehmen kann.

Darüber hinaus wartet auf die ersten fünfzig Gäste der überarbeiteten „Buddenbrooks im Behnhaus“-Ausstellung auch ein kleines Osterpräsent mit Leckereien, wie sie auch Thomas Manns weltberühmte Romanfamilie genossen hätte.

Durch die Ausstellung führt Tony Buddenbrook selbst und gibt dabei so manches Familiengeheimnis preis – sowohl über die realen Manns als auch über die literarischen Buddenbrooks. Die Schau „Buddenbrooks im Behnhaus“ legt ihren Schwerpunkt auf die Lübecker Zeit der Manns und bietet im Zuge dessen auch den Stammbaum der Familie zum Mitnehmen an. Anlässlich der Wiederöffnung wurde ein neuer Imagefilm gedreht, der im Eingangsbereich zu sehen ist und in dem der spleenige Christian Buddenbrook auf der Suche nach seiner Schwester Tony stattdessen auf seine beiden „Gastgeber“, Dr. Birte Lipinski (Leiterin des Buddenbrookhauses) sowie Dr. Alexander Bastek (Leiter des Museum Behnhaus Drägerhaus) trifft.

Neu ist zudem, dass die Bezüge zwischen der bereits am 13. März eröffneten Kunstausstellung „Von Caspar David Friedrich bis Edvard Munch. Die Highlights der Sammlung im Drägerhaus“ des Museums Behnhaus Drägerhaus und der Interimsausstellung „Buddenbrooks im Behnhaus“ klarer herausgearbeitet wurden. So darf in dem Bereich, in dem sich beiden Ausstellungen treffen, Friedrich August Kaulbachs Gemälde „Kinderkarneval“, auf dem Thomas Manns spätere Ehefrau Katia als kostümiertes Kind zu sehen ist, nicht fehlen. Auch von Gotthardt Kuehl sind dort einige Gemälde aus der Zeit des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu sehen, in der Thomas Mann seine Kindheit in der Hansestadt verbrachte – jedoch stellt Kuehl nicht das bürgerliche Lübeck der Manns, sondern beispielsweise mit seinem Gemälde „Lübecker Waisenhaus“ die Gegenwelt der Arbeiter dar. Ebenfalls ist ein Gemälde von Ida Boy-Ed, der Förderin von Thomas Mann, richtungsweisend am Übergangsbereich zwischen beiden Häusern platziert.

Weitere Infos sind unter https://buddenbrookhaus.de/ zu finden. +++

Quelle: Die Lübecker Museen