Freitag 30.07.2021 Text vorlesen (ReadSpeaker) Text vorlesen (ReadSpeaker) Suche Suche MenüSchließen

Veröffentlicht am 21.07.2021

Arbeitsgemeinschaft Historische Städte thematisierte Projekte der Lübecker Stadtentwicklung

50jähriges Jubiläum der AG im Frühjahr 2023: Erfolge und Ziele der Städtebauförderung

Gastgeberin Bausenatorin Joanna Hagen (links) und die bisherige Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft, Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann aus Regensburg, sowie die neue Geschäftsführung mit dem Oberbürgermeister der Stadt Meißen, Olaf Raschke (links) und dem Baudezernenten Albrecht Herrmann (16.7.21)

Nachdem die Frühjahrstagung zum ersten Mal als virtuelles Treffen der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte stattgefunden hat, trafen sich Vertreter:innen der Mitgliedsstädte aus Bamberg, Görlitz, Lübeck, Meißen, Stralsund und Regensburg am 15./16. Juli 2021 wieder persönlich in Lübeck. Sie wurden vom Lübecker Bürgermeister, Jan Lindenau und der Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft, Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann aus Regensburg, begrüßt.

Schwerpunkte der Lübecker Tagung waren am Donnerstag die Vorstellung und Besichtigung aktueller Lübecker Projekte wie zum Beispiel der Rahmenplan Innenstadt und das Verkehrsprojekt Beckergrube, der Entwicklungsstand im Gründungsviertel sowie Bauvorhaben in Travemünde und die Entwicklung des Priwalls. Christian Martin Lukas von der LTM hat das Tourismus-Entwicklungs-Konzept für Travemünde vorgestellt.

Geschäftsführerin Christine Schimpfermann: „Lübeck geht aktuelle Themen der Stadtentwicklung beispielsweise zu Mobilität oder Tourismus gezielt an, sowohl konzeptionell wie auch über konkrete Projekte. Dabei stellt die behutsame Stadtentwicklung im historischen Kontext eine große Herausforderung dar. Die Arbeitsgemeinschaft begleitet das Vorgehen kontinuierlich, da diese Themen alle unsere Mitgliedsstädte betreffen, und wir unsere Erfahrungen so untereinander austauschen und einbringen können.“

Bausenatorin Joanna Hagen: „Die Arbeitsgemeinschaft verfügt über ein großes Wissen und eine große Erfahrung im Zusammenhang mit Aufgaben der Stadtentwicklung. Der Austausch ermöglicht immer wieder einen fachkundigen Blick von außen, und das Feedback unterstützt uns bei unserer Arbeit sehr.“

Am Freitag konzentrierten sich die Teilnehmer:innen auf noch offene Fragen zur Vorbereitung des 50-jährigen Jubiläums der Arbeitsgemeinschaft. Dieses soll im Frühjahr 2023 mit einem Parlamentarischen Abend in Berlin begangen werden.

Die Vorbereitung dieser Veranstaltung erfolgt unter dem Arbeitstitel „50 Jahre Arbeitsgemeinschaft Historische Städte – Erfolge und Ziele der Städtebauförderung“. Dabei soll ein Rückblick auf die Meilensteine der vergangenen Jahre ebenso einfließen wie der programmatische Ausblick in die Zukunft.

Die Frage, wie Städtebauförderung die Kommunen auch in den kommenden Jahrzehnten unterstützen kann, soll zentraler Punkt dieser Jubiläumsveranstaltung sein. Als Grundlage für die Diskussion am parlamentarischen Abend soll eine wissenschaftliche Begleitstudie ausgearbeitet werden, für die eine Kontaktaufnahme erfolgte mit Prof. Dr.-Ing. Holger Schmidt und Dipl.Ing. Frank Peter Jäger von der TU Kaiserslautern.

Den Mitliedern der Arbeitsgemeinschaft ist es wichtig, in der aktuellen, durch die Corona-Pandemie ausgelösten schwierigen Situation der Städte die Herausforderungen darzustellen, mit denen die historischen Städte umzugehen haben. Es müssen Instrumente entwickelt werden, mit denen gegenwärtige und künftige Aufgaben gemeistert werden können. An dieser Stelle wird auch die Politik gefordert sein, die mit der Jubiläumsveranstaltung erreicht werden soll.

Zum Abschluss der Tagung wurde die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft turnusgemäß nach zwei Jahren von der Stadt Regensburg an die Stadt Meißen übergeben. Die nächste Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte ist für den 7. und 8. Oktober 2021 in Bamberg geplant.+++