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Veröffentlicht am 13.01.2020

Kaufleute und ihre Vertreter

Vortrag im Europäischen Hansemuseum am 14. Februar 2020

Auch im Mittelalter erledigten Kaufleute nicht alle Geschäfte selbst sondern ließen sich vertreten. Wie das über Distanzen und ohne Kommunikationsmittel von heute funktionierte, beleuchtet der Vortrag „Kaufleute und ihre Vertreter: Expansion und Spezialisierung im spätmittelalterlichen Nordeuropa“ der Hamburger Wissenschaftlerin Dr. Kypta am Dienstag, 14. Januar 2020 um 18 Uhr im Europäischen Hansemuseum.

Lübecker Kaufleute waren auch nicht überall. Im Mittelalter schickten sie dafür bei vielen Angelegenheiten Vertreter auf Reisen. Zum Beispiel auf die Messe in Antwerpen, um dort Tuche und Textilien einzukaufen, oder sie bestimmten Vertreter, in ihrem Namen in Braunschweig Schulden einzutreiben. Aber wie einigten sich Vertreter und Kaufmann – ohne Telefon und Mail? Wie überzeugte der Vertreter die Antwerpener davon, dass er für den Lübecker zu handeln berechtigt war? Am 14. Januar 2020, zeigt Dr. Ulla Kypta (Universität Hamburg), wie solche „fiktiven Anwesenheiten“ im Nordeuropa des späten Mittelalters funktionierten. Der Vortrag im Europäischen Hansemuseum findet statt im Rahmen der Wissenschaftsreihe „Handel, Geld und Politik vom Mittelalter bis heute“ der FGHO, Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraums.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldungen unter der Rufnummer (0451) 80 90 990 oder invitation@hansemuseum.eu wird gebeten. +++

Quelle: Europäisches Hansemuseum