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Veröffentlicht am 24.01.2018

Förderprojekt zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 startet

Auftakt bildet die Rekonstruktion eines im Gründungsviertel entdeckten Holzkellers

Anlässlich des Projektes „Archäologie und Stadtplanung in Lübeck – das urbane Erfolgsmodell des Ostseeraums verstehen, vermitteln und erleben“, welches Anfang 2018 ins Leben gerufen wurde, fiel am heutigen Mittwoch, 24. Januar 2017, der Startschuss für eine besondere Aktion, die im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.

„Die einmalige Chance, archäologisches Erbe und moderne Stadtkultur nachhaltig und innovativ erlebbar zu machen, ist hier gegeben“, so Kathrin Weiher, Senatorin für Kultur und Bildung.

Bei dem Projekt, welches von dem Bereich Archäologie der Hansestadt Lübeck gemeinsam mit der Jugendbauhütte ins Leben gerufen wurde, rekonstruieren jugendliche Mitwirkende der Jugendbauhütte unter möglichst authentischen Bedingungen, einen der im Gründungsviertel ausgegrabenen Holzkeller im Maßstab 1:1 auf der nördlichen Wallhalbinsel. Das hierfür notwendige Material stammt aus Eichenholz aus den Lübecker Wäldern.

In dem Projekt mit dem Titel „ Archäologie und Stadtplanung in Lübeck - das urbane Erfolgsmodell des Ostseeraums verstehen, vermitteln und erleben“ soll vor allem das Lübecker Gründungsviertel ein Schwerpunkt bilden.

Die Gründung Lübecks im Jahr 1143 wurde zum Erfolgsschlager der modernen europäi-schen Stadt. Das soll im Kulturerbe- und 875jährigem Jubiläumsjahr im Mittelpunkt stehen. Für das umfangreich archäologisch dokumentierte Stadtquartier „Gründungsviertel“ wird mit dem aktuell beginnenden modernen Städtebau über historischem Gründungsschema eine Erlebbarkeit von neun Jahrhunderten Städtebau am authentischen Ort entwickelt.

Mit den Projektmitteln kann jetzt ein tragfähiges Konzept entwickelt werden, im neuen Gründungsviertel die kulturgeschichtliche Dimension dieser „Keimzelle der Hanse“ am authentischen Ort zu vermitteln und zu erleben. Dies soll über moderne Medien, aber auch durch Erläuterung und Rundgänge vor Ort erreicht werden. Mehrere originale Objekte historischer Keller werden unter den Neubauten erhalten, im unmittelbaren Umfeld haben sich weitere wertvolle Denkmale erhalten, deren Geschichte und Bedeutung in diesem Zusammenhang erlebbar gemacht werden können. In das Projekt eingebunden und damit gefördert wird die Lübecker Jugendbauhütte, die experimentell historische Bauweisen erlebbar macht, aber auch die Sicht und die Vorstellungen von Jugendlichen in die Konzeptentwicklung einbringen wird.

Das Projekt wird im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018„Sharing Heritage“ von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit einer Summe von 100.000 Euro sowie zu gleichen Teilen von der Lübecker Possehl Stiftung gefördert. Der Fachbereich Kultur und Bildung hat dazu frühzeitig mit dem Bereich Archäologie und Denkmalpflege einen Antrag entwickelt, der jetzt im Leitthema „Die Europäische Stadt“ erfolgreich bewilligt wurde. +++