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Veröffentlicht am 19.01.2010

Kapitän berichtet über einsamstes Hotel Deutschlands

Dienstagsvortrag am 26. Januar in der Gemeinnützigen über Leuchtturm Roter Sand

Die Gemeinnützige lädt am Dienstag, 26. Januar 2010, um 19.30 Uhr zum Dienstagsvortrag ein. Unter dem Titel „Der Leuchtturm Roter Sand“ berichtet Kapitän a.D. Willi Scheyka über diesen Nordsee-Leuchtturm in der Außenweser.

Zum Inhalt des Vortrags: Nach einem ersten katastrophalen Fehlschlag im Herbst 1881 wurde 1883 erneut mit dem Bau des Leuchtturms auf dem „Roten Sande“ begonnen. Am 1. November 1885 wurde das Leuchtfeuer in Betrieb genommen. Nach fast 80 Jahren verließ die Besatzung 1964 den Turm. Sein Schicksal schien besiegelt, da er für die moderne Navigation nicht mehr gebraucht wurde. Der Leuchtturm „Alte Weser“ mit zeitgemäßer technischer Ausstattung übernahm die Funktion als Leitfeuer für die Weserschifffahrt.

Auf den Druck der Küstenbevölkerung und vieler „Leuchtturmfans“ hin wurden schließlich „Mittel und Wege“ gefunden, um den Turm zu erhalten. 1987 wurde der Turmsockel mit großem technischen Aufwand saniert. Die finanziellen Mittel stellten der Bund, das Land Niedersachsen und der Förderverein „Rettet den Leuchtturm Roter Sand“ bereit. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz nahm den Turm für ihre treuhänderische Stiftung „Roter Sand“ in Besitz und übernahm die Verantwortung für seine Erhaltung. Nach einer nicht minder aufwendigen Außensanierung und denkmalgerechten Innenrestaurierung wurde der Leuchtturm 1999 für Tagesbesucher und Übernachtungsgäste freigegeben und entwickelte sich schnell zu einem beliebten touristischen Ziel.

Einen weiteren Schwerpunkt des Vortrages bildet die erneute technische Leistung bei der Grundsanierung des Turms. Die nicht alltäglichen Anforderungen bei der Restaurierung und dem Ausbau zum „einsamsten Hotel Deutschlands“ kommen nicht zu kurz. Die Organisation der touristischen Nutzung und die ersten Erfahrungen werden ebenso vorgestellt wie die andauernde Aufgabe der Erhaltung dieses einzigartigen technischen Denkmals, des ersten „Off-Shore“ Bauwerks der Welt.

Der Eintritt zu dem Vortrag im Großen Saal der Gemeinnützigen, Königstraße 5, ist frei. +++