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Vertragslaufzeitverlängerung im „Fährhaus Rothenhusen“

Veröffentlicht am 25.01.2005

Vertragslaufzeitverlängerung im „Fährhaus Rothenhusen“

Vertragslaufzeitverlängerung im „Fährhaus Rothenhusen“

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Seit demnächst 32 Jahren betreiben Gisela und Piero Basteri das Ausflugslokal und Restaurant „Fährhaus Rothenhusen“ und sind damit die beständigsten gastronomischen Mieter der Hansestadt Lübeck. Damit dieser Zustand so schnell kein Ende findet, unterzeichnen beide Seiten am heutigen Tage, 25. Januar 2005, eine Verlängerung der Vertragslaufzeit bis Ende 2013.

Das engagierte Ehepaar Basteri hat damit von einer Verlängerungsoption Gebrauch gemacht, die ihm von der Hansestadt Lübeck für durchgeführte Baumaßnahmen bereits im Jahre 1995 eingeräumt worden war. Der ursprünglich auf 12 Jahre befristete erste Mietvertrag wäre am 31. März 1985 ausgelaufen. Das Mietverhältnis wurde danach zweimal um weitere fünf Jahre verlängert. 1995 erfolgte dann eine Vertragsverlängerung bis 2006, so daß am 31. Oktober 2006 das Ende der Ära Basteri in Rothenhusen ins Haus gestanden hätte. Durch die einseitige Ausübung der Optionserklärung um weitere sieben Jahre ist dies bis zum 31. Oktober 2013 aufgeschoben und damit in weite Ferne gerückt.

Das Mietverhältnis umfaßt die komplette Inselfläche einschließlich der sich darauf befindenden Gebäude. Sie hat eine Größe von 2642 Quadratmetern. Die Mieteinnahmen sind nach Einschätzung der Hansestadt als „zufriedenstellend“ zu bezeichnen.

Ganz bedeutsam ist dieser Anlaß der Vertragsverlängerung auch deshalb, weil erst am 15. Mai 2003 das dreißigjährige Bewirtschaftungsfest gefeiert wurde und alle Gäste eine Spende für die wiederaufgebauten Spielplatzgeräte auf der Lübschen Wakenitz-Insel gegeben haben. Somit ist auch für die kleinen Gäste der Ausflugsstandort auf lange Sicht weiterhin interessant.

„Dank der Kontinuität des Ehepaares Basteri bei der Bewirtschaftung des traditionsreichen Restaurants, wird das Ausflugsrestaurant weiterhin ein fester Bestandteil der Gastronomielandschaft in und um Lübeck bleiben“, sagte Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel bei der Vertragsunterzeichnung. Das urige Restaurant, das von vielen Lübeckern gerne besucht wird, werde somit weiterhin seine Gäste mit kulinarischen Leckerbissen aller Art verwöhnen. Dafür ist Piero ein Garant, weil der Chef selbst mit anpackt und in der Küche steht. „Hier“, so sagt Piero selbst, „kann ich meinen Gästen ein Höchstmaß an guter (italienischer) Küche durch meine Arbeit zugute kommen lassen.“

Persönliche Daten:
Mieter des „Fährhaus Rothenhusen“ sind Gisela und Piero Basteri. Seit April 1973 bewirtschaftet das Ehepaar das Fährhaus Rothenhusen erfolgreich als Restaurant mit italienischer Note. Piero Basteri kam nach Deutschland aus Massa in Italien, war dann ab 1964 beim Drägerwerk als Elektroniker und danach in der Gastronomie bei Herrn Dr. Hofacker in der „Alten Kate“ tätig.

Historisches:
1274 Ankauf der heutigen Insel durch den Lübschen Staat. 1595 Errichtung eines Blockhauses mit Steinfundamenten. Es erhielt vom Rat der Hansestadt Lübeck den Namen „Zwing den Schalk“. Drei Geschütze sicherten die Wakenitzeinfahrt und zwei Wächter übten dort ihren Dienst aus. 1790 wurde in Rothenhusen der Ausschank von Bier in Form der Kruggerechtigkeit zugelassen. 1945 bis 1948 wurde Rothenhusen durch die Wasserschutzpolizei genutzt. Noch im Jahr 1948 wurde Rothenhusen als Gaststätte umgebaut und modernisiert (z. B. Verlegung von elektrischen Leitungen). 1952 bis 1972 war August Wilhelm Westphal Pächter von Rothenhusen (20 Jahre).

Ab April 1973 bis zum jetzigen Zeitpunkt hat das Ehepaar Basteri einen bisher einmaligen Bewirtschaftungsrekord einer Lübschen Gaststätte aufgestellt. Unter acht Bewerbungen hatte sich der Lübecker Senat am 21. März 1973 für das Ehepaar Basteri und seinen Schwiegervater Herrn Exter entschieden. Das Ehepaar Basteri legt Wert darauf, daß an der Südspitze der Insel die Lübsche Flagge weht und dennoch mit dem ihnen eigenen Charme ein italienisches Flair in die Gästebewirtung einfließt. +++






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