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Gedenkfeier zum Hafenstraßenbrand verschoben

Veröffentlicht am 10.01.2000

Gedenkfeier zum Hafenstraßenbrand verschoben


000012R 2000-01-10

Die für den 18. Januar geplante Übergabe eines Gedenksteines für die Opfer des Brandes in der Hafenstraße im Jahre 1996 muß verschoben werden. Ein neuer Termin im Frühjahr dieses Jahres wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Grund für die Terminverlegung sind Bedenken, die ein Überlebender der Katastrophe bei der jüngsten Vorbereitungssitzung gegen die Nennung der Namen seiner verstorbenen Angehörigen auf dem Gedenkstein vorgebracht hat. Der Runde Tisch “Brandanschlag auf unsere Synagoge”, der die Gestaltung des Gedenksteines von Dezember 1997 bis April 1998 intensiv diskutierte, hat den Einwand respektiert und sucht jetzt nach einer neuen Lösung.

Wie Holger Walter, städtischer Koordinator des bei Bürgermeister Michael Bouteiller angesiedelten “Runden Tisches”, mitteilte, werde noch einmal der Versuch unternommen, alle Hinterbliebenen für die Namensnennung zu gewinnen. Denn der Stein solle nicht nur Mahnung für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sein, sich für die Rechte und die Sicherheit von Flüchtlingen einzusetzen, sondern auch eine Stätte der Erinnerung an die Toten, die nicht in Lübeck beigesetzt wurden. Wenn ein Einverständnis nicht zu erzielen sei, müsse hinsichtlich der Textgestaltung eine Neukonzeption vorgenommen werden. +++