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Projekt Lokale Agenda 21 legt Handlungsprogramm vor

Veröffentlicht am 10.01.2000

Projekt Lokale Agenda 21 legt Handlungsprogramm vor


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Das Projekt Lokale Agenda 21 hat jetzt den Entwurf eines Handlungsprogrammes für ein zukunftsfähiges Lübeck vorgelegt. Der Entwurf beinhaltet nicht nur konkrete Projekte und Maßnahmen, die dem Kriterium “Nachhaltigkeit” beziehungsweise “Zukunftsfähigkeit” entsprechen, sondern bietet zudem Hinweise zu dessen Meßbarkeit. “Mit dieser Arbeit ist die wichtige Phase der Planung abgeschlossen”, sagte Projektleiter Frank-Dieter Lammert, zugleich Leiter des Bereichs Naturschutz, bei der Übergabe der Unterlagen an Bürgermeister Michael Bouteiller.

Am Mittwoch, 19. Januar, 15 Uhr, wird der Entwurf bei den Stadtwerken Lübeck, Raum 407, Moislinger Allee 9, im Rahmen einer Informationsrunde vorgestellt. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Das Handlungsprogramm wurde in mehreren öffentlichen Veranstaltungen unter breiter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet. Es enthält ganz keine Abstaktionen, sondern bleibt auf einer konkreten handlungsorientierten Ebene. Das bedeutet, es wurden Ziele definiert, die die Hansestadt Lübeck unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit langfristig erreichen soll und benennt zugleich entsprechende Projekte und Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen. “Das Agenda-Büro wird mit diesem handfesten Programm den Bedürfnissen der rund 1000 BürgerInnen gerecht, die an der Entstehung in allen Punkten beteiligt waren”, betonte Lammert.

Das Agenda-Büro wird das Handlungsprogramm der Bürgerschaft zur Entscheidung vorlegen, nachdem es in der im April geplanten EinwohnerInnenversammlung einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

In bestimmten zeitlichen Abständen wird das Programm fortgeschrieben; das heißt, es wird der Entwicklung der Stadt angepaßt und dementsprechend ergänzt oder korrigiert.

In Zusammenarbeit mit einem Institut hat das Projekt Lokale Agenda 21 einen leicht verständlichen und plausiblen sogenannten Indikatorenkatalog erarbeitet. Damit wird das Agenda-Büro auftragsgemäß als Beratungsstelle für die Bürgerschaft und den Bürgermeister fungieren und zum Beispiel alle Bürgerschaftsbeschlüsse auf ihre nachhaltige Wirkung prüfen. Außerdem sollen alle künftig geplanten Projekte und Maßnahmen der Stadt auf Nachhaltigkeit geprüft werden.

Das Projekt Lokale Agenda 21 wurde mit der Umsetzung des Bürgerschaftsbeschlusses vom September 1995 beauftragt. Darin heißt es, daß sich die Stadt mit der Unterzeichnung der “Charta der europäischen Städte und Gemeinden auf dem Weg zur Dauerhaftigkeit” verpflichtet hat, eine Lokale Agenda 21 aufzustellen mit einem langfristigen Handlungsprogramm für Zukunftsfähigkeit einschließlich meßbarer Handlungsziele.

Das lokale Projekt setzt sich zusammen aus einer Gruppe engagierter leitender Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die mit externen Fachleuten zusammenarbeiten. “Aufgabe des Projektes ist es, die Verwaltung darin zu unterstützen, soziale, ökologische und ökonomische Anforderungen in ausgewogener Weise zu erfüllen”, erläutert Anke Seeberger, Geschäftsführerin des Agenda-Büros.

Das Agenda Büro befindet sich in der Ziegelstraße 3. Geschäftsführerin: Anke Seeberger. Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 12 Uhr, nachmittags nach Vereinbarung. Telefon: 122 39 07, 122 39 06 und 122 39 12, Fax: 122 39 09. Die Leitung des Projekts Lokale Agenda 21 hat Frank-D. Lammert.