ALLRIS - Vorlage

Antwort auf Anfrage öffentlich - 20/0051

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Beratungsfolge

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Anlass:

1. Wurden zwischenzeitlich die Anregungen zum Bericht zum Bestand von Industriedenkmalen fachlich bewertet und der Bericht ergänzt?

2. Wann ist eine erneute Berichterstattung im Ausschuss zu erwarten?

 

Antwort:

1. Wurden zwischenzeitlich die Anregungen zum Bericht zum Bestand von Industriedenkmalen fachlich bewertet und der Bericht ergänzt?

 

Die Abteilung Denkmalpflege hat alle potenziellen Industriedenkmale in einem ersten Schritt identifiziert und GIS-basiert als Verdachtsfälle ins HL-interne Geoportal übertragen. Auf dieser Grundlage untersucht die Abteilung Denkmalpflege nun systematisch den Bestand und nimmt, wo notwendig, Denkmalpräzisierungen vor.

 

Den umfangreichen Bestand der Technik- und Industriedenkmalpflege kann die Denkmalbehörde nur mit externer Unterstützung in angemessener Tiefe untersuchen. Aufgrund der begrenzt zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für externe Gutachten, wurden zunächst drei Anlagen ausgewählt, mit denen die systematische Untersuchung beginnt:

 

Areal des Lübecker Hauptbahnhofs

  •           mit ZOB inkl. aller verbliebener Bestandteile
  •           einige Teile sind in der Vergangenheit bereits denkmalfachlich erfasst und beschrieben worden. Hierzu liegen bereits zahlreiche Arbeitsergebnisse und Untersuchungen in der Denkmalbehörde vor.
  •           Diese sollten im Rahmen eines Werkvertrags unter Berücksichtigung einer Sachgesamtheit präzisiert werden.); Am Bahnhof/Hansestraße/Lindenplatz und weitere

 

Schiffsbauwerft Henry Koch mit Werksiedlung Luisenstraße

  •           Für die Werksiedlung wurden in der Vergangenheit bereits Grundlagen von der Denkmalbehörde erarbeitet; Hafenstraße/Glashüttenweg und Luisenstraße

 

Nordischer Maschinenbau Baader

  •           Umfang Geniner Straße/Kruppstraße/Hinter den Kirschkaten

 

Im Jahr 2025 hat die Denkmalbehörde fünf freischaffende Kunsthistoriker:innen mit der Bitte um Angebotsangabe mit folgendem Inhalt angeschrieben:

 

A. Ortstermine mit Abt. Denkmalpflege

B. Fotografische Erfassung der Objekte auf den Ortsterminen (systematisch, außen und innen)

C. Archiv- und Literaturauswertung zum jeweiligen Objekt (Bauaktenarchiv, Stadtarchiv, Archiv der Geschichtswerkstatt Herrenwyk, Recherche in Bibliothek und Internet)

D. Verfassen eines zusammenfassenden Textes (Aufbau nach Vorgabe „Gebäudesteckbrief“ der Abt. Denkmalpflege) zur Beurteilung eines möglichen Denkmalwertes durch die Abt. Denkmalpflege (inkl. Baugeschichte und städtebaulicher Kontext und einer Baubeschreibung der Einzelgebäude und des Areals)

 

Das größte und umfangreichste Areal des Hauptbahnhofs konnte bislang durch die Werksvertragsnehmerin in der Bearbeitung abgeschlossen werden. Auf der Grundlage der Ausarbeitung wird die Inventarisation der Abt. Denkmalpflege nun eine Präzisierung des Denkmalwerts vornehmen.

 

Das Areal der Schiffsbauwerft Henry Koch nebst Werkssiedlung ist aktuell in Bearbeitung.


Diese Untersuchungen müssen Zeit in Anspruch nehmen, um eine Qualitätssicherung der Ergebnisse gewährleisten zu können und basierend darauf seitens der Denkmalbehörde die Denkmaleintragungen – so Denkmalwerte erkannt werden – neben dem Tagesgeschäft zu ermöglichen. An dieser Stelle sei auch auf das aktuelle Erfassungsprojekt Travemünde hingewiesen, welches die Inventarisation der Abt. Denkmalpflege durchführt.

 

2. Wann ist eine erneute Berichterstattung im Ausschuss zu erwarten?

 

Eine Aktualisierung der drei Fallkonstellationen ist vorzusehen, sowie die Unterlagen der Behörde zur Auswertung vorliegen und diese dann vorgenommen wurde.

 

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