ALLRIS - Vorlage

Bericht öffentlich - VO/2025/14395

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag


Seit Jahren weist die Hansestadt Lübeck auf drohende Engpässe im Schienenknoten Lübeck hin insbesondere im Kontext der geplanten Hinterlandanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung (FFBQ) und einer daraus resultierenden Verkehrszunahme. Immer wieder wurde in diesem Zusammenhang eine eisenbahnbetriebswissenschaftliche Untersuchung (EBWU) durch die Deutsche Bahn, umgangssprachlich auch „Stresstest“ genannt, eingefordert, um belastbar zu klären, ob die geplante Infrastruktur in und um Lübeck den künftigen Anforderungen überhaupt gewachsen ist. Nun liegt dieser Stresstest in einer aktualisierten Fassung vor und wurde von der Verwaltung einer kritischen Analyse unterzogen, die diesem Bericht beigefügt ist.


 

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Die von der DB InfraGO erstellte EBWU zum Knoten Lübeck kommt zum Ergebnis, dass die geplante Infrastruktur ausreicht doch dieses Ergebnis basiert auf gekürzten Fahrplänen, gestrichenen Zugverbindungen und erhöhten Zeitpuffern für Fern- und Güterzüge. Zentrale SPNV-Ziele des Landes, wie der Ausbau des Angebots im Korridor Kiel Eutin beck, wurden ausgeklammert, wodurch Engpässe vermieden wurden. Was nicht in die bereits vorhandenen DB-Infrastrukturplanungen der FFBQ-Hinterlandanbindung passte, wurde weggelassen. Dieses Vorgehen wirft Fragen auf, da dadurch bereits bestehende Zukunftsplanungen für den Knoten kaum mehr umsetzbar sein dürften.

 

Tatsächlich zeigt die Untersuchung selbst, dass die Kapazitätsgrenze absehbar erreicht wird insbesondere im Abschnitt Lübeck Bad Schwartau. r Lübeck und die Region gefährdet dies nicht nur die Entwicklungsperspektiven des Fern-, Regional- und Güterverkehrs, sondern stellt auch die Regio-S-Bahn-Pläne infrage.

 

Im Sinne des Gesamtprojektes der Festen Fehmarnbeltquerung (FFBQ) stellt sich die Frage, wie sinnvoll ist es, einem Jahrhundertprojekt wie der FFBQ mit Hinterlandanbindung einen derart leistungsschwachen Knoten Lübeck zur Seite zu stellen, der Wachstum im Schienenverkehr auf dieser Trasse verhindert.

 

Die Hansestadt Lübeck wird dieses Vorgehen nicht hinnehmen. Die HL wird die DB-Planungen und die zugehörigen Planfeststellungsverfahern weiterhin konsequent, konstruktiv und mit klarem Blick auf die Gesamtwirkung begleiten und sich mit Nachdruck für ihre Interessen stark machen.


 

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Anlagen

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