ALLRIS - Vorlage

Antrag der Bürgerschaftsfraktion Die Linke & GAL - VO/2025/14241

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag


Die Bürgerschaft möge beschließen:

  1. Die Stadt Lübeck führt einen Gedenktag ein, um Mädchen und Frauen zu gedenken, die durch geschlechtsspezifische Gewalt getötet wurden.
  2. Der Gedenktag soll jährlich am 10. März stattfinden.
  3. Die Stadt Lübeck richtet dazu eine öffentlich zugängliche Veranstaltung aus.


 

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Das Problem der geschlechtsspezifischen Gewalt nimmt weiter zu. Laut Bundeskriminalamt sind im Jahr 2024 Straftaten gegen Frauen und Mädchen in allen Bereichen gestiegen.

Im Jahr 2023 wurden laut Lagebild „Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ [1]  des Bundeskriminalamtes 360 Mädchen und Frauen Opfer vollendeter Tötungsdelikte. Die Zahlen für 2024 wurden noch nicht veröffentlicht.

Femizide, also die gezielte Tötung  von Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts, werden noch immer nicht in vollem Ausmaß als das schwerwiegende gesellschaftliche Problem anerkannt, das es ist.
Ein offizieller Gedenktag kann dazu beitragen, die breite Öffentlichkeit auf das Thema aufmerksam zu machen, wie weit verbreitet und systematisch Gewalt gegen Frauen ist, die letztlich zu ihrem Tod führt.

Der Gedenktag könnte den Austausch zwischen Frauenrechtsorganisationen, Aktivistinnen, politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit fördern und eine langfristige Solidarität aufbauen.
Auch denjenigen, die Gewalt überlebt haben oder sich noch in unsicheren Beziehungen befinden, kann dieser Tag Unterstützung und Solidarität bieten.

Am 10. März 2025 hat die Stadt Ludwigsburg erstmals einen offiziellen Gedenktag mit einer Trauerminute und Trauerbeflaggung des Rathauses veranstaltet. Oberbürgermeister Matthias Knecht (parteilos) ruft Städte, Gemeinden, Kommunen, Kreise und Länder dazu auf, nachzuziehen.

beck sollte dem Aufruf folgen!


 


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