ALLRIS - Vorlage

Antwort auf Anfrage öffentlich - VO/2020/09525-01

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

 

Forscher in verschiedenen europäischen Forschungseinrichtungen arbeiten zurzeit mit Hochdruck an einem Corona-Frühwarnsystem, basierend auf Abwasseranalysen in Kläranlagen. Ziel der Aktivitäten ist es, die Dunkelziffer von Corona-Infizierten genauer bestimmen sowie die Entstehung neuer Corona-Hotspots voraussagen zu können.

 

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1. Sind die kommunalen Kläranlagen der Entsorgungsbetriebe Lübeck (das Zentralklärwerk (ZKW) in der Warthestraße sowie die Kläranlage auf dem Priwall) bereits in entsprechende Monitoringprogramme eingebunden?

Antwort: Die EBL nehmen an einem Monitoring-Programm teil. Dafür besteht eine Kooperationsvereinbarung mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ). Es handelt sich um den Praxistest "Integrales SARS-CoV-2-Abwassermonitoring".

In unserem Fall läuft der Test 6 Wochen vom 19.10. bis 27.11.20. Dafür entnehmen wir auf dem ZKW täglich (5 Tage/Woche) je 2 Abwasserproben (Zulauf und Schlamm) und versenden die Proben an das Institut in Leipzig. Als Partner beteiligen wir uns am Materialaufwand für die Analytik.

 

2. Wären die Entsorgungsbetriebe Lübeck mit ihren Wasserlaboren technisch in der Lage entsprechende Untersuchungen durchzuführen?

Antwort: Nein.

 

 

 

 

3. Wie bewerten die Entsorgungsbetriebe die Sinnhaftigkeit, den Mehrwert sowie den Zu satznutzen derartiger Analysen?

Antwort: Als Betreiber einer Großkläranlage verfolgen wir laufend eine Vielzahl von neuen Entwicklungen in den Bereichen Technik und Forschung und engagieren uns dafür in Form von Kooperationen, Eigenuntersuchungen, Erfahrungsaustauschen, etc.

Konkreten Nutzen haben wir aus den Untersuchungsergebnissen dieses Praxistests zwar nicht, sehen uns aber grundsätzlich in der Verantwortung, auch hier einen Beitrag zum Erkenntnisgewinn zu leisten. Jede Forschung ist auf die Zugänglichkeit ihrer jeweiligen Objekte angewiesen. Die entstehenden Kosten und den Personalaufwand halten wir für sehr vertretbar.

 

4. Welche Herausforderungen werden von der EBL gesehen?

Antwort: Keine besonderen; die durch die Teilnahme entstehenden Anforderungen sind gut erfüllbar.

 

5. Könnte es aus der Sicht der EBL Sinn machen, sich proaktiv an den Monitoringprogrammen zu beteiligen, sofern dies nicht schon geschieht?

Antwort: Siehe Antwort zu Frage 1.

 

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