ALLRIS - Vorlage

Antrag der Fraktion GAL - VO/2017/05277

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Im Gedenken an die homosexuellen Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wird der Bürgermeister beauftragt, dafür zu sorgen,

  • dass in der Hansestadt Lübeck ab 2018 ein Gedenktag für die von den Nationalsozialisten verfolgten und ermordeten Homosexuellen eingeführt wird;
  • dass der Gedenktag jeweils am 23. Januar durchgeführt wird; und
  • dass der Lübecker CSD e.V. bei der Einführung und Gestaltung des Lübecker Gedenktages beteiligt wird.

Am 23. Januar 1937 kam es in Lübeck zu einer der größten Massenverhaftungen Homosexueller in der Nazi-Zeit. 230 Männer wurden im Rahmen einer Razzia verhaftet und zunächst in das als Gestapo-Zentrale dienende ehemalige Zeughaus am Dom gebracht. Die Häftlinge wurden verhört und gefoltert, um sich gegenseitig zu denunzieren. Die Schicksale der Betroffenen verliefen in den kommenden Monaten unterschiedlich: Es wurden Anklagen wegen Verstoßes gegen § 175 erhoben, es kam zu Gerichtsprozessen, Verurteilungen, zu Haftstrafen, einige Männer wurden ins KZ gebracht.

 

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siehe Anlage

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