ALLRIS - Vorlage

Antrag der Fraktion GAL - VO/2016/04361

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der bestehende alte Wald auf dem Priwall wird unmittelbar als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Die skizzierte Karte im Anhang entspricht der Fläche, die unter Schutz gestellt wird.

 

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Der vorgeschlagene Landschaftsschutzgebiet „Küstenwald Priwall“ enthält den größten Teil des naturnahen, nicht durch Baumaßnahmen beeinträchtigten Bereiches der zusammenhängenden älteren Gehölzbestände nördlich der Mecklenburger Landstraße in einer Gesamtgröße von ca. 13 ha.

Zusammen mit den unter Biotopschutz stehenden Dünenbereichen am Priwall-Ostseestrand wäre dann die gesamte ostseetypische Serie der natürlichen Dünenentwicklung vom Spülsaum des Meeres bis zu den alten Dünenwaldbeständen an der Mecklenburger Landstraße für heutige und künftige Generationen gesichert.

Der alte, durch Waldkiefern und Buchen geprägte Waldbestand hat sich auf dem Weg zur natürlichen „Klimax-Pflanzengesellschaft“ auf einem der wenigen, nicht durch Aufspülungen veränderten Teil des Priwalls weit voran entwickelt, wobei sich die Bestände östlich des ehemaligen Krankenhauses und am Kohlenhof noch in einem jüngeren Entwicklungsstadium befinden.

Gerade solche weit entwickelten Dünenwälder sind in Schleswig-Holstein selten, sie sind z.T. sogar als Naturschutzgebiete ausgewiesen (z.B. NSG „Bewaldete Düne bei Noer“ bei Eckernförde).

Der alte Priwall-Wald besitzt eine große Vielfalt an z.T. seltenen Singvogelarten. Hervorzuheben sind hier als Brutvögel Nachtigall, Großer Buntspecht, Grünspecht, Kolkrabe, Zwergschnäpper, Neuntöter und Waldohreule, deren Stimmen einen Waldspaziergang auf dem Priwall auch zu einem klanglichen Erlebnis werden lassen.

Die bezeichnenden Arten und Lebensräume sind gegenüber einem naturbewußten Tourismus recht widerstandsfähig. Ökologisch durchdachte Überplanung der Wegeerschließung vorausgesetzt, kann hier wie bisher ein Landschaftsschutz ohne Zaun umgesetzt werden.

Wichtigstes Ziel des vorgeschlagenen Landschaftsschutzgebietes ist demnach die Bewahrung dieses bedeutenden Restes der noch naturnahen Priwalllandschaft nördlich der Mecklenburger Landstraße vor Inanspruchnahme durch weitere Bebauung.

 

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Anlagen

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