ALLRIS - Auszug

04.06.2015 - 4.2 Verfügungszeiten in Kindertageseinrichtungen An...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Frau Neumann beantwortet die Anfrage mündlich, die schriftliche Antwort wird dem Protokoll angefügt. Grundsätzlich liegen danach die Ausfallzeiten bei 19,34 % ohne Kompensation; mit Kompensation reduziert sich der Anteil auf 16,45 %. Daher reichen die in Rede stehenden Zeitansätze aus.

 

Herr Wiese entgegnet, dass eine Betrachtung im Jahresdurchschnitt nicht hilfreich ist, wenn es um situative Überlastungen / Ausfallzeiten geht. Er bittet  Frau Neumann darum, dass der Bereich die Zahlen für alle Kitas einzeln ermitteln und dem Ausschuss in einer Übersicht darstellen möge. Er sieht die Beschäftigung von nur 4 Springkräften für 28 städtische Kitas als nicht ausreichend an.

 

Herr Klüssendorf fragt, wie solche Ausfallzeiten aufgefangen werden können. Frau Neumann verweist auf den Einsatz von Springkräften und auf die Deckung durch Mehrstunden der KollegInnen.

 

Frau Mentz schließt sich der Bitte um Erstellung einer Gesamtstatistik an. Sie fragt zudem, wie man den Problemen in den bekannten ausfallträchtigen Wintermonaten begegnen könnte. Sie regt an, über die Beschäftigung von ein oder zwei zusätzlichen Springkräften nachzudenken.

 

Herr Stabe fragt, wie der Stundenausgleich durch Mehrstunden vormittags erfolgen kann, da die KollegInnen doch bereits im Dienst sind. Frau Neumann verweist darauf, dass es auch Teilzeitkräfte für den Nachmittagszeitraum gibt, die ihre Stunden dann in den Vormittag hinein mit Mehrstunden ausweiten.

 

Frau Weiher weist darauf hin, dass sich das Berufsbild einer Erzieherin in den letzten Jahren dramatisch gewandelt hat. Handelte es sich früher um eine familienergänzende Maßnahme, sind Kitas heute Bildungseinrichtungen. Die damit einhergehenden Veränderungen und Belastungen zehren besonders auch an den älteren Mitarbeiterinnen, die in Ihrer Ausbildung z.T. anders geschult wurden. Verstärkt wird dies zudem durch z.B. die in den letzten Jahren neu hinzugekommenen hohen Anforderungen durch  Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und Sprachförderbedarf.
Das alles hat auch in Verbindung mit der Bezahlung einen negativen Einfluss auf die Ausbildungszahlen, sodass hier ein Fachkräftemangel entstanden ist, der u.a. auch die  kurzfristige Stellenbesetzung deutlich erschwert.

Frau Weiher sieht die Beschäftigung zusätzlicher MitarbeiterInnen kritisch. Für die Kindertagesbetreuung fallen derzeit Kosten in Höhe von mehr als 50 Mio. Euro jährlich an, dabei sind die Erstattungen für Elternbeiträge noch nicht mit eingerechnet. Wenn der angestrebte Tarifabschluss zu Stande kommt, wird die Kommune noch einmal erheblich belastet. Zudem sollen im nächsten Jahr weitere 1,7 Mio. Euro im Fachbereich eingespart werden. Die Kommune ist daher bei ihrer finanziellen Ausstattung kaum in der Lage, weitere Kräfte vorzuhalten. Im Regelfall reicht das beschäftigte Personal aus. Es kann jedoch einrichtungsbezogen immer wieder einmal vorkommen, dass Ausfallzeiten entstehen, die nicht kompensierbar sind. Trotzdem haben die MitarbeiterInnen gerade in den letzten Streikwochen Erhebliches geleistet, um die Folgen für die Kinder und die betroffenen Eltern abzumildern.

 

Herr Klüssendorf schlägt vor, die Diskussion fortzusetzen, wenn die erbetene neue Statistik vorliegt.

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Beschluss:

Der Ausschuss nimmt die Antwort zur Kenntnis.
 

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Anlagen zur Vorlage

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Anlagen

 

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