ALLRIS - Auszug

12.02.2026 - 3.3.6 Elektrolyseur

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Wortprotokoll

Herr Rehberg berichtet zum Thema Elektrolyseur anhand der Präsentation. Ein Auszug aus der Präsentation wird dem Protokoll beigefügt.

Die EBL seien einem Fördermittelaufruf des Landes SH gefolgt und hätten Interesse am Bau eines Elektrolyseurs auf der MBA erklärt.

Die EBL planen, eine Wasserstofferzeugungskapazität in Form eines Elektrolyseurs zu schaffen. Der Elektrolyseur solle mit selbsterzeugtem Strom versorgt werden. Dies sei die Voraussetzung für den Verkauf als grüner Wasserstoff. Für die Erzeugung von grünem Wasserstoff müssten neue Erzeugungsanlagen für erneuerbaren Strom errichtet werden. Das Land habe Förderungsfähigkeit bereits signalisiert. Die normale Förderung liege bei 35 %, aber weil die EBL die entstehende Abwärme und den Sauerstoff nutzen wollten, liege die Förderquote bei 45 %. Es werde noch auf den Fördermittelbescheid gewartet. Die benötigte PV-Anlage solle am Südhang der Deponie errichtet werden, und damit könnte dann der Wasserstoff erzeugt werden.

Wenn die PV-Anlagen mit Windkraft ergänzt werden könnten, könnte die Produktion von Wasserstoff perspektivisch dann sogar verdoppelt werden.

Es gebe zwei Optionen, entweder würden kleinere Windkraftanlagen gebaut, so hoch wie die Deponie seien, oder Windstrom würde extern eingekauft werden, wobei die Windkraftanlage an einem anderen Ort stünde. Dies sei nur sinnvoll, wenn das gesamte Projekt wirtschaftlich sei. Die gesamten Investitionskosten für den Elektrolyseur und die PV-Anlage könnten über den Verkauf von Wasserstoff refinanziert werden. Es gebe eine Vereinbarung mit der bestehenden Wasserstofftankstelle, dass die EBL den Wasserstoff für die Tankstelle liefern würden, sodass der zu produzierende Wasserstoff quasi bereits verkauft sei. Der Bau des Elektrolyseurs sei nur ein Baustein in der Gesamtstrategie, um das AWZ energetisch auf ein anderes Level zu bringen. Aktuell erzeugen wir Strom und Gas selbst aus dem Verbrennen von Biogas. Ziel sei es langfristig, dass Biogas nicht mehr selbst verstromt, sondern in Erdgasqualität aufbereitet und innerhalb der HL an anderer Stelle eingesetzt werde. Ggf. könne das Biogas auch genutzt werden, um die Innenstadt zu versorgen, wo die Errichtung eines Wärmenetzes mit dem Ziel des Vollanschlusses bautechnisch fragwürdig sei. Die Inbetriebnahme sei entsprechend der Förderrichtlinie für Ende 2027 vorgesehen. Die EBL hätten bereits begonnen, einen Teilnehmerwettbewerb für das Planungsbüro vorzubereiten. Im nächsten Ausschuss solle eine Vorlage zur Vergabe der Planungsleistung vorgelegt werden.

Herr Zahn wünsche für die nächste Sitzung eine Investitionsübersicht.

Herr Mucha ergänzt, dass die EBL aktuell nur eine Idee vorstellen und im Weiteren die Planung vorbereiten. Damit gäbe es keine Vorfestlegung und heute auch keinen Entscheidungsdruck. Es sei ein Teilnahmewettbewerb mit Verhandlungsverfahren als Vergabeweg für die Planungsleistung ausgewählt worden. Im nächsten Ausschuss solle aus der Sichtung der Teilnehmer des Teilnehmerwettbewerbes vorgestellt werden, mit welchem Partner die EBL nach dem Verhandlungsverfahren in die Vergabe gehen würden, ohne Festlegung auf die Realisierung.

Herr Rehberg bietet an, die Gesamtwirtschaftlichkeit des Projekts im nächsten WA vorzustellen.

Zu dem Thema sprechen AM Wolff, AM Rohlf, AM Zahn, AM Dr. Koß, AM Giercke und AM Rohlf sowie Herr Rehberg und Herr Mucha von den EBL.

 

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