ALLRIS - Auszug

09.02.2026 - 4.1 Mündlicher Bericht (4.041.4 Kulturbüro): Sachst...

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Wortprotokoll

Fr. Jakubczyk berichtet über die Ausgangssituation und die Transformationsphase 2025-2027 der Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup (GDS). Ziel sei der Erhalt und die Weiterentwicklung der Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup als Ort der Erinnerung an die deutsch-deutsche Geschichte sowie die Entwicklung zum außerschulischen Lernort der historisch-politischen Bildungsarbeit. Hierfür würden folgende Maßnahmen getroffen:

  1. Prüfung und Festlegung einer neuen Trägerstruktur für den zukünftigen Betrieb
  2. Durchführung von Zeitzeug:inneninterviews zur Sicherung des regionalen Wissen und zur Nutzung in der zukünftigen Ausstellung sowie Erfassung, Kategorisierung und Digitalisierung der Ausstellungsexponate und Sammlungsgegenstände
  3. Erarbeitung eines Übergangskonzeptes und Durchführung von Ausstellungen und Veranstaltungen zur Erweiterung des Netzwerkes der Ehrenamtlichen
  4. Konzeption und Realisierung einer neuen Ausstellung

 

Im Hinblick auf eine neue Trägerstruktur werde eine Fusion der GDS mit dem Grenzhus Schlagsdorf geprüft. Eine Bereitschaft des Trägervereins des Grenzhus Schlagsdorf für die Trägerschaft und den Betrieb beider Standorte unter der Voraussetzung einer gesicherten Finanzierung sei gegeben. Derzeit befänden sich die Länder SH und MV in Gesprächen bezüglich einer länderübergreifenden finanziellen Unterstützung des Betriebs unter der Trägerschaft des Grenzhus Schlagsdorf. Wenn sich die länderübergreifende Kooperation nicht realisieren ließe, würde die HL eine sehr reduzierte „stand alone“-Lösung umsetzen, d.h. ohne personelle Betreuung und Vermittlungsangebote.

Nach der Entscheidung über die Trägerschaft soll die Vorbereitung der Ausschreibung für die Neukonzeption der Ausstellung GDS erfolgen (finanziert Mittel der Possehl-Stiftung).

 

AM Dr. Junghans merkt Folgendes an:

  1. Eine gemeinsame Trägerschaft halte er grundsätzlich für sinnvoll, dies gäbe auch die Möglichkeit weitere Standorte einzubinden (z.B. Grenzturm Kühlungsborn).
  2. In welcher Rechtsform soll die Trägerschaft erfolgen?
  3. Wer ist Eigentümer der Sammlungsbestände?
  4. Für den Fall, dass weitere Zeitzeug:inneninterviews geführt werden solle, könnte dies auch kostenlos durch den Offenen Kanal erfolgen.
  5. Wie sieht die Zeitschiene für die Entscheidung über die Trägerschaft aus und wer trifft die Entscheidung?

 

Fr. Senatorin Frank antwortet zu den o.g. Punkten Folgendes: 

  1. Fachlich seien Kooperationen mit weiteren Standorten reizvoll, zunächst müsse jedoch die Klärung einer länderübergreifenden Umsetzung erfolgen, welche viel Zeit in Anspruch nehme.
  2. Relevant für die Rechtsform seien die Aspekte Förderfähigkeit durch die Länder und Synergieeffekte.

5.   Der nächste Schritt sei eine Ausstellungskonzeption durch eine Agentur, wofür
      konzeptionelle Rahmenbedingungen notwendig seien. Fr. Frank weist vor dem Hinter-   
      grund der Schaffung eines überregionalen Lernortes auf die Relevanz einer Landesför-
      derung hin. Die Alternative sei eine sehr reduzierte „stand alone“-Lösung.

 

Fr. Jakubczyk antwortet zu den o.g. Punkten Folgendes:

4.   Es seien durch Historiker:innen entwickelte leitfadengestützte Interviews geführt worden,
      um die Vielzahl der Themen sachlich und fachlich einzuordnen. Eine Kooperation mit
      dem Offenen Kanal sei künftig denkbar.

3.   Der Sammlungsbestand solle in das Anlagevermögen der Hansestadt Lübeck überge
      hen.  

 

AM Dr. Junghans bittet um einen schriftlichen Abschlussbericht nach Abschluss der Verhandlungen. AM Stolzenberg erkundigt sich nach der Machbarkeitsstudie [Anm. der Protokollführung: Die Machbarkeitsstudie ist online hier zu finden: https://transparenz.schleswig-holstein.de/dataset/entwicklungskonzeption_grenzdokumentationsstatte_lubeck-schlutup_2023]. Fr. Frank sagt einen Abschlussbericht nach Abschluss der Transformationsphase zu. Je nach Entwicklung der Gespräche mit dem Land werde voraussichtlich bis zur Mitte des Jahres 2026 eine Beschlussvorlage für künftige Weichenstellungen vorgelegt.

 

[Anm. der Protokollführung: Die Präsentation ist diesem TOP als Anlage beigefügt.]
 

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Dokument nicht im Bestand.
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Anlagen

 

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