Der Skandinavienkai in Lübeck-Travemünde
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Der Seegüterumschlag im Port of Lübeck ist im Jahr 2025 erneut gestiegen. Insgesamt wurden 23,2 Millionen Tonnen Güter über die Lübecker Häfen abgewickelt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von plus 1,7 Prozent. Damit bestätigt der Hafen seine zentrale Rolle im Ostseeverkehr, insbesondere im RoRo-Verkehr (Roll-on/Roll-off).
„Der Port of Lübeck ist und bleibt ein zentraler Logistikknoten im Ostseeraum“, führt Bürgermeister Jan Lindenau aus. „Die Entwicklung beim Seegüterumschlag zeigt die hohe Bedeutung unserer Fähr- und RoRo-Verbindungen für den internationalen Handel. Gerade die starken Partnerschaften mit den skandinavischen Ländern sichern Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität in unserer Region.“
Mit 21,1 Millionen Tonnen entfielen rund 91 Prozent des gesamten Seegüterumschlags auf den RoRo-Verkehr. Dieser ist vor allem durch den Transport von Fahrzeugen, Trailern und rollender Ladung geprägt und bildet das Rückgrat der Lübecker Hafenlogistik.
Auch die Zahl der Ladungs- und Transporteinheiten nahm zu. Insgesamt wurden mehr als 1,1 Millionen Einheiten abgefertigt – ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark stieg die Zahl der Trailer für Straßengüterfahrzeuge (plus 6,3 Prozent). Deutlich gewachsen ist zudem der Transport von Kraftfahrzeugen als Handelsgüter (plus 15,9 Prozent).
Gleichzeitig stieg im vergangenen Jahr entgegen dem deutschlandweiten Trend auch der Umschlag von Trailern und Containern auf der Intermodalanlage der Baltic Rail Gate (BRG) am Skandinavienkai in Lübeck-Travemünde im Kombinierten Verkehr um 4,4 Prozent auf insgesamt 129.200 Einheiten.
Der Passagierverkehr blieb im Jahr 2025 weitgehend stabil. Insgesamt nutzten rund 505.700 Passagieren die Fährverbindungen über Lübeck. Etwa zwei Drittel der Reisenden entfielen auf Verbindungen nach Schweden, ein gutes Viertel auf Finnland und rund ein Achtel auf Lettland.
„In den nächsten Jahren rechnen wir mit einem weiteren Wachstum an Passagieren, da Redereien am Standort neue Fährschiffe bestellt haben, die mehr Passagiere an Bord befördern und in Zukunft noch mehr Komfort bieten.“ so Bürgermeister Jan Lindenau weiter.
Auch innerhalb der Lübecker Hafenstandorte zeigte sich eine positive Entwicklung: Während die großen RoRo-Terminals weiterhin den größten Anteil am Umschlag tragen, legten die mittleren Häfen (plus 6,2 Prozent) und die stadtnahen Häfen ( plus 6,0 Prozent) relativ stärker zu.
Die aktuellen Ergebnisse werden in den Statistischen Nachrichten Nr. 72 „Lübecker Hafenzahlen 2025“ der Hansestadt Lübeck ausführlich dargestellt. Die Veröffentlichung bietet eine umfassende Analyse der Umschlagszahlen, der wichtigsten Güterarten sowie der internationalen Hafenverbindungen. Die Statistischen Nachrichten Nr. 72 – Lübecker Hafenzahlen stehen ab sofort als PDF unter www.luebeck.de/statistik zum Download bereit.
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