Elisabeth Fröhlich, Projektleitung VIAA, Stabsstelle Verkehrsfluss und Geo-Services, zeigt eine Kamera, die den Verkehrsfluss erfasst.
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Mit dem Projekt VIAA – Lübecks Verkehrsmanagementsystem wird intelligent, analytisch und agil, startet Lübecks Weg zur digital vernetzten und intelligent gesteuerten Mobilität. Ziel ist es, den Verkehrsfluss in der Stadt zu verbessern, Störungen schneller zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Damit leistet VIAA einen wichtigen Beitrag zu einer modernen, effizienten und umweltfreundlichen Verkehrssteuerung in der Smart City Lübeck.
Seit Montag, 20. April 2026, werden hierzu in Lübeck insgesamt vier Kreuzungen mit einem innovativen System zur Verkehrserfassung ausgestattet. Diese erfasst datenschutzkonform die Anzahl und Art der Verkehrsteilnehmer. Dadurch kann in Echtzeit auf Verkehrsereignisse reagiert und durch eine umfassende Analyse der Kreuzungssituation der Verkehr besser geplant werden.
Das Team VIAA bittet für etwaige Unannehmlichkeiten an den Kreuzungen Fackenburger Allee/Bei der Lohmühle, Bei der Lohmühle/ Schwartauer Allee, Fackenburger Allee/Werner-Kock-Straße und Berline Allee/ Kronsforder Allee) um Verständnis.
Mit einem Gesamtvolumen von rund 5 Millionen Euro, davon 65 Prozent Förderung durch das Bundesministerium für Verkehr, ist das Projekt VIAA auf zweieinhalb Jahre angelegt. In dieser Zeit sollen die technischen und organisatorischen Grundlagen geschaffen werden, um den Verkehr in Lübeck künftig intelligent, effizient und nachhaltig zu steuern.
Hintergrund:
Weil die Hansestadt den Verkehrsfluss aktiv steuern will, werden nach und nach alle wichtigen Ampelanlagen an den neuen Verkehrsrechner angeschlossen und in die moderne Datenplattform zur Analyse der Verkehrsdaten integriert. So kann künftig in Echtzeit auf das aktuelle Verkehrsgeschehen reagiert werden – von Staus über Baustellen bis hin zu spontanen Ereignissen im Stadtverkehr. Das verbessert nicht nur die Mobilität für alle Verkehrsteilnehmenden, sondern reduziert auch Emissionen und Wartezeiten an Kreuzungen.
Das Projektteam VIAA und der Bereich Stadtgrün und Verkehr schaffen damit die Grundlage für ein modernes, digitales Verkehrsmanagement. Der neue Verkehrsrechner bildet das Herzstück der operativen Steuerung. Durch die Verknüpfung des operativen und analytischen Systems können die Daten aus Sensoren und Detektoren analysiert, die Signalanlagen koordiniert und eine zentrale Steuerung ermöglicht werden. So können Signalprogramme künftig flexibel an die aktuelle Verkehrslage angepasst und Störungen schneller behoben werden.
Bereits 47 Ampelanlagen wurden erfolgreich an den Verkehrsrechner angeschlossen. Bis zum Ende des Förderzeitraums sollen die 80 wichtigsten Anlagen im Stadtgebiet integriert sein. Dafür werden ältere Signalanlagen technisch ertüchtigt, sodass eine Echtzeit-Kommunikation zwischen Ampeln und Verkehrsrechner möglich ist.
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