Demokratiewerkstatt
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Hohe Beteiligung, starke Inhalte: Das Werkstattgespräch der Partnerschaft für Demokratie Lübeck, unter dem Motto „Einmischen, Mitmischen, Farbe bekennen“ am 4. März 2026 war ein voller Erfolg. Mehr als 90 Vertreter:innen aus Zivilgesellschaft, Politik, Bildung, Verwaltung sowie zahlreiche engagierte Bürger:innen kamen in den Media Docks zusammen. Sie diskutierten über aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für die Stärkung der Demokratie in Lübeck.
Nach einer motivierenden Auftaktrede von Monika Frank, der Senatorin für Kultur und Bildung, informierten die Mitarbeiterinnen des Forschungsinstituts Camino aus Berlin über ihre Analysen zu den Themen Zusammenhalt und demokratische Beteiligung, Rassismus und Antisemitismus, Jugendbeteiligung, Rechtsextremismus und weitere demokratiegefährdende Phänomene. „Es hat mich gefreut, von den Expert:innen zu hören, dass die Partnerschaft für Demokratie in Lübeck sehr gut aufgestellt ist. Wir haben verlässliche Strukturen geschaffen sowie vielfältiges Engagement unterstützt und vor allem vernetzt. Viele Akteure machen sich gemeinsam stark gegen Demokratie und Menschenfeindlichkeit“, zieht Monika Frank eine positive Bilanz.
Für gute Stimmung und neue Energie sorgte eine gemeinsame Drum-Session: Alle Teilnehmenden griffen zu den Boomwhackers und lockerten so die Konferenzatmosphäre auf.
Funktionierende Demokratie braucht lebendige Zivilgesellschaft
In moderierten praxisorientierten Workshops standen Themen wie demokratische Teilhabe, gesellschaftlicher Zusammenhalt, politische Bildung sowie der Umgang mit Desinformation und Extremismus im Mittelpunkt. Viele Beiträge in den Arbeitsgruppen zeigten eindrucksvoll, wie wichtig lokale Initiativen, Engagement vor Ort und eine lebendige Zivilgesellschaft für eine funktionierende Demokratie sind. Zahlreiche Praxisbeispiele aus Vereinen, Projekten und Bildungseinrichtungen verdeutlichten, wie demokratische Werte im Alltag gestärkt und vermittelt werden können.
„Die große Beteiligung und die intensive Diskussion haben gezeigt, wie stark das Interesse und das Engagement für unsere demokratische Kultur in Lübeck ist“, betonte Stephanie Petersen, die Bereichsleiterin Jugendarbeit und gemeinsam mit Sprungtuch e.V. Veranstalterin der Konferenz. Die Demokratiekonferenz habe nicht nur Raum für Austausch geschaffen, sondern auch neue Impulse für zukünftige Kooperationen und Projekte gesetzt.
Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, um sich zu vernetzen, gemeinsame Ideen zu entwickeln und konkrete nächste Schritte für lokale Demokratieprojekte zu verabreden. Die Ergebnisse und Anregungen aus den Workshops werden nun ausgewertet und in zukünftige Maßnahmen einfließen.
Projektanträge „Demokratie leben“ bis 24. März 2026 möglich
Inzwischen hat die Hansestadt Lübeck vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Zusage für weitere finanzielle Mittel aus dem Programm „Demokratie leben“ erhalten. Es können also ab sofort bis zum 24. März 2026 neue Anträge für Projekte gestellt werden! Interessierte werden gebeten sich an die Koordinierungs- und Fachstelle von Sprungtuch e.V. per E-Mail an demokratie-leben@sprungtuchev.de zu wenden.
Die Hansestadt Lübeck, Sprungtuch e.V. und das Institut Camino zogen ein durchweg positives Fazit: Die Demokratiekonferenz hat deutlich gemacht, dass eine starke Demokratie vom Engagement vieler Menschen lebt – und dass Lübeck hierfür ein aktives und vielfältiges Netzwerk engagierter Akteur:innen bietet.
Weitere Infos sind online abrufbar unter www.demokratie-luebeck.de
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