Fahrbahnsanierungsarbeiten
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Voraussichtlich von Mai bis September 2026 sollen 37 Straßen im sogenannten DSK-Verfahren – Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise – instandgesetzt werden. Eine entsprechende Vorlage liegt dem Bauausschuss zur Beratung vor.
Bei dem DSK-Verfahren handelt es sich um das Versiegeln von schadhaften Fahrbahnoberflächen durch das Überziehen mit einer etwa 1,5 Zentimeter dicken kalten Asphaltschicht. Hierdurch wird die Oberfläche neu versiegelt und die Schädigung der Fahrbahnsubstanz durch eindringendes Regenwasser verzögert. Die Instandsetzung ist zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit unabdingbar, steigert aber gleichzeitig auch die Nutzungsqualität.
Zunächst werden Vorarbeiten ausgeführt, wie das Ausbessern von Schlaglöchern. Anschließend wird die Asphaltschicht vollflächig und in zwei Lagen aufgebracht. Hierzu sind Teilsperrungen der betroffenen Straßenzüge für jeweils einige Stunden notwendig. Vorbereitungsarbeiten und Nacharbeiten finden in der Regel mit temporären Absperrungen unter laufendem Verkehr statt.
Um die Verkehrseinschränkungen möglichst gering zu halten, werden die Sanierungsarbeiten bei einigen Straßen in der Nacht und am Wochenende ausgeführt, soweit die Möglichkeit gegeben ist.
Nach jetzigem Stand erfolgt in diesem Jahr die Instandsetzung unter anderem in folgenden Straßen:
Buntekuh: Kutterweg,
Kücknitz: Am Wallberg, Ostpreussenring,
Innenstadt: Holstenstraße, Wahmstraße oberer Teil, Kohlmarkt
St. Gertrud: Ernst Deecke Weg, Wallbrechtstraße, Roeckstraße, Zweite Ochsenkoppel, Am Lauerholz, Danziger Straße, Von Morgen Straße, Hebbelstraße, Stormweg, Scharnhorststraße, Nettelbeckstraße, Schillstraße, Luisenstraße,
St. Jürgen: Dorfstraße, Kahlhorststraße, Strecknitzer Tannen, Gartenstraße, Butenhof, Vorrade Ortslage, Malmöstraße Knoten, Beetenwiese, Auf dem Vorbeck, Oslostraße, Novgorodstraße,
St. Lorenz Nord: Gürtlerweg, Weichselstraße, Am Grenzwall, Düppelstraße,
St. Lorenz Süd: Moislinger Allee, Hansestraße, Märkische Straße
Leichte Anpassungen oder Änderungen der Straßenliste sind noch möglich, da erst nach dem Winter zielgenau auf witterungsbedingte Schäden reagiert werden kann.
DSK-Verfahren
Seit 2012 setzt die Hansestadt Lübeck das sogenannte DSK-Verfahren - Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise – zur Fahrbahnsanierung ein. Dieses Verfahren eignet sich für alle Asphalt- und Betonstraßen, deren Unterlagen tragfähig sind. Das Verlegen einer DSK verlängert die Nutzungsdauer von angegriffenen Asphaltdeckschichten um etwa fünf bis acht Jahre. Damit werden Unebenheiten beseitigt und die Griffigkeit verbessert.
Der Asphalt für DSK besteht aus einem Gemisch aus groben und feinen Gesteinskörnungen, Bitumenemulsion, Zusätzen und Wasser. Auf der Baustelle wird das Mischgut in einer kombinierten Misch- und Verlege Maschine fortlaufend produziert und direkt eingebaut. Die neue Deckschicht kann schon nach etwa 20 Minuten nach dem Einbau dem Verkehr übergeben werden.
Ein weiteres Plus des DSK-Verfahrens ist die Umweltfreundlichkeit: Der energiesparende Kalteinbau erfolgt geräuscharm und emissionsfrei. Zum Einsatz kommen nur umweltfreundliche Bindemittel.
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