Am 25. Februar 2026 referiert Ines Geipel, Schriftstellerin und Publizistin, um 19 Uhr im Großen Saal der GEMEINNÜTZIGEN, Königstraße 5, im Rahmen der mittwochsBILDUNG über "Unterschiede in der Demokratieentwicklung zwischen Ost und West“.
Der 9. November 1989. In Berlin fällt die Mauer. Es ist der glücklichste Moment in der deutschen Geschichte. 36 Jahre später sind aus Hoffnung und Aufbrüchen viel Zorn und Abwehr geworden. Warum ist das so? Was ist der harte Streitstoff zwischen Ost und West? Woher die verstellten, besetzten Räume der Erinnerung? Was bedeuten die Verharmlosungen und Legenden, die die Gegenwart vergiften? Wie wird das Superwahljahr 2026 aussehen? Wie dem Substanzloch unserer Demokratie begegnen, oder könnten die Deutschen ihr historisches Glück gar verspielen?
Die Schriftstellerin Ines Geipel stellt ihr Buch „Fabelland. Der Osten, der Westen, der Zorn und das Glück“, das 2025 für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert wurde, zur Diskussion. Die Buchhandlung Belling hält an dem Abend einen Büchertisch bereit.
Ines Geipel - Schriftstellerin und Publizistin
Ines Geipel ist Schriftstellerin und Publizistin. 1989 floh sie nach ihrem Germanistik-Studium von Jena aus nach Darmstadt und studierte dort Philosophie und Soziologie. Das zentrale Thema ihrer Arbeit als Autorin und Herausgeberin ist die deutsche Gewaltgeschichte sowohl des Nationalsozialismus als auch der DDR-Diktatur. Für ihre Bücher wurde sie vielfach ausgezeichnet: 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, 2020 mit dem Lessingpreis für Kritik, 2021 mit dem Marieluise-Fleißer-Preis, 2023 mit dem Erich-Loest-Preis. Zur Buchmesse 2026 in Leipzig erscheint ihr neues Buch „Landschaft ohne Zeugen. Buchenwald und der Riss der Erinnerung“ beim S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main.
Hintergrund
Das Jahresthema der mittwochsBILDUNG 2026 lautet "Demokratie". Neben Praxis und „frischer Forschung“ von ausgewiesenen Referent:innen werden an neun Vortragsabenden die verschiedenen Aspekte des Themas beleuchtet.
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Quelle: Die Gemeinnützige
