Veröffentlicht am 17.02.2026

Filmabend und Erzählsalon in der Grenzdokumentations-Stätte

Veranstaltungen am 19. Februar und 5. März 2026 in Lübeck-Schlutup

Die Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup

Am Donnerstag, 19. Februar 2026, lädt die Grenzdokumentations-Stätte Lübeck-Schlutup von 18 bis 20 Uhr zum Filmabend ein. Gezeigt wird der Dokumetarfilm „Die Unbeugsamen II – Guten Morgen, Ihr Schönen!“.

Mit seinem Film setzte Regisseur Torsten Körner den Politiker:innen der Bonner Republik und ihrem Kampf um politische Teilhabe ein filmisches Denkmal. Mit der Fortsetzung „Die Unbeugsamen II – Guten Morgen, Ihr Schönen!“ richtet er seinen Blick auf die andere Seite Deutschlands und zeichnet ein lebendiges Gruppenporträt ostdeutscher Frauen aus den verschiedensten Gesellschaftsbereichen der DDR.

15 selbstbewusste Frauen erzählen, wie auch im Land der staatlich verordneten Gleichberechtigung das Patriarchat regierte und schaffen damit ein kraftvolles Kaleidoskop der Geschlechterbeziehungen im Arbeiter- und Bauernstaat. Der Film bietet den beeindruckenden Lebensleistungen der ostdeutschen Frauen und ihrem Kampf um Chancengleichheit eine fesselnde Bühne.

Mit dabei: Brunhilde Hanke, langjährige Oberbürgermeisterin von Potsdam, die Landwirtin und "Heldin der Arbeit" Solveig Leo, die DEFA-Regieassistentin Barbara Mädler, die Historikerin und Publizistin Annette Leo, die Malerin Doris Ziegler, die Verhaltensbiologin Marina Grasse, die Schriftstellerin Katja Lange-Müller, die Punkerin Gabriele Stötzer, die Friedensaktivistin Ulrike Poppe, die Schauspielerin Katrin Sass, die Schlagzeugerin Tina Powileit, die Metallurgin Katrin Seyfarth, die Comiczeichnerin Anke Feuchtenberger, die Zahnarzthelferin Kerstin Bienert und die Tochter und Nachlass-Verwalterin der Malerin Annemirl Bauer, Amrei Bauer.

Die Frauen sprechen über die Doppelbelastung ihrer Mütter und Großmütter, sie erzählen von den eigenen Sorgen und Träumen, denen sie oft nur mit Tricks ein kleines Stück näherkommen konnten. Ergänzt mit zahlreichen Archiv-Aufnahmen rundet Torsten Körner die Zeitreise ab und öffnet eine Tür für ein besseres Verständnis zwischen Ost und West.

Erzählsalon: Gesprächsrunde zu Erfahrungen im geteilten Deutschland

Wie lebten Frauen in Ost und West? Welche Möglichkeiten, Erwartungen und Grenzen prägten ihren Alltag zwischen 1949 und 1989 – und was veränderte sich mit der deutschen Einheit? Im Erzählsalon erzählen Menschen persönliche Erinnerungen aus ihrem Leben im geteilten Deutschland: von Arbeit und Familie, Anpassung und Selbstbehauptung, Begrenzung und Aufbruch. Die individuellen Geschichten eröffnen vielschichtige Perspektiven auf Frauenerfahrungen in zwei politischen Systemen. Der Erzählsalon ist ein geschützter Raum für gelebte Geschichte: Zuhören steht im Mittelpunkt, Diskussionen treten zurück.

Der Erzählsalon Ost.West.Frau findet im Rahmen der Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung zur SED Diktatur: „Frauen im geteilten Deutschland“ statt und bietet Raum für eine Gesprächsrunde zu gleichen und - oder unterschiedlichen Erfahrungen im geteilten Deutschland.

Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Austausch und zum Besuch der Ausstellung. +++