Ilona Jarabek, Geschäftsführerin der Musik und Kongresshalle Lübeck, empfing die Jugendbotschafter:innen im Rahmen des Wirtschaftspraktikums
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Seit über zwei Jahren erkunden 20 Schüler:innen der Baltic-Schule im Rahmen des EU Interreg-Projekts „Bildungsregion“ als Jugendbotschafter:innen die deutsch-dänische Grenzregion und diskutieren über Perspektiven zusammen mit dänischen Jugendlichen. Nach der erfolgreichen Jugendkonferenz von MeinWelt.Fehmarnbelt auf den Fehmarnbelt Days in Lübeck im vergangenen Sommer geht es jetzt auf eine neue Entdeckungstour: Im Rahmen des ersten Wirtschaftspraktikums Fehmarnbelt besuchen und befragen die Schüler:innen seit Montag, 16. Februar 2026, rund zehn Firmen und Einrichtungen in Deutschland und Dänemark. Federführung des Projekts hat die Hansestadt Lübeck. Co-Partnerin ist die dänische Kommune Næstved.
Besuch von Einrichtungen in Deutschland und Dänemark
Erste Station im Rahmen des Wirtschaftspraktikums ist die Kommunikationsagentur twkom in Lübeck. Twkom begleitet die Jugendbotschafter: innen im Projekt, befähigt sie, in den Austausch mit dänischen Schüler:innen zu treten und darüber zu berichten. Im Rahmen des Praktikums werden auch Grundlagen der Betriebswirtschaft und Wirtschaftskommunikation vermittelt.
Weitere Stationen der Jugendbotschafter:innen in der ersten Praktikumswoche sind die Musik- und Kongresshalle Lübeck mit einem Gespräch in der Geschäftsführung, der Besuch beim Eventmanagement von Lübeck-Travemünde-Marketing und bei der Ausbildungsabteilung von Dräger. Mitte der Woche geht es dann nach Kiel. Dort steht ein Treffen bei der Pressestelle des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein auf dem Programm. Außerdem folgen die Schüler:innen einer Einladung vom Norddeutschen Rundfunk. Auch dort steht das Thema Wirtschaft in der Region im Fokus.
Die zweite Woche führt dann nach Dänemark. Erste Station ist die Tunnel-Baustelle am Fehmarnbelt im dänischen Rœdby. In dem Gespräch mit der Wirtschaftsgesellschaft Fonden Femern Belt Development geht es um die Themen Verkehr und Logistik. In Næstved stehen dann ein Austausch mit dem Næstved Gymnasium und der Besuch der Touristenattraktion Locked auf dem Programm. Erkundungsfahrten zum Naturcenter Stevns an der Ostsee südlich von Kopenhagen, Gespräch mit dem Business Hub Zealand in Sorø und der Roskilde Universität schließen sich an.
Unterschiede und Gemeinsamkeiten erkunden
Immer in Zweier-Teams bereiten die Jugendbotschafter:innen die Besuche vor. Hannah Wulf, 18 Jahre, von der Baltic-Schule Lübeck ist für das Treffen im Wirtschaftsministerium verantwortlich. „Wir knüpfen mit unserem Projekt MeineWelt.Fehmarnbelt dort an, wo wir bei den Fehmarnbelt Days aufgehört haben: Wir wollen noch mehr erfahren über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Dänemark. Ich bin besonders gespannt auf die Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium in Kiel und den Studierenden in Roskilde.“
Ausweitung des Angebots auf alle Schulen geplant
Das Lübecker Wirtschaftspraktikum findet in dieser Form zum ersten Mal statt. Die Hansestadt Lübeck will Erkenntnisse sammeln, wie Schüler:innen-Praktika für alle Schulen in der Fehmarnbelt-Region funktionieren können. „Wir freuen uns, dass uns das Interreg-Projekt Bildungsregion diese Möglichkeit bietet. Wir merken schon jetzt: Das Interesse bei den Jugendlichen wächst, mit der Tunnel-Verbindung die Fehmarn-Belt-Region als einen gemeinsamen Lebensraum zu gestalten und dabei über- und voneinander zu lernen. Das Wirtschaftspraktikum soll einen Beitrag leisten, dieses Interesse auch im schulischen Umfeld zu bedienen“, erläutert Dr. Hans-Joachim Friedemann, Leiter des Bereichs Schule und Sport bei der Hansestadt Lübeck.
Alle Erkenntnisse des ersten Wirtschaftspraktikums Fehmarnbelt werden systematisch ausgewertet und fließen auch in die abschließende Jugendkonferenz des Projekts „MeineWelt.Fehmarnbelt“ im Frühling 2026 ein.
Hintergrund
„MeineWelt.Fehmarnbelt“ – das Jugendbotschafter-Projekt der Hansestadt Lübeck in Zusammenarbeit mit der Næstved Kommune ist Teilziel 3 des Interreg-Projekts „Fehmarn Belt Learning Region“, an dem über 40 Netzwerkpartner aus beiden Ländern vertreten sind. Es wird mit über 2 Millionen Euro von der Europäischen Union gefördert. Das EU-Förderprogramm Interreg unterstützt Projekte der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit auch in der deutsch-dänischen Region am Fehmarnbelt.
Weitere Infos: https://www.meineweltfehmarnbelt.de +++
