Aufgrund eines technischen Defekts innerhalb des Umspannwerks kam es am 12. Februar 2026 gegen 17.30 Uhr zu einem mehrstündigen Stromausfall im Lübecker Stadtteil Vorwerk.
Nach erfolgreichen Tests konnte ab 23.10 Uhr die Versorgung der 5.600 privaten Haushalte mit Strom, der Fernwäre-Kund:innen sowie der Betriebe (Diakonie Nord-Nordost, das BHKW Posener Straße und das BHKW Ratekauer Weg) schrittweise wieder hergestellt werden.
„Technische Defekte sollen nicht vorkommen, können aber nie ganz ausgeschlossen werden. Die Notfallpläne von Stadtwerke und Feuerwehr haben nach erster Analyse gut funktioniert. Ebenso das Zusammenwirken mit Einrichtungen im Stadtteil. Ich danke allen Einsatzkräften und Mitarbeitenden für ihren engagierten Einsatz. Ebenso gilt mein Dank den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Besonnenheit und die mir geschilderten gegenseitige nachbarschaftliche Hilfe und Unterstützung“, betont Bürgermeister Jan Lindenau.
Die Feuerwehr Lübeck wurde im Rahmen des Stromausfalls zu mehreren, kleineren Einsätzen alarmiert. Auch ein Notanlaufpunkt bei der Freiwilligen Feuerwehr Vorwerk wurde eingerichtet sowie Lautsprecherwagen eingesetzt. Mit der Unterstützung des DRK Lübeck wurde ebenfalls eine Wärmehalle für einen länger anhaltenden Stromausfall vorbereitet. „Ich möchte mich bei allen beteiligten Einsatzkräften für ihren Einsatz bedanken aber auch die Gelegenheit nutzen, um an die notwendige Eigenvorsorge der Bürgerinnen und Bürger für Zwischenfälle dieser Art zu erinnern“, so Thomas Köstler, Leiter der Lübecker Feuerwehr.
Leichte Einschränkungen im Busverkehr auch am 13. Februar möglich
Infolge des Stromausfalls beim Betriebshof der Stadtwerke Lübeck Mobil konnten die E-Busse nicht planmäßig geladen werden. Die Inbetriebnahme findet sukzessive statt, so dass am Freitag, 13. Februar 2026, gegebenenfalls mit leichten Beeinträchtigungen im Busverkehr noch zu rechnen ist.
Die Stadtwerke Lübeck bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten für die Kund:innen und Fahrgäste sehr, die immer mit einem solchen Ausfall verbunden sind.
Polizei verzeichnet keine besonderen Vorkommnisse
Nach polizeilicher Bewertung kam es durch den Stromausfall zu keinen besonderen Vorkommnissen und nur sehr wenigen Anrufen, die Lage erwies sich als ruhig. „Nach bisherigem Sachstand liegen keine Hinweise auf mögliche Sabotage oder Sachbeschädigungen vor“, so Ulli Fritz Gerlach, Pressesprecher der Polizeidirektion Lübeck.
Während des Stromausfalls war die Polizeidirektion Lübeck mit einer verstärkten Anzahl von Polizeibeamten und Funkstreifenwagen im Bereich Lübeck Vorwerk präsent. Bei Erforderlichkeit standen den Bürgerinnen und Bürgern Polizeibeamte am Notfallinformationspunkt persönlich als Ansprechpartner zur Verfügung.
Gerüchte über eine Plünderung eines Supermarktes in der Schwartauer Landstraße bestätigten sich nicht – die alarmierten Polizeibeamten stellten vor Ort Mitarbeiter des Marktes fest, die sich um die Waren kümmerten.
Checklisten zur Vorsorge für den Notfall
Dieser Stromausfall hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass sich alle Menschen in unserer Stadt auf besondere Notsituationen vorbereiten, die durch technische Defekte, Umwelteinflüsse oder Bedrohungslagen jederzeit eintreten können. Die Hansestadt Lübeck hat im Informationsportal www.luebeck.de/sicherheit Checklisten hinterlegt, wie sich jeder Haushalt gut auf den Ernstfall vorbereiten kann.
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