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Veröffentlicht am 09.04.2020

Elf Bäume in Grünanlagen werden nach Ostern untersucht

Zuguntersuchungen sollen Aufschluss über Standhaftigkeit geben

In der Woche nach Ostern werden an elf Bäumen im Lübecker Stadtgebiet umfangreiche Baumuntersuchungen durch ein Sachverständigenbüro durchgeführt.

Die Untersuchungen erfolgen auf folgenden Flächen:

• Burgtor- und Ehrenfriedhof
• Stadtpark
• Jerusalemsberg
• Grünanlage Rehderbrücke/ Hüxtertorallee

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Baumkontrolle durch den Bereich Stadtgrün und Verkehr wurde an Bäumen auf diesen Flächen ein Befall mit Pilzen im Wurzelbereich festgestellt. In Abhängigkeit von der Baum- und Pilzart erfolgt durch den Befall meist eine starke Schädigung des Baumes, die dazu geeignet ist, dass dieser ohne Vorankündigung umstürzen kann. Da die vorhandenen Untersuchungsergebnisse bei diesen Bäumen aber nicht eindeutig sind, hat der Bereich Stadtgrün und Verkehr sich dazu entschlossen, Zuguntersuchungen durchführen zu lassen, um diese Bäume möglichst zu erhalten.

Es handelt sich dabei um Bäume, die aufgrund ihres hohen Alters und ihres exponierten Standortes diese aufwändigen Untersuchungen notwendig machen. Bei dem Zugverfahren wird der zu untersuchende Baum mittels Flaschenzug und Stahlseil gezogen. Durch den Zugversuch erfolgt keine Gefährdung des Baumes, da die Kraft, mit der gezogen wird, vielfach kleiner ist als die Kraft, die bei normalen Windverhältnissen auf den Baum einwirkt. Die Untersuchung verläuft für den Baum verletzungsfrei, da auch die Messinstrumente nur in der äußeren Borke befestigt werden. Die Ergebnisse dieses Verfahrens lassen dann aber Rückschlüsse zu, wie sich der Baum bei Sturm verhalten würde und ob er ausreichend im Boden verankert ist..+++