Auszug - Mühlentorplatz - Umgestaltung zur signalisierten Kreuzung  

44. Sitzung des Bauausschusses
TOP: Ö 3.1
Gremium: Bauausschuss Beschlussart: zurückgestellt
Datum: Mo, 02.02.2026 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:02 - 18:57 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal (Haus Trave 7.OG)
Ort: Verwaltungszentrum Mühlentor
VO/2025/13939 Mühlentorplatz - Umgestaltung zur signalisierten Kreuzung
   
 
Status:öffentlich  
Dezernent/in:Senatorin Joanna Hagen
Federführend:5.660 - Stadtgrün und Verkehr Bearbeiter/-in: Krüger, Sandra
 
Wortprotokoll
Abstimmungsergebnis


TOP 3.1 und TOP 3.1.1 werden gemeinsam behandelt. Die Diskussion ist unter TOP 3.1 wiedergegeben, die Abstimmung unter dem jeweiligen TOP.

 

Herr Dreilich und Frau Krüger stellen die Planungsergebnisse aus dem Bericht unter TOP 3.1.1 anhand einer Präsentation, die der Niederschrift als Anlage beigefügt ist, vor.

 

Der Vorsitzende fragt, ob die Verkehre mit der Variante 1A abwickelbar seien.

Frau Krüger antwortet, dass dies mit den momentanen verkehrlichen Belastungen nicht möglich sei.

 

AM Ramcke erklärt, dass er sich mit einer Entscheidung schwer tue und weiterhin die Variante 3 favorisiere, die über mehrere Ebenen verlaufe. Er wolle wissen, ob diese Variante nicht mit etwas Kreativität doch ermöglicht werden könne.

Herr Dreilich erläutert an einer Grafik die räumlichen Konflikte, die diese Lösung an der Kreuzung verursachen würde. Es gebe für diese Lösung nicht genug Platz, daher sei dies von der Verwaltung nicht weiter verfolgt worden.

AM Ramcke fragt, ob es sich bei diesen Problemen um Herausforderungen oder Ausschlusskriterien handle.

Herr Dreilich hinterfragt, ob es sinnvoll sei, hier weitere Energie und Zeit zu investieren.

 

AM Höfel fragt, ob der Radschnellweg und der ÖPNV berücksichtigt worden seien.

 

AM Hamer ergänzt, dass für ihn die Planung ebenfalls wirke, als sei der Radschnellweg nicht ausreichend berücksichtigt worden, da dieser durch die Ampeln ausgebremst werde. Er spreche sich ebenfalls für eine Prüfung einer zweigeschossigen Variante aus, ggf. könne diese etwas weiter nach Nordosten verschoben werden.

Herr Dreilich entgegnet, dass eine Verschiebung des Knotenpunkts wenig Raum bringe und automatisch einen Eingriff in den Baumbestand zur Folge habe.

 

Der Vorsitzende führt aus, dass dies seiner Ansicht nach ein Belang sei, der in der letztlichen Entscheidung abgewogen werden müsse. In der Variante 2 würden auch einige Bäume gefällt werden müssen.

Herr Dreilich antwortet, dass der Eingriff in den Baumbestand deutlich kleiner sei.

 

AM Prieur erkundigt sich, wie es sich verhalte, wenn aus den Radwegen Zwei-Richtungs-Radwege gemacht werden würden.

Frau Krüger und Herr Dreilich erläutern anhand der Karte, welche Auswirkungen dies habe. Einerseits werde das Konfliktpotential erhöht und andererseits würde es nichts daran ändern, dass die Radfahrenden dennoch immer zwei Querungen vornehmen müssten, um bspw. von der Kronsforder Allee in die Mühlenstraße zu gelangen.  

 

AM Luetkens sagt, dass in der Diskussion immer komplette Lösungen gefordert werden würden, aber es gebe mit dem Radschnellweg aus der Ratzeburger Allee in die Mühlenstraße eine klare Hauptrichtung mit dem meisten Verkehr. Gegebenenfalls könne eine Überführung erstellt werden, die nicht den kompletten Kreisverkehr abdecken müsse.

 

Senatorin Hagen erklärt, dass eines der Probleme mit einer Führung über eine andere Ebene sei, dass die Infrastruktur für die Radfahrenden zweimal geschaffen werden müsse, da es auch zu dieser Zuwegungen geben müsse. Außerdem würden für die notwendigen Anrampungen sehr lange Wege benötigt werden. Man müsse sich dessen bewusst sein, dass dies eine sehr aufwendige Infrastruktur sei.

 

AM Kohlfaerber führt ebenfalls aus, dass der Radverkehr nicht aus allen Richtungen gleich stark sei und ggf. Mischkonstruktionen gefunden werden könnten, bei denen nur der Radverkehr in eine bestimmte Richtung als Tunnel oder anderweitig abgesetzt von der Fahrbahn geführt werden könne. Außerdem wolle sie wissen, ob bekannt sei, wie viele KFZ-Verkehre den Mühlentorteller in der augenblicklichen Lage nutzen würden. Die Verkehrsberuhigung der Altstadt sei vielleicht ein mögliches Zukunftsszenario.

 

Herr Dreilich antwortet, dass es noch keine Verkehrszählung zur aktuellen Verkehrslage gebe, aber das dies verfolgt werden solle. Aufgrund der Witterung sei die aktuelle Lage aber nicht repräsentativ, hierzu müsse mindestens der Frühling abgewartet werden. Er erläutert die verkehrliche Situation am Mühlentorplatz und wie sich diese auf die von der Verwaltung empfohlene Variante auswirke.

 

AM Ingwersen fragt, ob die Reduzierung des Kreisverkehrs auf eine Spur Platz schaffen würde, um einen Zwei-Richtungs-Radweg zu ermöglichen.

Frau Krüger erklärt, dass der Mühlentorplatz bereits jetzt nur eine Spur habe und der Platz für die notwendigen Abstände zwischen KFZ- und Radverkehr benötigt werden würde.

 

Der Vorsitzende bittet um Erläuterung der Unterscheide zwischen der Variante 2 und der modifizierten Variante 2A.

Frau Krüger erklärt die Unterschiede der Varianten.

Der Vorsitzende bittet darum, bei der Erklärung die Auswirkungen des vorhandenen Baumbestands auszublenden, und welche Variante ohne diesen Belang empfohlen werde.

Frau Krüger führt aus, dass die empfohlene Variante die Variante 2 ohne Modifikation sei, da mit dieser Variante eine Verkehrsqualität D erreicht werden könne.

Der Vorsitzende erkundigt sich, ob die Variante 3 bevorzugt werden würde, wenn Geld und räumliche Fragen keine Rolle spielen würden.

Herr Dreilich erläutert, dass die Trennung der Verkehre die beste Variante darstelle, aber die Frage der baulichen Umsetzung wesentlich sei. Er wolle außerdem darauf hinweisen, dass die Qualitätsstufen sich nur auf den KFZ-Verkehr beziehen würden, dies sei keine Aussage zur Qualität des Fuß- oder Radverkehrs. Er erklärt anhand der Präsentation zudem die Führung des Busverkehrs in der von der Verwaltung empfohlenen Variante.

 

Frau Schölkopf ergänzt, dass der Bund eine Steigerung der Qualitätsstufe von E auf D bereits fördere, und eine solche Qualitätsstufe für den Bund völlig in Ordnung sei. Diese Qualitätsstufen seien nicht mit den Schulnoten zu vergleichen.

 

Der Vorsitzende beantragt den Schluss der Rednerliste.

Der Bauausschuss stimmt einstimmig zu.

 

AM Ramcke führt aus, dass er die Variante 3 immer noch als beste Lösung ansehe, auch wenn er verstehe, dass der Platz als zu eng bewertet werde. Der Verkehrsknoten verdiene aber eine gute Verkehrsqualität.

 

Der Vorsitzende beantragt die Vertagung von TOP 3.1 und TOP 3.1.1 und lässt über seinen Antrag abstimmen.

Für die Vertagung:  13 Stimmen

Gegen die Vertagung: 0 Stimmen

Enthaltungen:   2 Stimmen

Der Bauausschuss vertagt die Vorlagen einstimmig.

 

 

 


 

 

 

 

Abstimmungsergebnis

 

einstimmige Annahme

 

einstimmige Ablehnung

 

Ja-Stimmen

 

Nein-Stimmen

 

Enthaltungen

 

Kenntnisnahme

 

Vertagung

X

Ohne Votum

 


 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich TOP 3.1 - Präsentation zu dem Mühlentorknoten (3140 KB)