- Welche von der Stadtverwaltung genutzten Gebäude verfügen über eine Klimaanlage?
Antwort
Klimaanlagen werden in Gebäuden, welche von der Stadtverwaltung genutzt werden, vor allem dort eingesetzt, wo technische Anforderungen bestehen, typischerweise in Serverräumen zur Kühlung der IT-Infrastruktur.
Bauteile mit kühlender Funktion sind in raumlufttechnischen Anlagen nur installiert, wenn
- besondere Wärmebelastungen vorliegen,
- bei bauordnungsrechtlichen Vorgaben
- oder zum Schutz von Kulturgütern.
Hierzu zählen folgende Standorte:
Objekt-Nr. | Objekt | Lüftungsanlage |
0047 | Theater | RLT Veranstaltung |
0100 | St. Annen Museum | RLT Museum |
0137 | Emil-Possehl-Schule | RLT Forum Veranstaltung |
0214 | Ernestinen-Schule/Crane-Konvent | RLT Mensa Gewölbe |
0237 | VZM | RLT Multi-Space Mitarbeiter |
0262 | Rathaus | RLT Bürgerschaft |
0344 | Betriebshof Vorwerk | Klima Split Besprechung/Mitarbeiter |
0441 | MUK | RLT Veranstaltung |
0554 | Günther-Grass-Haus | RLT Besucherraum (teilweise) |
0678 | Verwaltung Kohlmarkt GMHL | RLT Besprechung |
0687 | Königstraße 54 ehem. Karstadt | RLT Veranstaltung |
Anm.:
„RLT“ stellt eine zentrale, raumlufttechnische Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung von Räumen mit Möglichkeiten des Heizens und Kühlens dar.
„Klimasplitgeräte“ stellen dezentrale, technische Geräte zur Raumkühlung dar.
- Welche davon werden für die Öffentlichkeit an Hitzetagen zur Verfügung gestellt?
Antwort
Derzeit stehen an Hitzetagen keine öffentlichen, klimatisierten Gebäude zur Verfügung. Einige unserer historischen Gebäude bleiben aufgrund ihrer massiven Bauweise länger kühl, sind jedoch nicht als öffentliche Rückzugsorte vorgesehen.
- Wird über die in Ziffer 2) genannten Räume über städtische Informationskanäle informiert?
Wenn ja: Wo? Wenn nein: Warum nicht?
Antwort
Auf unserem städtischen Hitzeportal (bzw. den entsprechenden Pressemitteilungen) verweisen das Gesundheitsamt in Absprache mit der Klimaleitstelle auf öffentlich zugängliche kühle Gebäude, z. B. die Marienkirche (hier ist der Eintritt gratis an Hitzetagen) oder klimatisierte Einkaufszentren.
- Die auf der Webseite der Stadt veröffentlichte Version Pressemitteilung weicht von der verschickten Version Pressemitteilung insoweit ab, als bei ersterer das Wort "Bibliotheken" nicht enthalten ist. Was ist der Grund für die Abweichung der verschickten Pressemitteilung von der Pressemitteilung auf der Webseite?
Antwort
Die Online-Veröffentlichung wurde im Nachhinein korrigiert.
In der vom Gesundheitsamt und Klimaleitstelle entworfenen Pressemeldung wurde als „kühler Ort“ auch die Bibliothek genannt. Bedauerlicherweise wurde dieser Hinweis veröffentlicht, obwohl die Lübecker Bibliotheken über keine Klimaanlage verfügen und somit nicht zu den empfohlenen „kühlen Orten“ gehören. Dies wurde entsprechend korrigiert. Die Medien wurden kurzfristig telefonisch informiert. Aufgrund der veränderten Wetterlage wurde auf den erneuten Versand einer korrigierten Pressemeldung, wie es sonst üblich ist, verzichtet.
- Welche Strategie verfolgt der Bürgermeister angesichts der Erderwärmung bei der Ausstattung der städtischen Bürogebäude mit Klimaanlagen?
Antwort
Im Zuge der Erarbeitung des Hitzeaktionsplans sowie der Fortschreibung des kommunalen Wärmeplans zu einem kommunalen Wärme- und Kälteplan soll dieses Thema verstärkt Berücksichtigung finden. Während Klimaanlagen kurzfristig kühlende Abhilfe schaffen, verschärfen sie die Klimafolgen durch zusätzlichen Energieverbrauch und die Freisetzung von Treibhausgasen. Daher liegt ein wesentlicher Fokus der Hansestadt Lübeck auf einer hitzesensiblen Stadtentwicklung. Dies beinhaltet insbesondere eine Verbesserung der Durchlüftung sowie einer verstärkten Durchgrünung insbesondere der stark verdichteten Stadtquartiere. Diese Maßnahmen dienen der natürlichen Kühlung und der Verbesserung des Mikroklimas (siehe: Hitzesensible Stadtentwicklung - Stadtentwicklung, unter dem Reiter „Maßnahmen der Stadtverwaltung“).
Zudem wird bei der Planung bzw. Sanierung städtischer Bürogebäude auf Maßnahmen der Hitzevorsorge gesetzt, z. B. durch eine wärmetechnische Sanierung von Bestandsgebäuden, den Einbau von Sonnenschutzverglasung, durch künstliche oder natürliche Verschattungselemente (z. B. in Form von Fassadenbegrünungen oder Großbaumpflanzungen) und Dachbegrünungen. Mehr Informationen dazu sind auf dem städtischen Hitzeportal zu finden (Gebäude und Grundstück - Stadtentwicklung).