Auszug - Verkehrsträgerübergreifende Fragestellungen im Korridor Kücknitz - Travemünde  

31. Sitzung des Bauausschusses
TOP: Ö 5.3
Gremium: Bauausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen / ohne Votum
Datum: Mo, 05.05.2025 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:32 Anlass: Sitzung
Raum: Großer Sitzungssaal (Haus Trave 7.OG)
Ort: Verwaltungszentrum Mühlentor
VO/2025/14121 Verkehrsträgerübergreifende Fragestellungen im Korridor Kücknitz - Travemünde
   
 
Status:öffentlich  
Dezernent/in:Senatorin Joanna Hagen
Federführend:5.610 - Stadtplanung und Bauordnung Bearbeiter/-in: Stolte, Christian
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Dieser TOP wird aufgrund technischer Probleme vor dem TOP 4.1 und 12.1, die gem. TOP 1 gemeinsam beraten werden, vorgezogen.
 

AM Prieur merkt an, dass durch die Fahrt der Linie 50 nur bis zum Hafenhaus eine direkte Anbindung vom südlichen Kücknitz nach Travemünde bestehe.

 

Herr Stolte erklärt, dass es Sonderfahrten der Linie 33 für das Trave-Gymnasium geben werde, um eine direkte Verbindung nach Travemünde zu gewährleisten.

Herr Stäwen führt weiter aus, dass bereits zum letzten Fahrplanwechsel die Verbindung zwischen Herrenwyk und Travemünde (frühere Linie 33) weggefallen sei und somit das, was Variante J aufführe, bereits bestehe.

Herr Stolte ergänzt, dass es bisher auch keine Beschwerden gegeben habe, dass es keine direkte Verbindung von Kücknitz nach Travemünde gebe. Beschwerden habe es gegeben, da an der Haltestelle Kieselgrund einige Buslinien weggefallen seien. Diese seien jedoch aufgenommen und würden überprüft werden.

 

AM Brock fragt, ob es hierzu noch eine weitere Information geben könne, da AM Prieur wissen möchte, ob es noch doch noch eine Möglichkeit der Anbindung gibt.

Herr Stolte sagt eine Prüfung zu.

 

AM Mauritz fragt, ob es hierzu noch eine Beschlussvorlage geben wird.

Dieses wird von Herrn Stolte vorerst verneint.

 

AM Mauritz bittet darum, nicht nur die Arztpraxis aufzuführen, sondern auch die restlichen Gruppierungen mit aufzunehmen. Des Weiteren geht es ihm um die Umsetzung der Ringstraße, insbesondere dem REWE. Er erklärt, dass es seit vier Jahren einen Beschluss gebe. Er merkt an, dass es hierzu mal eine Vorlage gegeben habe, die jedoch nicht mehr aufgetaucht sei. Des Weiteren rege er an, die Europäische Union an den Kosten der 2. Zuwegung zu beteiligen.

 

AM Brock fragt nach, wie es mit der 2. Anbindung Travemünde weitergehe.

Herr Stolte erklärt, dass es mit der Variante 7 eine konfliktfreie Möglichkeit gebe, welche preislich sehr hoch ausfalle. Hierzu müsste noch Rücksprache mit der DB gehalten werden bzgl. der Kostenbeteiligung, da die beiden Querungen ein großer Kostenfaktor seien.

 

AM Mauritz fragt, ob die zeitliche Vorverlegung des Bahnhaltepunktes am Hafenhaus für die Regio-S-Bahn ggf. eine Buslinie einsparen könnte.

Herr Stolte antwortet, dass er dies kritisch sehe, aber prüfen würde.

 

Antworten nachträglich zur Niederschrift:

Bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 bestand eine umsteigefreie Busanbindung zwischen den südlichen Bereichen von Kücknitz und Travemünde mit der Buslinie 33. Allerdings hatte diese aufgrund des Linienwegs eine relativ lange Fahrtzeit und wird daher nicht als attraktiv eingeschätzt.

 

Zum Fahrplanwechsel wurden im Bereich Kücknitz bereits mehrere Maßnahmen aus dem Zielfahrplan des 5. RNVP umgesetzt. Hierzu zählt der 10-Minuten-Takt in der Relation Innenstadt – Solmitzstraße, aber auch die neu eingeführte Linie 50, die die bisherige Linie 39 sowie den nördlichen Abschnitt der Linie 33 (Kücknitz Roter Hahn – Travemünde) miteinander verbindet. Hintergrund war vor allem das Ziel, auch den Haltestellen an der Ivendorfer Landstraße eine umsteigefreie Innenstadtanbindung zu ermöglichen.

 

Für Fahrten zwischen Dänischburg/Herrenwyk und Travemünde ist ein Umstieg an der Haltestelle Solmitzstraße in die Linien 30, 40 oder 50 notwendig. Dieser Umstieg weist aus betrieblichen Gründen derzeit z. T. längere Umsteigezeiten auf. Zum kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2025 wird geprüft, die betroffenen Umsteigezeiten zu verkürzen. Aus Sicht des ÖPNV-Aufgabenträgers ist dann eine der Nachfrage angemessene Verbindung geschaffen. Der Umstieg spart hier sogar ein wenig Fahrtzeit gegenüber der früheren umsteigefreien Verbindung mit der Linie 33.

 

Der Realisierung des Haltepunktes sind durch fehlende Planungskapazitäten bei der DB InfraGO Grenzen gesetzt. Selbst wenn jetzt durch die NAH.SH ein offizielles Startsignal gegeben würde, bräuchte die DB InfraGO mindestens 5  10 Jahre für Planung und Realisierung des Bahnhaltepunkts. Ohnehin könnte eine SPNV-Bedienung eines zusätzlichen Haltepunkts am Hafenhaus z. Zt. womöglich nur sporadisch erfolgen, da DB Regio aktuell nicht genug Reserven dafür im vorhandenen Fahrplan sieht. Eine Realisierung ist daher auch gekoppelt an einen Ausbau und eine Beschleunigung der Strecke nach Travemünde. Zusätzlich zum Bau eines Bahnsteigs müsste dieser auch mit einer aufwändigen Fußgängerbrücke an das Hafenhaus angeschlossen werden, um den zukünftigen Güterbahnhof Nord zu überbrücken.

Der Bahnhaltepunkt würde im Falle einer Fertigstellung die Verbindung vom Hauptbahnhof sowie von Travemünde beschleunigen. Der aktuelle 60-Minuten-Takt reicht allerdings nicht aus, um die Erschließungsvorgaben des 5. RNVP zu erfüllen. Zudem bedient die Bahn nicht die Relation ins Kücknitzer Ortszentrum sowie in die Innenstadt – hierhin ist eine Buslinie weiterhin notwendig, auch um das Gewerbegebiet Henry-Koch-Straße zu erschließen, dass außerhalb des Erschließungsradius eines möglichen Bahnhaltepunkts läge. Die Verlängerung der Ortsbuslinie 35 zum Hafenhaus wäre in dem Fall aber wahrscheinlich entbehrlich
 


Bericht:

Seit Jahren wird über eine mögliche 2. Straßenanbindung für Travemünde diskutiert. Die Verwaltung wurde beauftragt, eine 7. und 8. Variante zu prüfen. Die Ergebnisse werden mit dieser Vorlage als Zwischenbericht veröffentlicht und in einen Gesamtzusammenhang gesetzt.

 

Darüber hinaus gibt es aktuelle Herausforderungen im Busverkehr. Dieser wurde im Korridor Lübeck – Kücknitz – Travemünde zum Fahrplanwechsel Dezember 2024 deutlich verbessert. Allerdings führte die Sperrung der ÖPNV-Trasse durch den Skandinavienkai dazu, dass die Linienführung der Buslinien 30, 34 und 40 verändert werden musste, was zu Beschwerden über die verschlechterte Anbindung des Hafenhauses sowie die nun verkehrlich stärker belastete Ortsdurchfahrt Ivendorfs führte.

 

Zudem wurde im Rahmen des Beschlusses des 5. RNVP eine Anpassung des Travemünder Ortsbus-Verkehrs beauftragt.

 

Im Bauausschuss am 20.01.25 wurde der Wunsch geäußert, all diese Punkte integriert zu betrachten. Dieser Bericht soll daher alle drei Anlässe integriert betrachten und Vorschläge zur kurz- und langfristigen Verkehrsführung im genannten Korridor aufzeigen.

 

Der Bereich Stadtgrün und Verkehr sowie die Stadtwerke Lübeck mobil wurden beteiligt und haben ihre Zustimmung gegeben.

 

 

Der Vorsitzende ruft TOP 4.1 auf.


 


 

 

 

 

Abstimmungsergebnis

 

einstimmige Annahme

 

einstimmige Ablehnung

 

Ja-Stimmen

 

Nein-Stimmen

 

Enthaltungen

 

Kenntnisnahme

X

Vertagung

 

Ohne Votum