Bis 2002 werden 242 Millionen Mark in Hafenausbau investiert

Veröffentlicht am 29.11.1999

Bis 2002 werden 242 Millionen Mark in Hafenausbau investiert


990912R 29. November 1999

Lübecks Infrastruktur wird weiter stark ausgebaut. Bis 2002 fließen in den Hafenausbau am Skandinavienkai gut 242 Millionen Mark. Allein für den Doppelstockanleger 6a am Skandinavienkai werden rund 22 Millionen Mark von der Hansestadt Lübeck und der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) investiert. Bürgermeister Michael Bouteiller und Bausenator Dr.-Ing. Volker Zahn lösten für dieses Bauvorhaben am Montag, 29. November, gemeinsam mit Vertretern der LHG den ersten Rammschlag aus. Damit geht der Ausbau des Skandinavienkais zügig weiter. Zuvor waren die Flächen an der zukünftigen Güterabfertigung Süd fertiggestellt und die Anleger 1 bis 4 zu den neuen Anlegern 3 und 4 umgebaut worden.

In den neuen Anleger 6a am “Skandikai” investiert die Hansestadt selbst 15 Millionen Mark in die Infrastruktur (Kaimauer, Hauptdeckklappe, Flächenbefestigung), die LHG weitere rund sieben Millionen in die Suprastruktur, wie in den Bau der Rampen, Gangways und sonstigen Aufbauten des Anlegers. Der Anleger soll bereits zum 1. August 2000 fertig gestellt sein.

Zukünftiger Nutzer des Anlegers ist die TT-Line mit Schiffen der neuesten Generation. Zwei dieser Fähren wurden im August bestellt, das erste Schiff wird im Februar 2001 ausgeliefert, das zweite im August 2002. Sie haben jeweils eine Länge von 190 Metern und eine Breite von knapp 30 bei einer Kapazität von 2685 Lademetern auf drei Decks. Der Anleger 6a wurde unter Beteiligung von TT-Line und Finnlines durch eine Arbeitsgruppe konzipiert, die aus Vertretern des Bereichs Wasser und Hafen der Hansestadt Lübeck, der LHG sowie der Baltic Marine Consult (BMC) und der INROS Planungsgesellschaft Rostock bestand. So wie im Vorwerker Hafen ermöglicht der neue Anleger die gleichzeitige Entladung der Schiffe über zwei Ebenen über das Heck. Entsprechend wird eine bewegliche Hauptdeckklappe gebaut, die 29,50 Meter breit und 20 Meter lang ist. Die bewegliche Oberdeckklappe ist 21,30 Meter breit und 30 Meter lang.

Damit der Skandikai, an dem wöchentlich fast 90 Schiffe abfahren, auch weiterhin der größte Fährhafen Europas bleibt, investiert die Hansestadt weiterhin kräftig. Bis 2002 werden weitere gut 220 Millionen Mark von Stadt und LHG in den Hafenausbau gesteckt. So soll bis 2001/2002 der Anleger 6 zu den Anlegern 5a und 6 umgebaut werden. Die Gleisstrecke in Richtung Ivendorfer Landstraße wird bis Ende 2001 verlegt. Insgesamt werden rund 20 Hektar neue Hafenfläche geschaffen, davon etwa sechs bis Mitte 2002. Daneben entstehen zwei neue Gewerbegebiete mit jeweils rund 20 Hektar bis 2001/2002.

Damit verfügt der Skandinavienkai ab Mitte 2002 über neun leistungsfähige Anleger mit etwa 55 Hektar Hafen- und 40 Hektar Gewerbefläche. Gleichzeitig besteht die Option, den Hafen ab 2002 um zwei weitere Anleger und auf 70 Hektar Hafenfläche zu erweitern. +++