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Veröffentlicht am 08.10.1999

Privatinitiative zum Erhalt des Freibades Falkenwiese

Privatinitiative zum Erhalt des Freibades Falkenwiese

Bereits über 100 Mitglieder zählt der erst im September 1999 gegründete Förderverein Naturbad Falkenwiese. Gegründet von zwölf engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus der unmittelbaren und näheren Umgebung der Flußbadeanstalt an der Wakenitz, fanden sich schnell weitere Interessierte, die mithelfen wollen, das zentrumsnahe Bad auch zukünftig zu erhalten. Dr.-Ing. Karl Bensemann, 1. Vorsitzender des Vereins, rechnet damit, daß bis zum Jahresende das 300. Mitglied dem Verein beigetreten ist.

Ziel des Vereins ist es, die Lübecker Schwimmbäder GmbH beim Betrieb und in der Unterhaltung des denkmalgeschützten, über 200 Jahre alten Bades zu unterstützen. Durch Werbung und gemeinschaftsfördernde Sport- und Freizeitveranstaltungen wollen die Bürgerinnen und Bürger das Naturbad als Stätte für den Schwimmsport und der Begegnung und Erholung sowie der sozialen Kontakte zwischen jung und alt zu sichern.

In Absprache mit der Lübecker Schwimmbäder GmbH und den Stadtwerken hat sich der Verein zunächst für ein Jahr auf Probe konstituiert, teilte Dr. Bensemann mit. Innerhalb dieses Jahres wollen die Vorstandsmitglieder des Vereins Erfahrungen sammeln. Vor allem wollen sie prüfen, wie die in den vergangen Jahren von engagierten Bürgern zur Reduzierung der Unterhaltungs- und Betriebskosten freiwillig erbrachten Leistungen im Sinne der Zielsetzung des Vereins zu intensivieren und zu ergänzen sind. Bensemann erinnerte an die von Anwohnern spontan veranstalteten, werbewirksamen und gut besuchten "Freizeit-Events" im Sommer dieses Jahres, deren Erlös der Lübecker Schwimmbäder GmbH für Unterhaltung und Betrieb des Naturbades zur Verfügung gestellt wurde.

Wenn der Verein seine unterstützende Tätigkeit für Erhalt und Betrieb des Bades während der nächsten Saison erfolgreich abschließen kann, ist beabsichtigt, Betrieb und Teile der Unterhaltung des Naturbades Falkenwiese in die Regie des Fördervereins zu übernehmen. Neue Formen der Trägerschaft, wie die nicht-öffentliche durch einen Verein, wurden der Bürgerschaft bereits im Frühjahr im Rahmen eines Berichtes vorgestellt. Solche, nach dem sogenannten "Bielefelder Modell" organisierte Betriebsstruktur, würde den Förderverein Naturbad Falkenwiese unter anderem in die Lage versetzen, die Öffnungszeiten flexibler an die Witterungsbedingungen und die Bedürfnisse der Bevölkerung anzupassen sowie die Eintrittspreise sozialverträglich zu gestalten. Sowohl der derzeitige Betreiber des Freibades sowie die Eigentümerin, die Hansestadt Lübeck, befürworteten das Engagement des Vereins, so Bensemann, weil das Bürgerengagement dazu beitrage, die Betriebs- und Unterhaltungskosten des Naturbades zu reduzieren. +++