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Veröffentlicht am 01.07.2016

Im Juli und August: Große Gartenaktion der Lübecker Museen

Zum Auftakt: Bienenfest im Museum für Natur und Umwelt am kommenden Sonntag

Ein moderner Skulpturenhof, ein verwunschener Klostergarten, eine artenreiche Blumenwiese mit Lavendel und Storchschnabel – im Juli und August zeigen sich die Lübecker Museen von ihrer grünen Seite. Im Rahmen der Sommeraktion „Verborgene Paradiese“ präsentieren die sieben teilnehmenden Häuser zauberhafte Rückzugs- und Veranstaltungsorte. Die Aktion wurde am heutigen Vormittag im Rahmen eines Pressegesprächs der Öffentlichkeit präsentiert.

„Gärten können neue Orte der Begegnung und des Austauschs sein. Deshalb rücken wir in diesem Sommer unsere Gärten, Grünanlagen und Höfe erstmals in den Blick und bespielen sie mit einem interessanten Kulturprogramm. Jeder soll die Gelegenheit haben, diese wunderschönen Stadtoasen kennen zu lernen“, betonte Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Leitender Direktor der Lübecker Museen. An der Aktion beteiligen sich das Günter Grass-Haus, das Museum Holstentor, das Museum für Natur und Umwelt, das Museumsquartier St. Annen, das Museum Behnhaus Drägerhaus, das Willy Brandt-Haus und das Europäisches Hansemuseum.

Das große Sommerprogramm beginnt am Sonntag, 3. Juli mit einem Bienenfest im Museum für Natur und Umwelt. Von 10 Uhr bis 17 Uhr bietet das Museum ein spannendes Wissens- und Entdeckerprogramm rund um das Thema Bienen. Anlass ist ein Jubiläum: Der Bienengarten am Museum für Natur und Umwelt, als artenreicher Staudengarten nach ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten angelegt, wird in diesem Sommer 30 Jahre alt. „Die verschiedenen Stauden und Sträucher des Bienengartens – Wildpflanzen und Kultursorten - sind so ausgewählt, dass es hier die ganze Saison über blüht“, erklärt Museumsleiterin Dr. Susanne Füting. Und ergänzt: „Es sind Pflanzen, die Bienen und anderen bestäubenden Insekten Nahrung bieten und bewusst keine sterilen Züchtungen.“

Die große Sommeraktion der Museen bietet in den kommenden Wochen nach dem „Bienen-Auftakt“ zahlreiche Einzelveranstaltungen und Aktionen, die sich an Garten-, Natur- und Architekturfreunde richten oder einfach zum Spielen, Ruhen und Genießen einladen.

Ein Auszug aus dem Programm des Sommers:

Bei einem Comic-Workshop im Günter Grass-Haus bekommen Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren am 13. Juli von 14 bis 17 Uhr Einblicke in die Herstellung einer Bildergeschichte.

Eine fantastische Märchenstunde im Günter Grass-Haus entführt Familien am 26. Juli um 15 Uhr in die Heimat von Günter Grass.

Um mittelalterliche Buchstabengestaltung geht es im St. Annen-Museum am 23. Juli von 10 bis 12 Uhr. Im Rahmen eines Workshops gestalten Teilnehmer unter Anleitung Initiale und florale Motive.

Eine magische Reise in den Skulpturengarten des Museums Behnhaus Drägerhaus

steht am 17. Juli um 10 Uhr und am 9. August um 15 Uhr auf dem Programm. Erzählt werden die Geschichten der versteinerten Figuren hören.

Jazz-Popp und klassische Musik bietet das Hansemuseum am 14. Juli und am 17. August jeweils um 19.30 Uhr.

Außerdem laden zwei Museen zu großen Gartenfesten ein: Am 17. Juli können Besucher im Museum Behnhaus Drägerhaus beim „greenday“ unter freiem Himmel feiern, am 31. Juli heißt es im Museumsquartier „Ab ins Kloster“. Dann dreht sich alles um Gärten, Gotik, Gregorianik.

(Hinweis für die Presse: Über das umfangreiche Programm der beiden Gartenfeste werden wir Sie in den nächsten Wochen gesondert informieren. Bitte merken Sie die folgenden Pressetermine vor: 15. Juli, 11 Uhr, im Garten des Museums Behnhaus Drägerhaus; 29. Juli, 11 Uhr im Klostergarten des Museumsquartiers St. Annen)

Bienenfest im Museum für Natur und Umwelt am 3. Juli, 10 bis 17 Uhr

Ausstellung „Bee in the City“

Im Kreuzgang des Domhofes sind nur an diesem Tag die außergewöhnlichen Bienenwachs-Objekte und Installationen der Berliner Künstlerin Bärbel Rothhaar zu sehen.

Musik

Den musikalischen Auftakt und den Abschluss des Gartenfestes bilden Juan Pablo Pettoruti & Freunde im Domhof von 10.30 bis 11 Uhr und von 16 bis 16.30 Uhr (bei schlechtem Wetter in der Ausstellung „Bienen. Bestäuber der Welt“).

Führungen

Um 11 Uhr und 12 Uhr: 30 Jahre Bienenglück und Besucherfreunde.

Der bunte Garten des Museums dient den Museumsbienen in ihrem "Gläsernen Stock" seit 30 Jahren als Bienenweide, wo sie Pollen und Nektar sammeln. Dr. Wolfram Eckloff, der frühere Leiter des Naturkundemuseums, wird über die Idee der Anlage sowie die Entwicklung des Gartens und seine Verwendung in der Museumspädagogik und Umweltbildung berichten. Er stellt zusammen mit Petra Spiekermann, die vom Förderverein des Museums den Garten in gärtnerischer Obhut hat, die Pflanzenwelt vor.

Künstlergespräch

Bärbel Rothhaar vereint in ihren Bienen-Kunstwerken Natur und Kultur auf eine ganz einzigartige Weise. Um 11.30 Uhr und um14 Uhr wird sie über ihre Arbeit sprechen.

Theaterworkshop | „Bee a bee“

für Kinder ab 5 Jahren, mit Joao Albertini , von 11bis 15 Uhr

Wer zwischen 5 und 10 Jahre alt ist, gerne Theater spielt und einmal eine Biene sein möchte, ist genau richtig im Theaterworkshop. Zum Abschluss gibt es eine kleine Aufführung für Familien und Freunde. Der Workshop findet im Veranstaltungssaal statt, die Aufführung bei gutem Wetter im Domhof.

Kinderworkshop | „Von Flugkünstler und Blütenakrobaten“

mit Eike Irene Hilbert , 14 bis 17 Uhr

Gemeinsam mit Eike Irene Hilbert können Wildbienenarten im Garten und unter dem Mikroskop beobachtet werden. Anmeldung unter: 0451-122 2296. Die Teilnahme am Workshop kostet für Kinder 5 Euro.

Zum Bienengarten des Museums gehören auch die bunte Blumenwiese in Hanglage neben dem Gebäude und der stimmungsvolle grüne Domhof, der als Stadtoase zum Verweilen einlädt - mit Glück kann man hier sogar Falken beobachten. In den Gartenanlagen des Museums befinden sich zahlreiche Ausstellungsobjekte, die einen kleinen Spaziergang lohnen. Es gibt zum Beispiel die Skulptur „Seehund“ der Künstlerin Christa Baumgärtel, ein großes Wildbienenhaus oder eine „Klotzbeute“, die historische Bienenbehausung bei der mittelalterlichen Waldimkerei. Imposant ist das riesige Skelett eines Pottwals und überraschend der versteckt gelegene Gedenkstein des Lübecker Naturforsches Johann Julius Walbaum.

Kosten für den Bienentag: 6 Euro für Erwachsene, 2 Euro für Kinder. Alle Ausstellungen des Museums können besucht werden.+++